Städtereport Deutschland: Die meisten Menschen zieht es in die Metropolen

Quickborn, 29.02.2012

Fünfstelliges Bevölkerungsplus in München, Berlin und Hamburg – Auch Frankfurt und Köln begehrt – Höchster relativer Zuwachs in Bonn und Münster – comdirect bank veröffentlicht soziodemografischen Vergleich der 50 größten Städte

Quickborn. Die fünf größten deutschen Städte sind als Wohnort derzeit besonders gefragt. Mit einem jährlichen Zuwachs von 18.823 Menschen ist die Nettozuwanderung in München in absoluten Zahlen bundesweit am höchsten, gefolgt von Berlin (plus 16.891). An dritter Stelle rangiert Hamburg, wo das Wanderungssaldo ebenfalls im fünfstelligen Bereich (plus 11.907 Einwohner) liegt. Mit Köln (plus 8.100 Einwohner) und Frankfurt (plus 6.068 Einwohner) belegen die viert- und fünftgrößten Städte Deutschlands auch bei der Zuwanderung die Plätze vier und fünf. Das geht aus Daten des neuen „Städtereport Deutschland“ hervor, den die comdirect bank auf der Basis von mikrogeografischen Analysen der 50 größten deutschen Städte erstellt hat. Der Mittelwert beträgt dabei plus 2.409 Einwohner. Insgesamt sieben Städte verzeichnen einen leichten Rückgang der Bevölkerung.

Die Analyse der Zuwanderung in Relation zur Einwohnerzahl zeigt ein differenziertes Bild: Hier liegt Bonn mit einem jährlichen Zuwachs von 14,1 neuen Bewohnern je 1.000 Einwohnern an der Spitze, dicht gefolgt von Münster (plus 14,0) und München (plus 13,9). Solingen (minus 2,4 je 1.000 Einwohner), Hagen (minus 3,7) und Wiesbaden (minus 5,9) verzeichnen die relativ höchsten Bevölkerungsverluste. Der Mittelwert aller 50 deutschen Städte liegt bei plus 4,6 je 1.000 Einwohner.

Einwohnerzahl wächst bis 2025 nur noch in 16 der 50 größten deutschen Städte

„Die Ergebnisse des neuen comdirect Städtereports zur Bevölkerungsentwicklung spiegeln die Tendenz bei den Miet- und Immobilienpreisen in Deutschland wider. Die Nachfrage nach Wohnraum in den Regionen, die über viele Arbeitsplätze, gute Infrastruktur und ein großes Kultur- und Freizeitangebot verfügen, ist hoch. Städte, die den Menschen dies bieten können, haben die besten Wachstumsaussichten“, sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei der comdirect bank.

Ein Blick in die Zukunft zeigt, welche Städte das meiste Potenzial besitzen. So wird laut Prognosen die Bevölkerung von Freiburg bis zum Jahr 2025 mit 6,3 Prozent am stärksten wachsen (siehe Grafik Seite 2), gefolgt von Wiesbaden (plus 5,5 Prozent), Stuttgart und Augsburg (je plus 3,9 Prozent). Deutlich schrumpfen dürften hingegen viele ostdeutsche Städte: So wird Rostock 11,3 Prozent weniger Einwohner haben als heute, in Magdeburg beträgt der Rückgang 12,2 Prozent. Noch mehr Menschen verlassen Halle/Saale (minus 13,9 Prozent) und Chemnitz (minus 15,4 Prozent).

Bevölkerungsentwicklung der 50 größten Städte Deutschlands bis 2025

Städtereport Bevölkerungswachstum - Grafik




Quelle: Bevölkerungsprognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2005 – 2025; absolute Veränderung in Prozent, Stand der Daten: 2009; Auswertung und Grafik: comdirect bank AG

* Daten für Hannover und Saarbrücken liegen wegen Gebietsreformen im Beobachtungszeitraum nicht vor.

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Basis des Städtereports Deutschland
Der Städtereport Deutschland stellt die Ergebnisse einer repräsentativen Analyse im Auftrag der comdirect dar. Fokus der bevölkerungswissenschaftlichen Untersuchung war das demografische Wohn- und Lebensumfeld in den 50 größten Städten Deutschlands, gemessen an der Einwohnerzahl. Als Grundlage dienten Daten von Acxiom Deutschland, den Statistischen Landesämtern und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung. Die Auswertung der Daten erfolgte im Januar 2012.

Weitere Auswertungen des Städtereports Deutschland oder druckfähige Daten der Grafik stellen wir Ihnen auf Wunsch gerne zur Verfügung.

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