Pressemitteilung

09.01.2012 - comdirect Brokerage Index: Griechenland-Bonds bei Privatanlegern gefragt

Bankaktien auf der Kaufliste – Jahresbilanz: Privatanleger agieren bei starken Kursausschlägen sehr rational – Indexstand Dezember 2011: 104,2 Punkte

Quickborn. Privatanleger in Deutschland, die kurz vor Weihnachten und nach den Feiertagen am Markt aktiv waren, haben kurzzeitige Kursrücksetzer für gezielte Wertpapierkäufe genutzt. Bei einer insgesamt rückläufigen Handelsaktivität waren vor allem Bankaktien gefragt. Eine deutliche Zunahme der Kaufneigung gab es auch bei Rentenpapieren, insbesondere bei Griechenland-Bonds. Das geht aus den Auswertungen zum comdirect Brokerage Index hervor. Der Wert liegt für Dezember bei 104,2 Punkten (November: 113,4 Punkte).

„Bei risikofreudigen Anlegern standen auch Griechenland-Bonds mit kurzen Restlaufzeiten im Fokus, trotz des nach wie vor hohen Ausfallrisikos“, sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading der comdirect bank. Der Brokerage Index für Rentenpapiere stieg dementsprechend deutlich auf 121,0 Punkte (November: 79,1 Punkte). 

comdirect Brokerage Index Dezember 2011 (Quelle: comdirect) 
Quelle: comdirect bank


Zum Jahresende hin ließ die Kaufbereitschaft der Anleger bei Aktien etwas nach. Mit einem Indexstand von 112,5 Punkten (November: 134,0 Punkte) lag der Brokerage Index für diese Anlageklasse aber weiterhin auf einem hohen Niveau, es gab also mehr Käufe als Verkäufe. „Gefragt waren nach wie vor Bankaktien und eher defensive Werte wie Aktien von Versorgern oder Telekommunikationsunternehmen. Automobilwerte wurden eher verkauft“, sagt Wolf, der den Privatanlegern ein gutes Gespür für den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt an der Börse bescheinigt:

„Der Dezember war typisch für 2011. Viele Anleger haben sehr rational agiert und die starken Kursausschläge für sich genutzt. Unsere Auswertungen zum Brokerage Index für das Gesamtjahr zeigen: Bei Schwächephasen an den Finanzmärkten waren gezielte Aktienkäufe zu beobachten. Bei kurzzeitigen Kurserholungen haben sich viele Anleger dann für schnelle Gewinnmitnahmen entschieden. Selbstbestimmte Privatanleger haben sich mittlerweile auf die volatilen Märkte eingestellt.“

Nach wie vor ist bei Fonds ein hoher Verkaufsdruck zu verzeichnen. Mit 55,7 Punkten liegt der Brokerage Index erneut unter dem Vormonatswert (November: 71,0 Punkte). „Viele Anleger haben offensichtlich ihre Depots zum Jahresende hin bereinigt. Davon waren insbesondere Aktienfonds betroffen“, sagt Wolf.

Der comdirect Brokerage Index im Detail

Dezember 2011
November 2011
Index gesamt 104,2 113,4
Aktien 112,5 134,0
Fonds (ohne Sparpläne) 55,7 71,0
Zertifikate 104,2 101,2
Renten 121,0 79,1
Optionsscheine 96,6 99,1
Hintergrund comdirect Brokerage Index
Der comdirect Brokerage Index erscheint monatlich. Die Daten zur Berechnung des comdirect Brokerage Indexes sind repräsentativ für das Verhalten der Privatanleger in Deutschland. Der Index zeigt, ob die Privatanleger tendenziell stärker in Wertpapiere investieren oder ob die Investitionsneigung eher rückläufig ist. Für die Berechnung des Indexes werden die Wertpapierkäufe den -verkäufen der rund 700.000 Depotkunden der comdirect bank AG gegenübergestellt und mit dem langjährigen Durchschnitt verglichen (Basiswert Januar 2005 bis Dezember 2009 = 100). Orders institutioneller Kunden fließen nicht in die Auswertung ein. Für die Berechnung des Indexes ist es unerheblich, ob die Gesamtzahl der Wertpapierorders im Berichtsmonat gestiegen oder gesunken ist. Ein Indexstand über 100 Punkten zeigt an, dass die Kaufbereitschaft der Anleger im betrachteten Monat zunahm; ein Stand unter 100 Punkten deutet auf eine rückläufige Investitionsbereitschaft hin.

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