Städtereport München: Deutschlands Aktionärshochburg Nummer eins

Quickborn, 23.03.2016

Fast schon jeder fünfte Münchner besitzt Wertpapiere / Aktionärshochburgen in der Innenstadt und entlang der Isarauen / Hasenbergl-Lerchenau Ost und Messestadt Riem im Ranking der Stadtbezirksteile abgeschlagen / Drei von zehn Münchnern schwärmen für Aktien, ohne welche zu besitzen

Quickborn. München ist Deutschlands Aktionärshochburg Nummer eins. In keiner deutschen Stadt ist der Anteil der Aktienbesitzer unter den Einwohnern so hoch wie in der bayerischen Metropole. 17,8 Prozent der Münchner besitzen Wertpapiere – im bundesweiten Schnitt sind es gerade einmal 9,0 Prozent. Das zeigt der „Städtereport München“ der comdirect bank.

In einigen Stadtvierteln in der Altstadt und entlang der Isarauen erreicht der Anteil der Aktionäre sogar fast ein Viertel der Einwohner. Das Hackenviertel in der Altstadt zwischen Marienplatz und Sendlinger Tor führt das Ranking der Stadtbezirksteile mit 24,2 Prozent Aktionären an, gefolgt von den Vierteln Deutsches Museum (23,7 Prozent) und Giesing (23,5 Prozent).

Durchgehend hoch ist der Anteil der Aktienbesitzer in der bayerischen Metropole im Zentrum, in der Nähe des Englischen Gartens sowie in den südlichen Wohngebieten entlang der Isarauen. Im Norden und im Osten der Stadt ist die Aktionärsquote eher unterdurchschnittlich. Schlusslicht mit 12,8 Prozent Aktienbesitzern ist Hasenbergl-Lerchenau Ost im Münchner Norden der Stadt, hinter Messestadt Riem (13,4 Prozent) im Osten und Neufreimann (15,0 Prozent) im Norden der Stadt.

Viele zögern trotz großen Interesses

Aber nicht nur die Zahl der Aktionäre, auch das Interesse an Aktien erreicht in der bayerischen Landeshauptstadt Spitzenwerte: Jeder Zweite (46,9 Prozent) hält Aktien für eine sinnvolle Geldanlage. Allerdings bleibt es für viele beim Interesse: Knapp drei von zehn Münchnern begeistern sich für Aktien, ohne welche zu besitzen. Deutschlandweit ist diese Diskrepanz nur in Hannover und Frankfurt am Main etwas größer.

„Die Menschen neigen dazu, auf einen bestimmten Anlass zu warten, der den Ausschlag zum Aktienkauf gibt“, sagt Arno Walter, CEO von comdirect. „Dabei verlieren sie mit Einlagen zu Null- oder Niedrigszinsen quasi täglich Geld. Am besten einfach den ersten Schritt wagen und sich mit kleinem Kapital ausprobieren.“

Risikofreude gibt nicht den Anstoß zum Börseninvestment

Zugleich sind die Menschen in München recht risikofreudig in Geldfragen. Mehr als drei Viertel der Münchner sehen sich als sehr risikoaffin. Vor allem im Stadtzentrum ist diese Neigung sehr stark ausgeprägt und erreicht Werte über 90 Prozent. Spitzenreiter ist der Stadtbezirksteil Oberwiesenfeld am Olympiapark mit 98,9 Prozent – bei einer Aktionärsquote von 17,1 Prozent. Die Risikoneigung verleitet also offensichtlich nicht unbedingt zum Erwerb von Anteilsscheinen. Im Ranking nach Diskrepanz zwischen finanzieller Risikofreude und Aktienbesitz liegt das Viertel auf Platz zwei. Und mehr als ein Drittel der Einwohner in Oberwiesenfeld schwärmt für Aktien, ohne welche zu besitzen: Mit 36,3 Prozent erreicht der Stadtbezirksteil hier ebenfalls den zweithöchsten Wert in München.

„Man ist kein Zocker, wenn man in Aktien investiert. Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil. Es gibt im aktuellen Nullzinsumfeld keine geeignetere Alternative als Wertpapiere und speziell auch den Aktienmarkt. Richtig ausgewählt sind Aktien keine riskante Anlage und vor allem langfristig sogar sehr rentabel“, sagt Arno Walter.

Besserverdiener lassen Renditechancen links liegen

Auch zwischen Wohlstand und Aktienbesitz besteht in München kein zwingender Zusammenhang, wie die Studie belegt. Im vermögendsten Stadtbezirksteil, in Graggenau im Bezirk Altstadt-Lehel, leben knapp 46 Prozent der Einwohner mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.600 Euro und mehr und nur 20 Prozent Aktionäre

Ranking der Münchner Stadtbezirksteile* nach Aktienbesitz

Rang Stadtbezirksteil Aktienquote Aktien-Interesse Finanz. Risikobereitschaft
1

Hackenviertel

24,2%

56,3%

97,0%
2

Deutsches Museum

23,7%

51,2%

96,2%
3 Giesing

23,5%

45,7%

81,0%
4

Angerviertel

23,5%

50,7%

95,6%
5

Universität

23,1%

55,6%

96,7%

6 Thalkirchen

23,0%

44,5%

76,6%
7

Harlaching

23,0%

50,9%

87,2%

8 Schönfeldvorstadt

22,8%

55,1%

95,4%
9

Lehel

22,7%

54,5%

93,1%
10

Parkstadt Bogenhausen

22,3%

49,2%

71,7%
11

Schwabing-Ost

22,1%

54,9%

95,6%
12

Obermenzing

22,1%

47,2%

82,1%

13

Am alten nördlichen Friedhof

22,0%

50,8%

87,0%

14

Altbogenhausen

21,9%

51,7%

85,6%

15 Waldtrudering

21,6%

45,7%

82,0%

16

Herzogpark

21,4%

51,5%

92,5%

17 Augustenstraße

21,3%

53,9%

96,2%

18

21,3%

50,5%

84,0%

19 Solln

21,3%

48,2%

76,4%

20

Neuschwabing

21,3%

52,9%

93,0%

...

 

 

 

102 Neufreimann

15,0%

46,3%

87,2%

103

Messestadt Riem

13,4%

44,4%

95,3%
104 Hasenbergl-Lerchenau Ost

12,8%

34,8%

66,2%

 

 

Münchner Durschnitt

17,8%

46,9%

76,3%

*Die Stadtbezirksteile Kreuzviertel, Königsplatz, Kleinhesselohe und Freiham wurden aufgrund einer zu geringen Einwohnerzahl in der Analyse nicht berücksichtigt.

Über die Studie

Der Städtereport München ist Teil des „Deutschland-Atlas Anlageverhalten“ der comdirect Bank. Dieser basiert auf aktuellen mikrodemografischen Daten von GfK und Acxiom zu Bevölkerungsstruktur, Einkommen, Aktienbesitz und Anlageverhalten in Deutschland. Die Daten wurden auf Ortsteilebene konsolidiert und zu ausgewählten Fragestellungen in Bezug zueinander gesetzt.

Pressearchiv

Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:

Amir Madani Rascado
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06/704-1321
E-Mail:
amir.madanirascado@comdirect.de


Hinweis für Redaktionen
Alle Pressemitteilungen finden Sie unter http://www.comdirect.de/presse
Unser Unternehmensfilm steht hier bereit: http://youtu.be/H4O6oEaIDrs
Sofern Sie keine Informationen erhalten möchten, teilen Sie uns dies bitte mit unter presse@comdirect.de