Equal Pay Day 2018: Einkommenslücke zwischen Geschlechtern wächst

Quickborn, 14.03.2018

  • Europäischer Vergleich: Große Unterschiede beim Einkommen der Deutschen
  • Sonderzahlungen fallen für Männer im Schnitt 48 Prozent höher aus
  • Frauen verfügen über durchschnittlich 38 Prozent weniger Vermögen als Männer


Der 18. März markiert in diesem Jahr den Equal Pay Day in Deutschland. Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen umsonst – das zeigt ein Blick auf den Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, der laut Studie der comdirect Initiative finanz-heldinnen bei 22 Prozent liegt. Damit liegen die Deutschen im europäischen Vergleich rund 38 Prozent über dem Durchschnitt.

Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Sonderzahlungen. So erhalten Männer 48 Prozent mehr Sonderzahlungen als Frauen. „Ein Grund für die geringeren Sonderzahlungen ist sicherlich das niedrigere Gehalt von Frauen. Viele Frauen verhandeln mitunter allerdings auch nicht so hart wie das andere Geschlecht“, sagt Sabine Schoon, Bereichsleiterin Corporate Strategy & Consulting und Mitbegründerin der Initiative finanz-heldinnen. Sie möchte mit der Initiative auf solche Unterschiede aufmerksam machen und mit Frauen sprechen, wie sie mehr für sich rausholen können – und das in allen Lebensbereichen.
 

Die Vermögenslücke zwischen Männern und Frauen wird immer größer
Aber nicht nur beim Einkommen, sondern auch beim Finanz-Vermögen besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Männern und Frauen. Besaßen Frauen 2003 mit einem durchschnittlichen Vermögen von 23.100 Euro noch 21 Prozent weniger als Männer, so wird die Differenz in diesem Jahr auf 38 Prozent prognostiziert. Aktuell verfügen Frauen in Deutschland im Schnitt über 27.000 Euro, das Vermögen der Männer liegt hingegen bei 43.400 Euro.

Die Studie verdeutlicht: Das Vermögen der Männer ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen, während bei den Frauen nur eine leichte Erhöhung ersichtlich ist. Männer haben heute rund 49 Prozent mehr Geld auf der hohen Kante als noch vor 15 Jahren. Frauen verfügen hingegen nur über knapp 17 Prozent mehr als 2003. „Frauen bewegen sich hier in einer Negativspirale. Zum einen verdienen sie weniger pro Stunde und erhalten damit verbunden auch eine niedrigere Rente als Männer. Zum anderen vertrauen sie beim Sparen meist auf niedrig bis gar nicht verzinste Produkte wie Sparbücher oder Girokonten und nicht auf Wertpapiere. Hier gibt es noch Handlungsbedarf für Frauen“, erklärt Schoon.

Pressearchiv

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:
Geerd Lukaßen
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06 – 704 1315
E-Mail: geerd.lukassen@comdirect.de

Über die Initiative finanz-heldinnen
Die Initiative „finanz-heldinnen“ der comdirect bank AG hat es sich zum Ziel gesetzt, Frauen zu unterstützen, sich mit dem Thema Finanzen besser vertraut zu machen. Denn egal in welcher Lebensphase sie sich befindet – es ist immer wichtig, Finanzdinge selbst in die Hand zu nehmen. Um Frauen in Sachen Finanzen zu befähigen, möchten comdirect-Mitarbeiterinnen ihnen Informationen bieten und aufklären. Darüber hinaus zeigen Vorbilder (z. B. Natascha Wegelin vom Finanzblog Madame Moneypenny), wie sie das Thema Finanzen angehen. Netzwerktreffen zusammen mit Global Digital Women und Tijen Onaran sollen darüber hinaus den Austausch unter Frauen anregen.