Pressemitteilung

09.07.2012 - comdirect Brokerage Index: Euro-Gipfel beflügelt Phantasie der Privatanleger

Starke Zukäufe im Vorfeld des Krisentreffens - Gewinnmitnahmen nach positivem Ausgang - Aktien von Thyssen-Krupp stark gefragt – Indexstand Juni: 94,9 Punkte

Quickborn. Die Privatanleger in Deutschland haben vor dem jüngsten Euro-Gipfel in Brüssel gutes Gespür für den richtigen Einstiegszeitpunkt bewiesen. Sie nutzten die Handelstage vor dem politischen Krisentreffen für mutige Zukäufe bei Aktien und realisierten nach den Verhandlungen in verstärktem Maße Gewinne. Das geht aus den Auswertungen zum comdirect Brokerage Index hervor. Insgesamt ließ die Kaufbereitschaft im Juni über alle Anlageklassen hinweg nach, der Index ging gegenüber dem Vormonat (Mai: 103,9 Punkte) auf 94,9 Punkte zurück.

Bei Aktien überwog auf Monatssicht nach wie vor die Kaufbereitschaft. Im Fokus der Anleger standen Banken- und Finanztitel, aber auch Automobilwerte. Aktien von Commerzbank, Deutscher Bank und Daimler wurden am häufigsten geordert. Eine erhöhte Nachfrage gab es zudem bei Thyssen-Krupp: Erstmals seit Monaten zählte das Unternehmen zu den fünf meistgekauften Titeln. Insgesamt sank der comdirect Brokerage Index für die Anlageklasse Aktien auf 112,2 Punkte (Mai: 128,4 Punkte). Von nachlassender Kaufbereitschaft konnte in der letzten Handelswoche allerdings keine Rede sein - im Gegenteil. „Viele Privatanleger haben sich in Erwartung eines positiven Ausgangs kurz vor dem Euro-Gipfel noch mit Aktien eingedeckt. Diese Strategie ist aufgegangen, so dass am Tag danach vermehrt Gewinne realisiert worden sind“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei der comdirect bank.

comdirect Brokerage Index Juni 2012 (Quelle: comdirect)
Quelle: comdirect bank AG


Bei Rentenpapieren ging der Ausverkauf weiter, wenn auch schwächer als zuvor. Der Wert für diese Anlageklasse stieg auf 39,1 Punkte (Mai: 22,4 Punkte), spiegelt aber weiterhin eine hohe Verkaufstendenz wider. Vor allem die Nachwehen des Zwangsumtauschs der Griechenland-Anleihen beschäftigten die Anleger: Gleich fünf Hellas-Bonds waren die meistverkauften Papiere. „Viele stoßen ihre Restposten ab. Die Spekulation auf eine Abwendung des Schuldenschnitts ist gescheitert“, so Wolf.

Auch Fonds wurden überwiegend verkauft. Der Index ging leicht auf 52,1 Punkte (Mai: 56,2 Punkte) zurück. Die Verkaufstendenz bei Aktienfonds verstärkte sich, dafür schwächte sie sich bei Geldmarktfonds ab. „Einige Anleger parken ihr Geld lieber in liquiden Mitteln, selbst wenn dies zurzeit nicht sehr attraktiv ist“, sagt Wolf.

Der comdirect Brokerage Index im Detail
Juni 2012
Mai 2012
Index gesamt 94,9 103,9
Aktien 112,2 128,4
Fonds (ohne Sparpläne) 52,1 56,2
Zertifikate 96,5 99,2
Renten 39,1 22,4
Optionsscheine 98,4 98,9



Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die Privatanleger tendenziell stärker in Wertpapiere investieren oder ob die Investitionsneigung eher rückläufig ist. Für die Berechnung des Indexes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 780.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem langjährigen Durchschnitt verglichen. Orders institutioneller Kunden fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass die Kaufbereitschaft der Anleger im betrachteten Monat zunahm; ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Investitionsbereitschaft hin. Weitere Informationen zum comdirect Brokerage Index und zur Methodik finden Sie in einem Factsheet, das wir Ihnen gerne zusenden.

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