Pressemitteilung

18.10.2012 - Städtereport Berlin: Hohe Kinderanteile in Gatow und im Märkischen Viertel

Viele junge Bewohner auch in Dahlem und Gesundbrunnen – Bevölkerung der Hauptstadt wächst laut Prognosen weiter - Singles leben am häufigsten in Friedrichshain, Neukölln und Rummelsburg - Trendsetter zieht es nach Friedenau und Prenzlauer Berg - Die Stadtrandsiedlung Malchow ist bei Senioren besonders beliebt - comdirect legt soziodemografische Analyse der 96 Stadtteile vor 

Quickborn. Die Einwohnerzahl Berlins ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Mit gut 3,4 Millionen Bewohnern leben heute drei Prozent mehr Menschen in Deutschlands größter Stadt als zur Jahrtausendwende. Auch für die nähere Zukunft stehen die Zeichen auf Wachstum: Prognosen zufolge wird die Bevölkerung bis zum Jahr 2025 um 0,7 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Die 50 größten Städte Deutschlands werden im selben Zeitraum im Schnitt 2,8 Prozent ihrer Einwohner verlieren. Den größten Zuzug gab es in Falkenberg (plus 78 Prozent) und Gatow (plus 33 Prozent). Deutlich mehr Zu- als Abwanderung verzeichneten auch Rummelsburg (plus 22 Prozent) und Niederschönhausen (plus 19 Prozent). Das ist eine Auswahl der Ergebnisse des Städtereports Berlin, den comdirect auf der Basis von soziodemografischen Analysen der 96 Stadtteile erstellt hat.

Mit 3.801 Einwohnern je Quadratkilometer ist Berlin nach München (4.366/km²) die am dichtesten besiedelte Metropole Deutschlands. Die höchste Konzentration weisen die Stadtteile Friedenau (17.181/km²) und Fennpfuhl (14.030/km²) aus. Gleichzeitig bietet die Hauptstadt unter den deutschen Metropolen den meisten Raum zur Entspannung: Grünanlagen und Erholungsflächen (ohne Wälder) machen 12,6 Prozent des Berliner Stadtgebietes aus. „Berlin verbindet Großstadtflair mit Naherholung – das macht die Stadt sehr lebenswert“, sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei comdirect. „Das wirkt sich auch auf den Immobilienmarkt aus: Die Preise für Wohneigentum in attraktiven Lagen sind zuletzt stark gestiegen.“ 

Für Trendsetter sind vor allem die zentrumsnahen Stadtteile attraktiv

In Berlin ist mehr als jeder vierte Einwohner (26,8 Prozent) Trendsetter – er zählt zum kultur- und freizeitorientierten oder sozial und beruflich aufstrebenden Teil der Bevölkerung. Bundesweiter Spitzenreiter ist München (50,7 Prozent). In Berlin sind die Stadtteile rund um Berlin-Mitte besonders angesagt: In Friedenau (79,7 Prozent), Prenzlauer Berg (79,5 Prozent) und Friedrichshain (76,8 Prozent) ist die Zahl der Trendsetter überdurchschnittlich hoch. „Während in Friedenau die Preise trotz der guten Lage noch relativ günstig sind, sind sie in Friedrichshain zuletzt bereits deutlich gestiegen. Der Szene-Stadtteil Prenzlauer Berg mit seinen vielen schönen Altbauwohnungen zieht Gutverdiener, Künstler und Prominente an“, so Lücke.

Grafik: Friedenau, Prenzlauer Berg und Friedrichshain bei Trendsettern beliebt
Anteil der Personen an der Bevölkerung, die zu den Trend-Geoclustern* gezählt werden


Friedenau, Prenzlauer Berg und Friedrichshain bei Trendsettern beliebt

* Zu den Trend-Geoclustern zählen das urban aktive Cluster, das großstädtische Aufsteigercluster und das urban-nonkonforme Cluster. Personen, die sich diesen Clustern zuordnen lassen, gelten als besonders kultur- und freizeitorientiert, sozial und beruflich aufstrebend oder Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen.

Singles wohnen am häufigsten in Friedrichshain und Neukölln 

Berlin ist vor Hamburg (48 Prozent) die Single-Hauptstadt Deutschlands. Mehr als jeder zweite Einwohner (50,1 Prozent) ist entweder ledig oder geschieden und lebt nicht mit einem Partner zusammen. Damit wohnen in der Hauptstadt deutlich mehr Singles als in München (41,6 Prozent) oder Köln (40,3 Prozent). Der Single-Anteil ist zugleich weit höher als der Durchschnitt der 50 größten Städte (40,3 Prozent). Besonders häufig leben Alleinstehende in Berlin im Zentrum der Stadt: Am höchsten ist der Single-Anteil in Friedrichshain (57,8 Prozent) und Neukölln (57,5 Prozent), gefolgt von Rummelsburg (57,4 Prozent) sowie Kreuzberg (57,2 Prozent).

In der Stadtrandsiedlung Malchow ist der Senioren-Anteil am höchsten

Beim Kinder-Anteil liegt Berlin unter dem bundesweiten Durchschnitt. 14,5 Prozent der Einwohner sind jünger als 18 Jahre, der Mittelwert der 50 größten Städte in Deutschland beläuft sich auf 15,2 Prozent. Stadtteile mit hohen Anteilen an Kindern sind Gatow (22,2 Prozent), das Märkische Viertel (21,9 Prozent) und Dahlem (20,4 Prozent). Hohe Kinderquoten weisen zudem Gesundbrunnen (20,2 Prozent) und Niederschönhausen (19,1 Prozent) aus. „Vor allem Dahlem ist für Familien sehr gut geeignet, weil es dort sehr grün ist und gute Anbindungen zum Zentrum bestehen. Im Märkischen Viertel ist Wohnen dagegen deutlich preisgünstiger“, sagt Lücke.

Ältere Menschen wohnen in der Hauptstadt häufig außerhalb des Stadtkerns, gerne auch am Stadtrand. Der Anteil über 60-Jähriger ist in der Stadtrandsiedlung Malchow (39 Prozent), in Grunewald (38,9 Prozent), Friedrichshagen (37,6 Prozent) und in Kladow (37,2 Prozent) überdurchschnittlich hoch. Auf ganz Berlin gerechnet liegt der Seniorenanteil bei 24,5 Prozent. Das ist der höchste Wert der fünf Metropolen, aber niedriger als der Durchschnitt der 50 größten Städte Deutschlands (26 Prozent).

Der Städtereport Berlin mit zahlreichen weiteren Daten und Grafiken steht zum Download bereit unter www.comdirect.de/staedtereport


Basis des Städtereports Berlin
Der Städtereport Berlin stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Analyse im Auftrag von comdirect dar. Fokus der bevölkerungswissenschaftlichen Untersuchung war das demografische Wohn- und Lebensumfeld in den 96 Stadtteilen Berlins. Als Grundlage dienten Daten von Acxiom Deutschland, dem Statistischen Landesamt, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung und von comdirect. Die Auswertung der Daten erfolgte im September 2012. Weitere Erläuterungen zur Datenbasis und Methodik finden sich im Anhang des Städtereports.

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