5 Dinge, die wir gerne in der Schule gelernt hätten 

Wir Frauen sind gern vorbereitet auf das, was uns erwartet. Und während wir manche Dinge aus der Schulzeit wohl nie vergessen werden („He, she, it, das s muss mit“), hat uns der Lehrplan beim Thema Geld im Stich gelassen. Diese Dinge hätten wir gerne gelernt und so holst Du sie jetzt nach. 

„Warte nur, bis Du in die Schule kommst, dann beginnt der Ernst des Lebens.“ Den Satz hast Du sicher auch gehört!? Aber wenn wir ehrlich sind, Herr Ernst begegnet uns erst nach der Schulzeit, egal ob diese neun, zehn oder dreizehn Jahre dauert. Und diese Jahre sollten auf das Leben nach der Schulbank, eben auf Job, Versicherungen, Mieten und so weiter vorbereiten.

Doch kaum ist der Abschluss in der Tasche, der Plan fürs weitere Leben etwas gesteckt und die Kartons für die erste eigene Wohnung gepackt, schon klopft Ernst an die Tür und wir sind doch etwas überrumpelt. Klar, man bringt sich viele Dinge selbst bei, aber ein paar Sachen hätten wir gerne noch in der Schule gelernt:


1. Wann wir eine Steuererklärung machen müssen und vor allem wie?

Es ist für viele das Schreckenswort schlecht hin, die fünf Silben, vor denen sich jeder immer wieder drückt: Die Steuererklärung. Wir waren erst mal vor den Kopf gestoßen. Wer muss eine machen? Wann und vor allem wie?

Wer? Die Antwort findest Du auf der Seite der Vereinigten Lohnsteuerhilfe. Dort gibt’s auch jede Menge anderer Tipps rund um das Thema Steuern.
Aber auch wenn Du Dich bei der dortigen Aufzählung nicht wiederfindest, kann eine Steuererklärung sinnvoll sein. Denn gerade als Azubi oder Berufsneuling mit kleinem Einkommen bekommst Du oft noch etwas zurück.

Wann? Bis zum 31. Mai des Folgejahres. Bei freiwilligen Steuererklärungen hat man sogar bis zu vier Jahren Zeit.

Wie? Hier hilft Dir Elster, eine Programm zur Steuerklärung der deutschen Steuerverwaltung. Hier kannst Du Deine Erklärung Online machen und auch abschicken – komplett kostenlos.


2. Wann habe ich ein Anrecht auf Bafög und wie fülle ich die Formulare aus?

Als sei der Umzug in eine neue Stadt, die Strukturen an Unis und die vielen neuen Menschen nicht genug – Um die Finanzierung musst Du Dich auch noch kümmern. Der erste Weg für viele: Bafög. Unser Tipp: Hol Dir Hilfe beim Studentenwerk an Deiner Hochschule. Das hilft immer. Online findest Du auf dem Blog Studis Online jede Menge Tipps.
Welche Formulare Du benötigst, erfährst Du auch hier: https://www.bafög.de/de/antragsassistent-305.php

Übrigens: Bafög kann man auch für den Schulbesuch beantragen.


3. Welche Absicherung ist für mich wichtig?

Die Versicherungen: Haftpflicht und Hausrat bilden die absolute Basis ab dem Zeitpunkt ab dem Du weg von Mutti und Vati in Deine eignen Vier-Wände ziehst. Zumindest als Berufseinsteigerinnen wie wir. Im Studium und bei der Ausbildung bist Du meist in den Versicherungen Deiner Eltern mit drin

„Wichtig ist noch die Rechtsschutzversicherung“, erklärt der nette Herr am Service-Telefon der Rentenversicherung. Dank ihr hast Du immer ein Ass im Ärmel bei so gut wie jeder Vertragsfalle. Ein Rechtsanwalt unterstützt Dich und seine Kosten werden durch die Versicherung gedeckt.

„Die letzte wichtige Absicherung ist die Unfallversicherung“, verrät uns der Mann. Egal wie das Leben so spielt, mit ihr hast Du das Anrecht auf einen Grundbetrag, der Dir ausgezahlt wird, solltest Du im Privaten einem Unfall haben und arbeitsunfähig werden.


4. Ab wann muss ich fürs Alter vorsorgen?

Wir kennen das: Als Berufseinsteigerin kommt man mit dem ersten Gehalt oft gerade so über die Runden. Und dann sprechen alle von Altersvorsorge. Lass Dich nicht stressen und denke lieber voraus. Du bist angestellt und das erste Geld fließt bereits in Deine Rentenkasse ein. Schwupp! Nicht viel, aber immerhin.

Banken und Versicherungen werden Dich freudig empfangen, wenn Du Dich um Deine Altersvorsorge kümmern willst. Das Dilemma: Berater erhalten Provision für den Verkauf bestimmter Produkte und wollen Dir vielleicht etwas aufschwatzen.

Die Lösung ist eine unabhängige und neutrale Beratung zur Altersvorsorge. Der nette Herr von der Deutschen Rentenversicherung, bei der wir angerufen haben, rät: „Mädels, wägt immer ab, bevor ihr auswählt. Es macht nur Sinn, wenn ihr euch finanziell nicht einschränken müsst!“


5. Weiß, was Du wert bist!

Trotz einiger toller, starker Lehrerinnen, die uns in der Schule immer bestärkt haben - gerade wir Mädels können echt fies zu einander sein. Und oft fällt es uns als starke junge Frauen schwer, unseren eigenen Wert zu schätzen. Schluss damit!

Zeit, sich neu zu finden und der eigenen Stärken bewusst zu sein! Kenne Deine Qualifikationen und schreibe sie auf. Egal ob bei Bewerbungsgesprächen, Gehaltsverhandlungen oder gegenüber dem Chef und Kollegen – Wenn Du mit Dir und Deinem Portfolio zufrieden bist, trittst Du selbstsicherer auf. Go Girl!

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viel Du als Gehalt verlangen kannst, sprich mit anderen Frauen in Deiner Branche über's Geld. Im Internet findest Du in Portalen, wie unter Gehalt.de. Mittelwerte Deiner konkreten Berufsbezeichnung herausfinden. Das ist meist eine gute Grundlage.


Über die Kleingeldhelden:

Sabina und Johanna bilden die Frauenpower der Kleingeldhelden. Zusammen mit ihrem Mann im Boot, Marian, schreiben sie einen wöchentlichen Newsletter rund ums Thema Geld. Ob News aus Wirtschaft und Politik, Tipps rund ums Anlegen von Kleinbeträgen und Sparen oder lustige Trends - sie geben Dir beim Einstieg in die Finanzwelt Rückendeckung.

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