Pressemitteilung

19.11.2012 - Städtereport Köln: Trendsetter bevorzugen die Neu- und Altstadt

Auch Ehrenfeld ist stark gefragt – In Blumenberg, Volkhoven/Weiler und Ossendorf leben überdurchschnittlich viele Singles und Kinder – Senioren wohnen am häufigsten in Heimersdorf und Riehl – comdirect legt soziodemografische Analyse der 86 Stadtteile vor

Quickborn. Köln ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Heute leben vier Prozent mehr Menschen in der Stadt als zur Jahrtausendwende. Unter den deutschen Metropolen stieg die Einwohnerzahl nur in München (plus 12 Prozent) und Frankfurt (plus 5 Prozent) stärker. Den größten Zuzug verzeichneten Libur (plus 75 Prozent), Ossendorf (plus 35 Prozent) und Widdersdorf (plus 32 Prozent). Deutlich mehr Zu- als Abwanderung gab es zudem in Merheim (plus 30 Prozent) und Elsdorf (plus 27 Prozent). Für die nähere Zukunft prognostiziert das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) jedoch einen leichten Bevölkerungsrückgang. Demnach nimmt die Einwohnerzahl der Domstadt bis zum Jahr 2025 um 0,1 Prozent ab. Zum Vergleich: Die 50 größten deutschen Städte werden im selben Zeitraum im Schnitt 2,8 Prozent ihrer Bewohner verlieren. Das sind ausgewählte Ergebnisse des neuen Städtereports Köln, den comdirect auf der Basis soziodemografischer Analysen der 86 Stadtteile erstellt hat.

Die Bevölkerungsdichte Kölns ist im Vergleich der deutschen Metropolen mit 2.465 Einwohnern je Quadratkilometer unterdurchschnittlich. München (4.366/km²) und Berlin (3.806/km²) weisen deutlich höhere Werte aus. Am dichtesten besiedelt sind die Neustadt-Süd (13.322/km²) und Mauenheim (11.066/km²). Gleichzeitig bietet Köln viel Raum zur Entspannung: Grünanlagen und Erholungsflächen (ohne Wälder) machen 11,5 Prozent des Stadtgebiets aus. Mit einer Quote von 15,7 Prozent verfügt die Domstadt zudem über den höchsten Kinderanteil der deutschen Millionenstädte. „Köln ist eine entspannte Metropole: Viel Raum zur Entfaltung, viele Grünflächen, die Gelassenheit der Bewohner und gute Bedingungen für Familien sorgen für hohe Lebensqualität“, sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei comdirect. „Allerdings lässt die große Nachfrage nach Wohnraum die Immobilienpreise deutlich steigen.“

Trendsetter bevorzugen die Stadtteile im Zentrum Kölns

In Köln ist mehr als jeder vierte Einwohner (28,2 Prozent) Trendsetter – er zählt zum kultur- und freizeitorientierten oder sozial und beruflich aufstrebenden Teil der Bevölkerung. Spitzenreiter ist München (50,7 Prozent). Besonders angesagt ist das Zentrum Kölns: Neustadt-Süd (94,8 Prozent), Ehrenfeld (88,1 Prozent), Neustadt-Nord (86,7 Prozent), Altstadt-Süd (85,5 Prozent) sowie Altstadt-Nord (64,1 Prozent).

Grafik: Neustadt-Süd, Ehrenfeld und Neustadt-Nord bei Trendsettern beliebt
Anteil der Personen an der Bevölkerung, die zu Trend-Geoclustern* gezählt werden


Neustadt-Süd, Ehrenfeld und Neustadt-Nord bei Trendsettern beliebt

* Zu den Trend-Geoclustern zählen das urban-aktive Cluster, das großstädtische Aufsteigercluster und das urban-nonkonforme Cluster. Personen, die sich diesen Clustern zuordnen lassen, gelten als besonders kultur- und freizeitorientiert, sozial und beruflich aufstrebend oder Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen.

Singles wohnen am häufigsten in Blumenberg

In Köln leben im Vergleich der Metropolen unterdurchschnittlich viele Singles. In Berlin (50,1 Prozent) und Hamburg (48 Prozent) ist der Anteil deutlich größer. Vier von zehn Einwohnern (40,3 Prozent) sind entweder ledig oder geschieden und wohnen nicht mit einem Partner zusammen. Das entspricht exakt dem Durchschnitt der 50 größten Städte Deutschlands. Besonders häufig leben Alleinstehende in Köln im Norden und Osten der Stadt: Am höchsten ist der Singleanteil in Blumenberg (49,8 Prozent), Volkhoven/Weiler (47,2 Prozent) und Ossendorf (45,7 Prozent), gefolgt von Libur (44,9 Prozent), Vingst (44,5 Prozent) und Kalk (44,3 Prozent).

In Heimersdorf und Riehl ist der Seniorenanteil am höchsten

Beim Kinderanteil liegt die Domstadt über dem bundesweiten Durchschnitt. 15,7 Prozent der Einwohner sind jünger als 18 Jahre, der Mittelwert der 50 größten Städte in Deutschland beläuft sich auf 15,2 Prozent. Stadtteile mit hohen Anteilen an Kindern sind Blumenberg (25,9 Prozent), Volkhoven/Weiler (24,8 Prozent) und Ossendorf (24,2 Prozent). Hohe Kinderquoten weisen zudem Libur (23,9 Prozent) und Chorweiler (22,6 Prozent) aus.

Ältere Menschen wohnen in Köln außerhalb des Stadtzentrums. Der Anteil über 60-Jähriger ist in Heimersdorf (37,3 Prozent), Riehl (35,1 Prozent) und Rodenkirchen (35 Prozent), aber auch in Pesch (34,8 Prozent) und Neubrück (31,2 Prozent) überdurchschnittlich hoch. Auf ganz Köln gerechnet liegt der Seniorenanteil bei 23,3 Prozent. Das entspricht fast dem Durchschnitt der Metropolen (23,5 Prozent), liegt aber deutlich unter dem Schnitt der 50 größten Städte Deutschlands (26 Prozent).

Der Städtereport Köln mit zahlreichen weiteren Daten und Grafiken steht zum Download bereit unter www.comdirect.de/staedtereport


Basis des Städtereports Köln
Der Städtereport Köln stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Analyse im Auftrag von comdirect dar. Fokus der bevölkerungswissenschaftlichen Untersuchung war das demografische Wohn- und Lebensumfeld in den 86 Stadtteilen Kölns. Als Grundlage dienten Daten von Acxiom Deutschland, dem Statistischen Landesamt, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung und von comdirect. Die Auswertung der Daten erfolgte im September 2012. Weitere Erläuterungen zur Datenbasis und Methodik finden sich im Anhang des Städtereports.

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