25 Jahre DAX: Deutsche sind Börsenmuffel – andere Europäer greifen öfter zu Aktien

Quickborn, 28.06.2013

comdirect Wertpapierradar Europa – Acht Länder im Vergleich – Viele Polen und Spanier planen Wertpapiere zu kaufen


Quickborn. Der DAX wird 25, aber die Geburtstagsparty ist kein rauschendes Volksfest. Im Gegenteil: Viele Deutsche nehmen die Einladung nicht an. Das zeigt das „comdirect Wertpapierradar Europa“, eine vergleichende Studie in acht Ländern. Demnach haben lediglich 18 Prozent der Deutschen vor, in diesem Jahr Aktien zu kaufen. Zum Vergleich: In Polen planen dies 29 Prozent der Befragten, in Spanien immerhin 26 Prozent.

Die Zurückhaltung in Deutschland überrascht, denn der DAX hat seit seinem Start im Juli 1988 im Durchschnitt jährlich acht Prozent hinzugewonnen und seinen Wert insgesamt um mehr als 587 Prozent gesteigert. „Das heißt, bei aller Volatilität ist die Aktie langfristig eine attraktive Anlageform“, sagt Dr. Thorsten Reitmeyer, Vorstandsvorsitzender von comdirect. „In vielen europäischen Ländern sehen die Menschen eher die Chancen der Wertpapieranlage“, sagt Reitmeyer. „Hier kann Deutschland etwas lernen: Die Schweden etwa beweisen besonderen Mut zu Aktien. Viele Deutsche dagegen haben Vorbehalte.“

Für die Studie, die comdirect heute veröffentlicht, wurden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Schweden und Spanien insgesamt 6.460 Personen zu Aktien und Wertpapieren befragt. Weitere Ergebnisse: In anderen Ländern haben mehr Bürger Erfahrung mit Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren. In Deutschland sind mit 25 Prozent nur wenige Befragte der Meinung, dass die Aktie eine sichere Anlage ist. Zum Vergleich: Über drei Viertel (77 Prozent) glauben an das klassische Sparbuch. Es ist neben der eigenen Immobilie die bevorzugte Geldanlage der Deutschen – mit weitem Vorsprung vor der Aktie. Das geht aus dem „Factbook Aktie“ hervor, das comdirect heute ebenfalls vorlegt. Es beleuchtet die deutsche Aktienkultur mit zahlreichen anschaulichen Tabellen und Grafiken sowie erläuternden Texten.

„Wir erleben gerade eine großflächige Vermögensvernichtung in Deutschland. Wer heute sein Geld für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge ausschließlich auf Sparkonten legt, tappt in die Niedrigzinsfalle“, sagt Reitmeyer. „Aktien bieten langfristig zumindest die Chance, eine Inflation zu kompensieren oder zu übertreffen.“ Unter jenen Befragten, die weder Wertpapiere besitzen noch Kaufpläne hegen, können sich in Deutschland nur 16 Prozent überhaupt vorstellen, jemals Aktien zu kaufen.
„Jetzt ist Aufklärung über die Chancen und Risiken von Aktien gefragt“, sagt Reitmeyer. „Dann können die nächsten 25 Jahre DAX auch für die Privatanleger eine Erfolgsgeschichte werden.“

Grafik: Befragte, die Aktien und Sparbuch als sicher einschätzen


Frage: „Bitte bewerten Sie die Sicherheit der folgenden Geldanlagen (d. h. ob Sie Ihr angelegtes Geld auf jeden Fall wiederbekommen) auf einer Skala von 1 = sehr sicher bis 4 = äußerst unsicher, wenn Sie von einer Laufzeit von etwa 10 Jahren ausgehen.“ Basis: Alle Befragten (Deutschland n = 2.960; restliche Länder n = 500).
Zusammengefasstes Ergebnis für „sehr sicher“ und „eher sicher“. Alle Angaben in Prozent.



Über die Studie
Die Daten für das „comdirect Wertpapierradar Europa“ wurden vom Marktforschungsdienstleister Toluna in acht Ländern erhoben und von comdirect ausgewertet. In einem Online-Panel wurden insgesamt 6.460 Personen über 18 Jahren befragt, quotiert nach Alter, Geschlecht und Region.

Das „comdirect Wertpapierradar Europa“ mit zahlreichen Daten und Grafiken steht zum Download bereit unter www.comdirect.de/wertpapierradar_europa

Über das Factbook
Das „Factbook Aktie“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt Research Institute. Es enthält Zahlen, Daten und Fakten rund um die Aktienkultur in Deutschland und stellt diese anschaulich da. Unter www.comdirect.de/factbookaktie kann das „Factbook Aktie“ herunter geladen werden.

 

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Annika Fischer
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E-Mail: annika.fischer@comdirect.de

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