Pressemitteilung

10.06.2013 - comdirect Brokerage Index: Privatanleger schalten bei Aktien einen Gang zurück

Kaufbereitschaft bei Wertpapieren lässt nach – Hohe Kursniveaus lösen Gewinnmitnahmen aus – Indexstand Mai: 90,6 Punkte

Quickborn. Nach der mehrwöchigen Kursrallye am deutschen Aktienmarkt haben die Privatanleger eine Verschnaufpause eingelegt. Getreu der Börsenweisheit „Sell in May and go away“ wurden vielfach Dividendenzahlungen verbucht und die gestiegenen Kursniveaus für gewinnbringende Verkäufe genutzt. Auf Monatssicht überwog die Verkaufsbereitschaft, so dass der comdirect Brokerage Index auf 90,6 Punkte (April: 109,1 Punkte) zurückging. „Offenbar haben viele Anleger Respekt vor der rasanten Bergfahrt bekommen und vorsichtshalber lieber Kasse gemacht“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei comdirect.


Quelle: comdirect bank AG


Die Konsolidierung der Börsenkurse schlägt sich auch im Brokerage Index für die Anlageklasse Aktien nieder, der deutlich um mehr als 30 Punkte auf 93,4 Punkte sank (April: 126,0 Punkte). Auf großes Interesse stieß die Kapitalerhöhung der Commerzbank, deren Titel die Liste der Top-Fünf-Käufe anführt. Dahinter folgen die dividendenstarken Papiere von Eon und Telekom sowie die Deutsche Bank. Gefragt war zudem die Aktie des US-Immobilienfinanzierers Fannie Mae, der zuvor einen hohen Quartalsgewinn verkündete. „Einmal mehr haben viele Privatanleger ihr gutes Gespür für den richtigen Zeitpunkt bewiesen. Sie sind ausgestiegen, solange die Kurse noch oben waren, und bei Ausschlägen nach unten wieder sukzessive in den Markt zurückgekehrt“, so Wolf.

Bei Zertifikaten und Optionsscheinen überwog hingegen die Kaufbereitschaft. Während der Index für Zertifikate bei 103,0 Punkten stabil blieb, ging er bei den Optionsscheinen im Vergleich zum April (107,5 Punkte) auf 101,0 Punkte zurück. Die begehrtesten Papiere waren allesamt Puts auf den Dax. „Das bestätigt, dass viele Anleger hier tendenziell eher mit Rücksetzern gerechnet haben“, sagt Stefan Wolf.

Die Nachfrage nach Rentenpapieren blieb gering. Am ehesten waren Anleihen von SAP, Deutscher Post, Alcatel sowie zwei Griechenland-Bonds auf der Kaufliste. Der Index für die Anlageklasse nahm erneut auf 49,7 Punkte (April: 54,9 Punkte) ab. Nicht viel anders präsentiert sich das Bild bei Fonds: Auch hier sank der Index mit noch 45,5 Punkten unter die 50-Punkte-Marke (April: 72,7 Punkte). „Insbesondere Aktienfonds standen auf der Verkaufsliste vieler Privatanleger“, so Wolf.

Der comdirect Brokerage Index im Detail Mai 2013 April 2013
Index gesamt 90,6 109,1
Aktien 93,4 126,0
Fonds (ohne Sparpläne) 45,5 72,7
Zertifikate 103,0 103,0
Renten 49,7 54,9
Optionsscheine 101,0 107,5
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Video-Statement zum Brokerage Index Mai unter dem Menüpunkt „Videos/Audio" auf www.comdirect.de/brokerageindex

Interview zum Brokerage Index Mai unter
http://youtu.be/vG7nOsdo3pI

Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die Privatanleger tendenziell stärker in Wertpapiere investieren oder ob die Investitionsneigung eher rückläufig ist. Für die Berechnung des Indexes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 800.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem langjährigen Durchschnitt verglichen. Orders institutioneller Kunden fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass die Kaufbereitschaft der Anleger im betrachteten Monat zunahm; ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Investitionsbereitschaft hin. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

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Annika Fischer
comdirect bank AG, Pascalkehre 15, D-25451 Quickborn
Telefon +49 (0) 41 06/704-1192
E-Mail annika.fischer@comdirect.de.

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