Die erste eigene Wohnung: Mit diesen sieben Tipps meisterst Du den Ein-Frau-Haushalt 

Mit dem Einzug in die erste eigene Wohnung erwarten Dich häufig einige finanzielle Herausforderungen. Die Kleingeldhelden zeigen Dir, wie Du sie mit diesen sieben Tipps meistern kannst und Deinen Ein-Frau-Haushalt von Anfang an im Griff hast. 


1. Übernimm Dich nicht mit der Miete

Insbesondere in den Großstädten wie München, Stuttgart und Frankfurt sind die Mietpreise enorm hoch. Auch Städte wie Freiburg, Berlin und Hamburg werden immer teurer. Studenten und Berufseinsteiger haben es immer schwerer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Hinzu kommt, dass das Wohnungsangebot gerade in Studenten-Städten knapp ist. Klar, dass Du Dich dann gern mit der ersten Wohnung nach unzähligen Besichtigungen einlassen willst, die Dir endlich zusagt. Doch damit Du künftig Deinen Ein-Frau-Haushalt meistern kannst, solltest Du Dich mit der Miete nicht übernehmen. Idealerweise gibst Du für Deine erste eigene Wohnung nur 30 Prozent Deines gesamten, Dir verfügbaren, Geldes aus.


2. Kalkuliere die Kaution mit ein

Leider gibt es so etwas wie Kautionen. Das heißt, dass Du Deinem Vermieter eine Art Bürgschaft in Form von Geld übergibst, mit der Du versicherst, dass Du auf sein Eigentum Acht gibst. Sollte bei Deinem Auszug ein Schaden entstanden sein, darf der Eigentümer die Kaution einbehalten. Doch eins nach dem anderen. In der Regel musst Du mit einer Summe von drei Kaltmieten rechnen. Wenn Du diese Summe noch nicht selbst ansparen konntest, kann auch ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter für Dich bürgen.


3. Finanzielle Unterstützung einfordern

Nicht jede Berufseinsteigerin oder Studentin kann sich die erste eigene Wohnung locker leisten. Dafür gibt es aber finanzielle Unterstützung vom Staat in Form von Wohngeld. Diese finanzielle Unterstützung darf jeder beantragen, dem sonst keine anderen Leistungen zustehen. Informieren kannst Du Dich bei Deiner örtlichen Wohngeldstelle oder auch unter www.wohngeld.org.


4. Sichere Dich gut ab

Sobald Du in Deine erste Wohnung ziehst, egal ob zur Miete oder in eine Eigentumswohnung, bist Du nicht mehr bei Deinen Eltern in der Hausratversicherung mitversichert. Das heißt, wenn Du Deine Möbel, Haushaltsgeräte, Kleidung, Laptop – eben alles, was sich in Deiner Wohnung befindet, absichern möchtest, dann brauchst Du nun Deine eigene Hausratversicherung. Wie sieht es mit Deiner Haftpflichtversicherung aus? Solange Du Dich in der Ausbildung oder dem Studium befindest, wirst Du in der Regel weiterhin bei Deinen Eltern mitversichert sein. Danach solltest Du Dich auch um die Privathaftpflichtversicherung kümmern.


5. Richte Dich ein

Du hast es geschafft und hast nun eine Wohnung oder Wohngemeinschaft gefunden, die Dich aufgenommen hat, die bezahlbar ist, nicht mehr als 30 Prozent Deines Gesamtbudgets einnimmt und deren Kaution Du stemmen kannst. Außerdem hast Du Dich bereits abgesichert. Jetzt geht es ans Einrichten. Schließlich brauchst Du ein Bett, einen Schreibtisch, einen Kleiderschrank und einen Stuhl. Gewiss, junge Menschen sind auch schon mit weniger Besitz durchs Studium, die Ausbildung oder die ersten Berufsjahre gekommen, doch gewisse Ansprüche hat man da eben schon. Falls Du Elektrogeräte benötigst, ist es hilfreich bei einem B-Waren-Verkauf nachzusehen. Hier werden leicht ramponierte, aber voll funktionstüchtige Geräte, wie Herd oder Kühlschrank zu günstigen Preisen verkauft. Über Kleinanzeigen oder bei Wohnungsauflösungen findest Du günstige, oder fast kostenlose Möbel. Auch wenn sie etwas verstaubt riechen – nach einer kurzen Aufbereitung sind sie meist wie neu.


6. Noch schöner ist es mit WLAN

Das A und O heutzutage ist natürlich das Internet, denn ohne gutes WLAN läuft gar nichts mehr. Wenn Du nicht darauf verzichten kannst und nicht ausschließlich auf das freie WLAN an der Hochschule zurückgreifen willst, dann solltest Du auf diese Dinge achten: Zuallererst die Verfügbarkeit prüfen, dann auf die Surfgeschwindigkeit achten und nachfragen, was davon dann noch im Endverbrauch ankommt oder ob und wann Dein Internet gedrosselt wird. Zu guter Letzt, solltest Du auf jeden Fall auf die Mindestvertragslaufzeit und auf die Kündigungsfristen achten. Ein Jahr Mindestvertragslaufzeit und 3 Monate Kündigungsfrist sind ein guter Richtwert.


7. Erstelle eine Kostenübersicht

Ein Haushaltsbuch ist nicht immer notwendig, aber es ist sehr hilfreich, sich mindestens einmal im Monat eine Kostenübersicht zu erstellen. Gerade wenn Du neu in Deiner ersten Wohnung bist und all diese neuen Kosten auf Dich zukommen, Du unter Umständen sogar das erste Mal alleine lebst, dann erstelle dir zunächst wie folgt eine Kostenübersicht: Schreibe all Deine Fixkosten mit den einzelnen Posten auf, addiere diese und ziehe diese Summe von Deinem Gesamtbudget ab. Nun solltest Du noch mindestens 200€ übrighaben. Deine Kosten für Essen und Trinken sollten sich pro Tag im Durchschnitt auf 5€ belaufen. Das wären bei 30 Tagen im Monat 150€. Damit hättest du noch 50€ im Monat für Sonderausgaben. Dieses Beispiel ist sehr knapp kalkuliert und je mehr Du am Ende des Monats noch übrighast, umso einfacher wird es. Beim Essen und Trinken kannst Du Dir so auch einmal bessere Lebensmittel gönnen oder einmal im Monat essen gehen. Die Kostenübersicht aber hilft Dir einen Überblick zu erhalten und zu sehen, wo Du noch Sparpotential hast, mit welchen Kosten Du rechnen musst und welche Du selbst beeinflussen kannst.


Über die Kleingeldhelden:

Sabina und Johanna bilden die Frauenpower der Kleingeldhelden. Zusammen mit ihrem Mann im Boot, Marian, schreiben sie einen wöchentlichen Newsletter rund ums Thema Geld. Ob News aus Wirtschaft und Politik, Tipps rund ums Anlegen von Kleinbeträgen und Sparen oder lustige Trends - sie geben Dir beim Einstieg in die Finanzwelt Rückendeckung.

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