Städtereport Hamburg: Singles wohnen vor allem im Zentrum und auf der Elbinsel

Quickborn, 10.08.2012

Bevölkerung der Hansestadt wächst laut Prognosen weiter – Hohe Kinderanteile in Neuallermöhe und Duvenstedt – Senioren zieht es häufig nach Poppenbüttel, Marmstorf und Rissen – Eimsbüttel und Sternschanze bei Trendsettern besonders beliebt – comdirect bank legt soziodemografische Analyse der 104 Stadtteile vor

Quickborn. Die Einwohnerzahl Hamburgs ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mit rund 1,8 Millionen Bewohnern leben heute vier Prozent mehr Menschen in der Hansestadt als zur Jahrtausendwende. Auch für die Zukunft stehen die Zeichen auf Wachstum, wenn auch moderat: Prognosen zufolge wird die Bevölkerung Hamburgs bis zum Jahr 2025 um weitere 0,6 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Die 50 größten Städte in Deutschland werden im selben Zeitraum im Schnitt 2,8 Prozent ihrer Einwohner verlieren. Den größten Zuzug gab es in Curslack (plus 24 Prozent) und Sinstorf (plus 20 Prozent). Außer Konkurrenz läuft mit einem Plus von 915 Prozent die HafenCity. In diesem erst fünf Jahre alten Stadtteil leben mittlerweile deutlich mehr als 1.000 Einwohner auf einer Fläche, die zuvor praktisch kaum bewohnt war. Deutlich mehr Zu- als Abwanderung verzeichneten auch die Stadtteile Bergstedt, Nienstedten und Allermöhe (jeweils plus 13 Prozent). Das sind Ergebnisse des neuen Städtereports Hamburg, den comdirect auf der Basis von soziodemografischen Analysen der 104 Stadtteile der Hansestadt erstellt hat.

Mit 2.306 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Hamburg die am dünnsten besiedelte Metropole Deutschlands. In München ist die Bevölkerungsdichte fast doppelt so hoch (4.366 Einwohner/km2). „Hamburg bietet seinen Bewohnern Platz zur Entfaltung und große Wirtschaftskraft. Diese Vorzüge gehen allerdings mit hohen Immobilienpreisen einher“, sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei comdirect. „Steigerungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. Wegen der starken Nachfrage nach Wohnraum in exponierter Lage sind teils enorme Preissprünge zu beobachten.“ In Hamburg wohnen die meisten Einwohner je Quadratkilometer in Hoheluft-West (17.583/km2) und Eimsbüttel (17.132/km2).

Für Trendsetter sind vor allem die zentrumsnahen Stadtteile attraktiv

Hamburg ist eine der Trendsetter-Hochburgen in Deutschland. Fast jeder dritte Einwohner (30,1 Prozent) zählt zum kultur- und freizeitorientierten oder sozial sowie beruflich aufstrebenden Bevölkerungsteil. Besonders im Trend liegen Stadtteile im Zentrum: Eimsbüttel (94,9 Prozent), Sternschanze (93,8 Prozent) und Hoheluft-West (92,9 Prozent) weisen einen extrem hohen Anteil an Trendsettern auf. „Die Viertel liegen nahe der Alster, aber nicht in der teureren ersten Reihe. Häufig bestimmen prächtige Altbauten das Stadtbild, und die Verkehrsanbindung ist günstig“, so Lücke.

Grafik: Eimsbüttel, Sternschanze und Hoheluft-West bei Trendsettern beliebt
Anteil der Personen an der Bevölkerung, die zu den Trend-Geoclustern* gezählt werden


Eimsbüttel, Sternschanze und Hoheluft-West bei Trendsettern beliebt

* Zu den Trend-Geoclustern zählen das urban aktive Cluster, das großstädtische Aufsteigercluster und das urban-nonkonforme Cluster. Personen, die sich diesen Clustern zuordnen lassen, gelten als besonders kultur- und freizeitorientiert, sozial und beruflich aufstrebend oder Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen.

Single-Anteil Hamburgs liegt weit über dem bundesweiten Durchschnitt

Nach Berlin (50,1 Prozent) ist Hamburg die Single-Hauptstadt Deutschlands. Fast jeder zweite Einwohner (48 Prozent) ist entweder ledig oder geschieden und lebt nicht mit einem Partner zusammen. Damit wohnen in der Hansestadt deutlich mehr Singles als in München (41,6 Prozent) oder Köln (40,3 Prozent). Der Single-Anteil ist auch höher als der Durchschnitt der 50 größten Städte Deutschlands (40,3 Prozent). Besonders häufig leben Alleinstehende in Hamburg in den Stadtteilen im Zentrum sowie auf der Elbinsel: Am höchsten ist der Single-Anteil in Veddel und im zuletzt neu entstandenen Neuallermöhe (jeweils 57,6 Prozent), gefolgt von Hammerbrook (55,8 Prozent), Kleiner Grasbrook (55,5 Prozent) und Billbrook (54,8 Prozent).

Stadtteile mit hohem Kinder-Anteil liegen auf der Elbinsel und im Nordwesten

Beim Kinder-Anteil liegt die Hansestadt knapp über dem bundesweiten Durchschnitt. 15,3 Prozent der Einwohner sind jünger als 18 Jahre, der Mittelwert der 50 größten Städte in Deutschland beläuft sich auf 15,2 Prozent. Typische Familienviertel mit überdurchschnittlich hohem Anteil an Kindern sind Neuallermöhe (25,7 Prozent) und Duvenstedt (25,3 Prozent). Zu den Stadtteilen mit hoher Kinderquote gehören zudem Allermöhe (25 Prozent), Wohldorf-Ohlstedt (21,7 Prozent), Neuenfelde (21,6 Prozent), Veddel (21,3 Prozent) und Wilhelmsburg (21,3 Prozent). „Die vielen Grünflächen, gute Infrastruktur, eine schnelle Anbindung ans Zentrum und die meist ruhige Lage am Stadtrand sind für Familien sehr attraktiv“, sagt Tobias Lücke.

Auch ältere Menschen wohnen in Hamburg besonders häufig in den grünen Vierteln am Stadtrand. Der Anteil der über 60-Jährigen ist in Poppenbüttel (38,9 Prozent), Marmstorf (36,8 Prozent), Rissen (36,2 Prozent), Wellingsbüttel (36 Prozent) und Blankenese (34,5 Prozent) überdurchschnittlich hoch. Auf ganz Hamburg gerechnet liegt der Seniorenanteil bei 24 Prozent und damit leicht unter dem Durchschnitt der 50 größten Städte Deutschlands (26 Prozent).

Der Städtereport Hamburg mit zahlreichen weiteren Daten und Grafiken steht zum Download bereit unter www.comdirect.de/staedtereport


Basis des Städtereports Hamburg
Der Städtereport Hamburg stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Analyse im Auftrag der comdirect dar. Fokus der bevölkerungswissenschaftlichen Untersuchung war das demografische Wohn- und Lebensumfeld in den 104 Stadtteilen. Als Grundlage dienten Daten von Acxiom Deutschland, dem Statistischen Landesamt, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung und der comdirect bank. Die Auswertung der Daten erfolgte im August 2012. Weitere Erläuterungen zur Datenbasis und Methodik finden sich im Anhang des Städtereports.

Zur Baufinanzierung bei der comdirect bank
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