Pressemitteilung

21.06.2016 - Städtereport Köln: Aktionäre im Geiste – Interesse für Wertpapiere, doch kaum Depots

• Studie zum Anlageverhalten zeigt: Aktienbesitz konzentriert sich im wohlhabenden Süden und Westen

Quickborn, 21. Juni 2016. Investments in Aktien – eine gute Idee: Davon sind viele Kölner grundsätzlich überzeugt. Fast ein Drittel der Bevölkerung in der rheinischen Metropole hält es für sinnvoll, Aktien zu erwerben. In der Praxis schlägt sich diese Überzeugung jedoch wenig nieder: Nur etwas mehr als jeder zehnte Einwohner besitzt tatsächlich Anteilsscheine (12,6 Prozent). Mit dieser Aktionärsquote liegen die Kölner immerhin über dem bundesweiten Durchschnitt von 9 Prozent.

Das zeigt der aktuelle Städtereport Köln, erschienen im Deutschland-Atlas Anlageverhalten der comdirect. Sowohl das Interesse für Aktien als auch das tatsächliche Investment konzentriert sich in den wohlhabenden Stadtteilen Kölns im Süden und Westen der Stadt. Dagegen zeigen die Bewohner im rechtsrheinischen Köln und im Norden wenig Begeisterung für die Geldanlage Aktie.

Kölner Familien an Aktien für Vorsorge interessiert

Besonders hoch ist das Aktieninteresse am westlichen Stadtrand ausgeprägt, in Junkersdorf (47 Prozent) und in Widdersdorf (46,2 Prozent). „Vor allem das Beispiel Widdersdorf zeigt, dass eine Investition in Aktien nicht nur etwas für reiche Singles ist: Hier leben viele Familien, die darüber nachdenken, mit Aktien ihr Geld sinnvoll für die Zukunft anzulegen“, sagt Jan Enno Einfeld, Leiter Investing bei comdirect. Auch in Teilen der Innenstadt können sich viele Kölner mit dem Gedanken an ein Aktieninvestment anfreunden, etwa in der Südstadt (41,2 Prozent) oder in der nördlichen Neustadt (41,3 Prozent).

Die tatsächlichen Aktionäre leben jedoch immer noch in den wohlhabenden Stadtteilen: Das Villenviertel Hahnwald ist mit 18,2 Prozent die Aktienhochburg Kölns. Hier verfügen mehr als 57 Prozent der Einwohner über ein hohes Einkommen. Ebenfalls viele Aktionäre leben in den westlichen Stadtteilen Junkersdorf (17,6 Prozent), Müngersdorf (17,5 Prozent) und Braunsfeld (17,5 Prozent). Die Tendenz, beim Thema Geldanlage auch Risikobereitschaft zu zeigen, ist in den wohlhabenden Stadtteilen am größten und liegt etwa im südlichen Marienburg bei 63,3 Prozent, in Junkersdorf bei 59,3 Prozent. In beiden Vierteln schlägt sich die Risikofreude auch in einem überdurchschnittlich hohen Aktienbesitz nieder – in anderen Städten ist diese Korrelation deutlich geringer ausgeprägt.

Hohes Einkommen bedingt nicht immer großes Depot

Ein Zusammenhang zwischen Wohlstand und Aktienbesitz lässt sich dagegen nicht zwingend aus den Daten ableiten: So liegt beispielsweise in den beiden Stadtteilen Rath und Brück am östlichen Stadtrand die Aktionärsquote gerade auf dem Niveau des Kölner Durchschnitts – und das, obwohl auch diese Viertel eher zu den vermögenderen Ortsteilen gehören. Selbst im reichen Villenviertel Hahnwald im Süden Kölns tut sich eine große Kluft zwischen Einkommen und tatsächlichem Aktienbesitz auf.

Wenige Aktionäre im Norden und Osten Kölns

Blickt man auf die einkommensschwachen Gebiete im Kölner Norden und Osten der Stadt, ist das Interesse an Aktien recht unterschiedlich verteilt: So können sich in Buchforst nur 20,8 Prozent für eine solche Geldanlage begeistern. Im sozialen Brennpunkt Finkenberg im Südosten Kölns jedoch ist es schon ein knappes Drittel, das sich für Aktien erwärmen könnte. Trotz Interesse wagen nur sehr wenige den Schritt zum Aktienkauf: Die Quote pendelt um die zehn Prozent, in den östlichen Vororten Höhenberg und Kalk sind es sogar nur 8,7 Prozent.

Es braucht nicht viel Kapital, um in Aktien anzulegen“, sagt Jan Enno Einfeld. „Aktienbasierte Sparpläne sind zum Beispiel eine gute Möglichkeit, mit wenig Budget zu starten und sukzessiv Vermögen aufzubauen – was mit traditionellen Festgeldprodukten im aktuellen Nullzinsumfeld nicht möglich ist.“

Ranking der Kölner Stadtteile nach Aktienbesitz

Rang Stadtbezirksteil Aktienquote Aktien-Interesse Finanz. Risikobereitschaft
1

Hahnwald

18,2%

43,1%

54,6%
2

Junkersdorf

17,6%

47,0%

59,3%
3 Müngersdorf

17,5%

40,4%

48,3%
4

Braunsfeld

17,5%

41,8%

41,1%
5

Rodenkirchen

17,1%

38,8%

30,7%

6 Weiden

16,9%

37,4%

30,4%
7

Marienburg

16,5%

40,1%

40,9%

8 Sürth

16,2%

40,1%

40,9%
9

Weiß

16,2%

36,5%

23,1%
10

Lövenich

16,0%

37,1%

30,6%
11

Widdersdorf

16,0%

46,2%

32,4%
12

Bayenthal

15,8%

42,3%

38,1%
13

Raderberg

15,8%

31,8%

33,8%

14

Heimersdorf

15,6%

31,4%

11,5%

15 Lindweiler

15,6%

25,4%

8,0%

16

Pesch

15,6%

30,8%

14,0%

17 Altstadt-Nord

15,3%

39,2%

43,8%

18 Lindenthal

15,3%

43,6%

47,3%

19 Sülz

15,1%

38,1%

35,9%

20

Klettenberg

14,3%

37,1%

30,7%

...

 

 

 

84 Mülheim

9,2%

29,1%

24,0%

85

Höhenberg

8,7%

20,4%

17,6%
86 Kalk

8,7%

22,5%

21,3%
Kölner Durchschnitt

12,6%

31,5%

27,1%

Über die Studie

Der Städtereport Köln ist Teil des „Deutschland-Atlas Anlageverhalten“ der comdirect Bank. Dieser basiert auf aktuellen mikrodemografischen Daten von GfK und Acxiom zu Bevölkerungsstruktur, Einkommen, Aktienbesitz und Anlageverhalten in Deutschland. Die Daten wurden auf Stadtteilebene konsolidiert und zu ausgewählten Fragestellungen in Bezug zueinander gesetzt.

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Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:

Amir Madani Rascado
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06/704-1321
E-Mail:
amir.madanirascado@comdirect.de


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