Städtereport Frankfurt: Jeder dritte Frankfurter von Aktien überzeugt, ohne selbst Aktionär zu sein

Quickborn, 04.02.2016

Bergen-Enkheim ist Aktionärshochburg, das Gallus abgeschlagen / Auch Besserverdiener bei Wertpapier-Investements zaghaft

Quickborn. In der Börsenstadt Frankfurt besitzen rund elf Prozent der Einwohner Aktien. Zugleich halten mehr als 40 Prozent ein Investment in Wertpapiere für eine sehr sinnvolle Geldanlage. Das zeigt der „Städtereport Frankfurt“ von comdirect. Mit über 15 Prozent Aktienbesitzern befindet sich die Frankfurter Aktionärshochburg am nordöstlichen Stadtrand – in Bergen-Enkheim (15,7 %), gefolgt von Oberrad (14,2%) und Sachsenhausen-Süd (13,9%). Westlich des Stadtzentrums ist der Anteil der Aktienbesitzer eher unterdurchschnittlich: Das Gallus ist Schlusslicht des Rankings mit 7,7 Prozent Aktienbesitzern, vor der Altstadt und dem Gutleutviertel mit jeweils rund neun Prozent.

Die Kluft zwischen der Zahl der Aktien-Interessierten und der Atkionäre ist in kaum einer Stadt so groß wie in Deutschlands Finanzmetropole Nummer eins. Drei von zehn Frankfurtern sind von Aktien überzeugt ohne selbst Aktionär zu sein. Deutschlandweit ist diese Diskrepanz nur in Hannover etwas größer (31,5%).

Selbst die direkte Nachbarschaft zu Deutschlands wichtigster Wertpapierbörse bewegt die Menschen offenbar nicht zum Aktienkauf: Der Stadtteil der Frankfurter Börse, die Innenstadt, bleibt mit 10,5 Prozent Aktienbesitzern sogar leicht hinter dem Frankfurter Durchschnitt zurück. Und das, obwohl auch hier das Interesse an Wertpapieren (41,4%) ungebrochen groß ist.

Zaudern in der Finanzmetropole

„Die Frankfurter haben großes Interesse an Aktien – doch viele trauen sich nicht heran“, sagt Daniel Schneider, Leiter Investing bei der comdirect bank. „Der Umgang mit Geld wird in Familien oft von Generation zu Generation weitergegeben. Sparen mit festen Zinsen galt dabei jahrzehntelang als das Vernünftigste. In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase wird Vermögen auf diese Weise eher vernichtet als aufgebaut – das Geld sollte wertsteigernd investiert werden“, sagt Schneider.

Auch Besserverdiener bei Aktien-Investements zaghaft

Zwischen Wohlstand und Risikobereitschaft auf der einen Seite und Aktienbesitz auf der anderen Seite besteht kein automatischer Zusammenhang. Das zeigt ein Blick auf Frankfurts einkommensstärksten und zugleich risikofreudigsten Stadtteil. Im Westend-Süd leben rund 40 Prozent der Einwohner mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.600 Euro und mehr, gut 80 Prozent bezeichnen sich selbst als risikofreudig in finanziellen Fragen. Aber nur 12 Prozent haben Unternehmensanteile im Depot. Das macht den Stadtteil zum Spitzenreiter bei der Diskrepanz zwischen dem Anteil der Besserverdiener und der Aktienbesitzer.

Frankfurts Aktionärshochbuch Bergen-Enkheim dagegen liegt im Stadtviertel-Ranking nach Einkommensstärke lediglich auf Platz 10: Gut 35 Prozent der Bewohner des östlichsten Stadtteils der Main-Metropole verfügen über ein hohes Einkommen. „Man muss weder reich, noch ein Zocker sein, um in Aktien zu investieren. Das sind weit verbreitete Vorurteile. Richtig investiert sind Aktienmärkte auch für langfristig orientierte Kleinanleger sinnvoll“, sagt Daniel Schneider.

„Die Menschen sollten ihre Scheu vor Aktien überwinden. Am besten einfach den Schritt wagen und sich mit kleinem Kapital ausprobieren. Das geht auch mit Sparplänen“, rät Schneider. „Denn Wertpapiere eignen sich zum Vermögensaufbau wie auch zur Alterssicherung.“

Ranking der Frankfurter Stadtteile* nach Aktienbesitz

Rang Ortsteil Aktienquote Aktien-Interesse Finanzielle Risikobereitschaft
1

Bergen-Enkheim

15,7%

44,6%

50,4%
2

Oberrad

14,2%

44,2%

53,8%
3 Sachsenhausen-Süd

13,9%

46,6%

61,7%
4

Hausen

13,8%

40.4%

55,8%
5

Praunheim

13,1%

37,2%

43,6%

6 Bonames

13,0%

34,6%

30,1%
7

Harheim

13,0%

40,1%

46,4%

8 Nieder-Erlenbach

13,0%

45,8%

64,7%
9

Nieder-Eschbach

13,0%

36,6%

48,9%
10

Kalbach

12,9%

31,0%

67,5%
11

Westend-Nord

12,8%

45,7%

69,1%
12

Schwanheim

12,6%

10,4%

15,7%

13

Heddernheim

12,4%

21,9%

27,5%

14

Niederursel

12,4%

11,7%

16,8%

15 Dornbusch

12,3%

7,6%

14,8%

16

Westend-Süd

12,3%

17,1%

18,0%

17 Frankfurter Berg

11,9%

12,7%

19,5%

18 Seckbach

11,9%

34,1%

36,3%

19 Eschersheim

11,7%

7,2%

16,1%

20

Sachsenhausen-Nord

11,6%

67,8%

63,8%

...

 

 

 

94 Gutleutviertel

9,1%

39,2%

59,5%

95

Altstadt

9,0%

43,%

45,0%
96 Gallus

7,7%

28,5%

49,8%

Über die Studie

Der Städtereport Frankfurt ist Teil des „Deutschland-Atlas Anlageverhalten“ der comdirect Bank. Dieser basiert auf aktuellen mikrodemografischen Daten von GfK und Acxiom zu Bevölkerungsstruktur, Einkommen, Aktienbesitz und Anlageverhalten in Deutschland. Die Daten wurden auf Stadtteilebene konsolidiert und zu ausgewählten Fragestellungen in Bezug zueinander gesetzt.

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Ansprechpartner für diese Pressemitteilung:

Amir Madani Rascado
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, 25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06/704-1321
E-Mail:
amir.madanirascado@comdirect.de


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