Pressemitteilung

13.04.2016 - Hessen-Atlas Anlageverhalten: Hochtaunuskreis ist Aktionärshochburg

Aktionäre leben vorzugsweise in den wohlhabenden Vorstädten der Banken-Metropole Frankfurt / Börsenmuffel wohnen an der östlichen Landesgrenze / In der Börsenstadt Frankfurt selbst schwärmt jeder Dritte für Aktien, ohne welche zu besitzen

Quickborn. Wer in Hessen Aktionär ist, wohnt vorzugsweise in der Stadtregion Frankfurt und dort mit Vorliebe im Speckgürtel, westlich der Banken-Metropole. Hessens Aktionärshochburg ist der Hochtaunuskreis – und nicht die benachbarte Börsenstadt Frankfurt selbst. 14,9 Prozent der Bevölkerung des Landkreises halten Unternehmensanteile. Das zeigt der „Hessen-Atlas Anlageverhalten“ der comdirect bank.

Im benachbarten Main-Taunus-Kreis, dem kleinsten und am zweitdichtesten besiedelten Landkreis Deutschlands zwischen Frankfurt und Wiesbaden, liegt die Aktionärsquote mit 14,1 Prozent kaum niedriger. Beide Kreise machen Frankfurts gut situierten Vorortbereich aus, viele Banker haben dort ein Zuhause im Grünen gefunden. Der Hochtaunuskreis und der Main-Taunus-Kreis sind Spitzenreiter beim Einkommen: Vier von zehn Einwohnern verfügen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 3.600 Euro und mehr.

Platz drei im hessischen Aktionärsranking nimmt mit einer Quote von 12,1 Prozent die Landeshauptstadt Wiesbaden ein, ebenfalls Teil der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Frankfurt selbst, Hessens größte Stadt und zugleich Deutschlands Finanzmetropole Nummer eins, folgt erst auf Platz sechs mit einem Aktionärsanteil von 11,2 Prozent. Die Aktionärsquote für gesamt Hessen beträgt 9,9 Prozent (bundesweit: 9,0 Prozent).

Zaudern in der Stadt der wichtigsten deutschen Wertpapierbörse

Die Kluft zwischen der Zahl der Aktien-Interessierten und der Aktionäre ist in kaum einer Stadt so groß wie in Frankfurt. Jeder Dritte ist von Aktien überzeugt, ohne selbst Aktionär zu sein. „Das macht Frankfurt zum Landes-Spitzenreiter wenn es darum geht, trotz besseren Wissens auf Rendite zu verzichten“, sagt Jan Enno Einfeld, Leiter Investing bei comdirect. Auch im Main-Taunus-Kreis und in Darmstadt-Dieburg würden mehr Aktionäre leben, wenn die Menschen ihrer Überzeugung folgen würden: Mehr als jeder Vierte schwärmt dort für Aktien, ohne welche zu besitzen.

Schlusslichter an der Grenze zu Thüringen

In den Landkreisen im östlichen Hessen und in Waldeck-Frankenberg im Nordwesten des Bundeslandes ist der Anteil der Aktienbesitzer unterdurchschnittlich. Am geringsten ist die Aktionärsquote mit nur 7,7 Prozent an der Grenze zu Thüringen in Hersfeld-Rotenburg und im Werra-Meißner-Kreis. Auch beim Einkommen sind diese Kreise die schwächsten: Nur etwa jeder Dritte verfügt über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen.

Risikobereitschaft ist kein zwingendes Kriterium für Aktienbesitz. So leben die risikofreudigsten Hessen in Darmstadt: Sieben von zehn Einwohnern dort bezeichnen sich selbst als wagemutig in finanziellen Fragen. Beim Aktieninvestment erreichen die Darmstädter aber keine Spitzenwerte: Lediglich 11,6 Prozent verfügen über ein Depot. In der Wissenschaftsstadt ist auch die Diskrepanz zwischen Risikofreude und Aktienbesitz am größten: Knapp 60 Prozent der Darmstädter haben zwar eine Affinität fürs Risiko, aber keine Aktien.

„Bei den historisch niedrigen Zinsen ist ein Umdenken erforderlich – denn auf dem Sparbuch wird Vermögen regelrecht vernichtet“, sagt Jan Enno Einfeld und ergänzt: „Man muss weder reich noch besonders risikofreudig sein, um mit einem Aktieninvestment gut zu fahren. Richtig ausgewählt eignen sich Unternehmensanteile sowohl zum Vermögensaufbau als auch zur Alterssicherung – und das geht mit Sparplänen auch schon ab 25 Euro pro Monat“.

Hessen-Top 20: Ranking nach Aktionärsquote

Rang Landkreis/Stadtkreis Aktionärsquote Aktieninteresse Hohes Einkommen*
1

Hochtaunuskreis

14,9%

41,2%

40,5%
2

Main-Taunus-Kreis

14,1%

41,8%

39,9%
3 Wiesbaden

12,1%

36,1%

34,1%
4

Offenbach, Landkreis

11,8%

37,8%

34,6%
5

Darmstadt

11,6%

35,4%

33,2%

6 Frankfurt am Main, Stadt

11,3%

41,5%

34,0%
7

Rheingau-Taunus-Kreis

11,1%

36,1%

36,3%

8 Groß-Gerau

10,7%

34,7%

32,6%
9

Darmstadt-Dieburg

10,6%

37,9%

36,4%
10

Wetteraukreis

10,2%

35,8%

35,3%
11

Bergstraße

9,9%

36,4%

34,8%
12

Mainz-Kinzig-Kreis

9,9%

33,7%

33,3%

13

Offenbach am Main, Stadt

9,5%

29,3%

32,3%

14

Kassel, documenta-Stadt

9,3%

29,8%

29,0%

15 Kassel, Landkreis

9,3%

34,8%

29,7%

16

Limburg-Weilburg

9,1%

35,1%

30,6%

17 Lahn-Dill-Kreis

9,0%

34,2%

30,1%

18

Gießen

8,9%

29,9%

31,8%

19 Odenwaldkreis

8,7%

29,5%

28,3%

20

Schwalm-Eder-Kreis

8,3%

34,2%

28,7%

...

 

 

 

24 Waldeck-Frankenberg

7,9%

30,1%

23,5%

25

Hersfeld-Rotenburg

7,7%

33,2%

27,5%
26 Werra-Meißner-Kreis

7,7%

32,3%

22,3%

*Anteil der Bevölkerung mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.600 Euro und mehr

Über die Studie

Der „Hessen-Atlas: Anlageverhalten“ ist eine Sonderanalyse des „Deutschland-Atlas Anlageverhalten“ der comdirect Bank. Die Studie basiert auf aktuellen mikrodemografischen Daten von GfK und Acxiom zu Bevölkerungsstruktur, Einkommen, Aktienbesitz und Anlageverhalten in Deutschland. Die Daten wurden auf Kreis- und Stadtebene konsolidiert und zu ausgewählten Fragestellungen in Bezug zueinander gesetzt. Die hier angegebene Aktionärsquote stellt den Anteil der Bevölkerung der jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte dar, der Aktien besitzt (ohne Aktienfonds).

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Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:

Amir Madani Rascado
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06/704-1321
E-Mail:
amir.madanirascado@comdirect.de


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