Pressemitteilung

13.09.2013 - comdirect Brokerage Index: Anleger in Lauerstellung

Gewinnmitnahmen vor allem bei Aktien – Indexstand im August: 92,4 Punkte

Quickborn. Angesichts hoher Kursniveaus und unsicherer Börsenaussichten haben die deutschen Privatanleger im August einen Gang zurückgeschaltet: Sie haben im vergangenen Monat überwiegend Aktien, Fonds und Anleihen verkauft und weniger in Zertifikate oder Optionsscheine investiert als noch im Juli. Anders als noch in den Vormonaten wurde das zwischenzeitlich niedrigere Kursniveau jedoch kaum dazu genutzt, um wieder neu zu investieren. Der comdirect Brokerage Index, der die Transaktionen von rund 800.000 comdirect Depotkunden widerspiegelt, sank über alle Wertpapierklassen gesehen auf 92,4 Punkte. „Die Anleger haben in den vergangenen Wochen offensichtlich nicht daran geglaubt, dass die hohen Kurse nachhaltig sind“, analysiert Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect. „Sie haben sich zurückgehalten – nicht nur bei Aktien, sondern auch bei anderen Wertpapieren.“


Quelle: comdirect bank AG

Die Anleger haben im August vor allem Fondsanteile abgestoßen. In dieser Anlageklasse ging der Brokerage Index um mehr als 30 auf aktuell 52,5 Punkte zurück. „Viele Privatanleger sind insbesondere aus Aktienfonds ausgestiegen“, sagt Wolf. Bei den direkten Aktieninvestments ging der Brokerage Index leicht zurück. Der Indexwert sank von 92,4 Punkten im Juli auf 89,4 im August. „Besonders aktive Anleger haben die starken Kursschwankungen bei einzelnen Aktien als Renditechance genutzt“, so Wolf. So sind die Papiere von K+S und der Commerzbank sowohl die meistgekauften Titel als auch ganz oben auf der Verkaufsliste. Überwiegend verkauft wurden außerdem Aktien der Deutschen Telekom, von Daimler und dem Windkraftanlagenbauer Nordex.

Der Brokerage Index für Anleihen sank von 66,5 auf 50,6 Punkte. „An der Spitze der Verkäufe liegen spanische und italienische Staatsanleihen“, so Wolf. Viele Anleger hätten die spanischen Papiere noch vor der Endfälligkeit abgestoßen – obwohl die Regierung in Madrid diese letztlich voll bedient hat. „Hier wirkt sich offensichtlich die fortgesetzte Unsicherheit über die Eurokrise aus“, sagt Wolf.

Bei Zertifikaten und Optionsscheinen liegt der Indexwert knapp über der 100 Punkte-Marke: 101,7 und 104,2 Punkte. Im Juli waren beide Indexwerte mit 105,8 und 112,0 Punkten höher. „Damals wollten sich viele Anleger vor allem über Optionsscheine auf deutliche Kursbewegungen vorbereiten,“ erklärt Wolf. „Dieser Trend hat sich nicht fortgesetzt: Der Handel in beiden Anlageklassen ist auf Normalmaß zurückgegangen.“

Stefan Wolf Für ein Interview mit Stefan Wolf,
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Annika Fischer, Telefon: 04106/704-1192,
E-Mail: annika.fischer@comdirect.de

 

Der comdirect Brokerage Index im Detail August 2013 Juli 2013
Index gesamt 92,4 98,8
Aktien 89,4 92,4
Fonds (ohne Sparpläne) 52,5 83,5
Zertifikate 101,7 105,8
Renten 50,6 66,5
Optionsscheine 104,2 112,0

Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die Privatanleger tendenziell stärker in Wertpapiere investieren oder ob die Investitionsneigung eher rückläufig ist. Für die Berechnung des Indexes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 800.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem langjährigen Durchschnitt verglichen. Orders institutioneller Kunden fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass die Kaufbereitschaft der Anleger im betrachteten Monat zunahm; ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Investitionsbereitschaft hin. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

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