comdirect Brokerage Index: Privatanleger trotz Krimkrise weiter in Kauflaune

Quickborn, 09.04.2014

Günstiges Kursniveau genutzt und Depots aufgestockt – Gazprom meistgekaufte Aktie – Indexstand März: 106 Punkte

Quickborn. Die Krimkrise hat die deutschen Privatanleger nur kurzzeitig verunsichert. Insgesamt gesehen blieben sie im März optimistisch, verfolgten die aktuelle Entwicklung aufmerksam und nutzten das günstige Kursniveau für Zukäufe. Das zeigt der comdirect Brokerage Index, der mit 106 Punkten abermals über dem Jahresdurchschnitt 2013 lag. Wie schon in den Vormonaten Januar (107 Punkte) und Februar (106,1 Punkte) überwogen die Wertpapierkäufe gegenüber den -verkäufen. Zu Monatsbeginn – als die Krise in der Ukraine eskalierte und die Börsenkurse weltweit nachgaben – hatten die Privatanleger in großem Umfang Aktien und andere Wertpapiere abgestoßen. „Aber schon kurz nachdem sich die Börsen Mitte März erholten, wurden die Depots wieder kräftig aufgestockt“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect.


Quelle: comdirect bank AG

Insgesamt ist das erste Quartal 2014 – wie schon im Vorjahr – von Zukäufen geprägt, nicht zuletzt bei Aktien. Der Brokerage Index für diese Wertpapierklasse etwa stieg im vergangenen Monat um 4,2 auf 104,6 Punkte. „Aber von einer Goldgräberstimmung wie Anfang 2013 kann keine Rede sein“, so Wolf. Die Anleger seien weiterhin zuversichtlich. „Sie bleiben aber auf der Hut, was die zukünftige Entwicklung des DAX betrifft. Das nächste Allzeithoch ist für sie offenbar keine Selbstverständlichkeit.“

Im März passten die Anleger ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen sehr aufmerksam den aktuellen Trends an. So führt das russische Energieunternehmen Gazprom die Liste der Top-Aktienkäufe an: „Der Kurs war im Zuge der politischen Krise zunächst gefallen, zog dann aber wieder an“, analysiert Wolf. „Die Privatanleger haben reagiert und investiert.“ Besonders beliebt waren darüber hinaus die Aktien von Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz und BASF.

Die angespannte Situation bei der Fluggesellschaft Air Berlin wirkte sich auf das Geschäft mit Anleihen des Unternehmens aus. Diese Papiere standen bei vielen comdirect Kunden im März auf der Verkaufsliste. „Offenbar hat das Vertrauen der Anleger durch die mehrmalige Verschiebung der Bilanzpressekonferenz gelitten“, analysiert Wolf. Insgesamt sank der Brokerage Index bei Renten von 110,4 Punkten im Februar auf nun 107,1 Punkte. Rückläufig war der Kauftrend auch bei Fonds. Der Index ging von 119,8 Punkten auf aktuell 111,7 Punkte zurück. „Einige Klassiker unter den Aktienfonds, deren Performance offenbar unter den Erwartungen blieb, wurden verkauft. Dafür waren einige Rentenfonds wieder im Kommen“, berichtet Wolf.

Der comdirect Brokerage Index im Detail März 2014 Februar 2014
Index gesamt 106,0 106,1
Aktien 104,6 100,4
Fonds (ohne Sparpläne) 111,7 119,8
Zertifikate 99,1 103,4
Renten 107,1 110,4
Optionsscheine 91,7 93,1

Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die handelsaktiven Privatanleger tendenziell eher Wertpapiere kaufen oder ob sie eher verkaufen. Für die Berechnung des Indexwertes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 850.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem Durchschnitt des vorangegangenen Jahres verglichen. Beim Gesamtindex werden die Wertpapierklassen Aktien, Fonds, Zertifikate, Renten und Optionsscheine entsprechend ihres Anteils an den Gesamtorderzahlen berücksichtigt. Ein Indexwert für jede einzelne Anlageform wird jeweils gesondert berechnet. Orders institutioneller Kunden und Sparpläne fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass im betrachteten Monat im Vergleich zum Referenzeitraum Wertpapiere eher gekauft wurden. Ein Stand unter 100 Punkten zeigt im Vergleich zum Referenzzeitraum an, dass Wertpapiere eher verkauft wurden. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

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Telefon +49 (0) 41 06/704-1192,
E-Mail:
annika. fischer@comdirect.de


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