Pressemitteilung

25.08.2011 - comdirect Studie: Bei Geld und Finanzen entscheidet der Bauch

Geldthemen sind lästige Pflicht - Deutsche übernehmen häufig keine Verantwortung für Anlagefehler

Quickborn. Die Deutschen verlassen sich bei Finanzentscheidungen vor allem auf ihr Bauchgefühl. Für finanzielle Fehlentscheidungen fühlen sie sich jedoch häufig nicht verantwortlich. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie "Kunden-Motive 2011: Kopf oder Bauch? Wie die Deutschen bei Geld und Finanzen entscheiden", herausgegeben von der comdirect bank und durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Forsa. So spielt zum Beispiel für 44 Prozent der Deutschen das Bauchgefühl eine wichtige Rolle, wenn sie über die Finanzierung einer größeren Anschaffung entscheiden. Auch die Meinung des Lebenspartners (32 Prozent) ist für viele wichtig. Empfehlungen von Beratern sind mit 18 Prozent weniger relevant. Testberichte werden nur von 12 Prozent der Befragten zurate gezogen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Finanzentscheidungen sind vielen Deutschen lästig. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) beschäftigt sich zum Beispiel nur ungern mit Finanzierungsfragen. Entscheidungen zu Finanzthemen werden daher häufig aufgeschoben und erst nach langer Zeit getroffen. Bei der Geldanlage überlässt fast jeder Vierte (24 Prozent) die Entscheidung anderen oder wartet ab, was sich ergibt.

"Es ist wichtig, dass die Menschen Verantwortung für ihre Finanzentscheidungen übernehmen und sich aktiv mit Geld und Finanzen auseinandersetzen", sagt Dr. Thorsten Reitmeyer, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank. "Die comdirect bank richtet sich an moderne, selbstbestimmte Anleger. Auf unserer Website finden sie daher verständlich aufbereitete Informationen zu allen Fragen rund um das Thema Geld. Wir wollen damit die Grundlage für gute Finanzentscheidungen schaffen und dazu beitragen, dass sie eigenständig und dennoch ohne Bauchschmerzen getroffen werden."


Weitere Ergebnisse der comdirect Studie:

  • Verantwortung? Nein danke! Die Verantwortung für finanzielle Fehlentscheidungen wird gern auf andere abgewälzt. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent), der mit Aktien oder Aktienfonds schon einmal Geld verloren hat, schiebt die Schuld für den Verlust auf andere Personen oder Begebenheiten. Nur 44 Prozent fühlen sich selbst dafür verantwortlich.
  • Sicherheit ist Trumpf: 62 Prozent der Befragten sagen, dass Sicherheit bei der Geldanlage für sie sehr wichtig ist. Rendite als Anlagekriterium spielt hingegen nur für etwa ein Drittel (32 Prozent) eine große Rolle. Das spiegelt sich im Anlageverhalten wider: Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) legt sein Geld auf einem Sparbuch an, das kaum Zinsen abwirft. Eher renditeorientierte Anlagen wie Fondsprodukte besitzt hingegen nur fast jeder Dritte (29 Prozent). 14 Prozent der Befragten halten Aktien.
  • Geldanlage bitte verständlich: Im Jahr drei nach dem Ausbruch der Finanzmarktkrise gibt über die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) an, dass die Verständlichkeit der Geldanlage sehr wichtig für sie ist - für Frauen (60 Prozent) mehr als für Männer (52 Prozent).

Für die repräsentative Untersuchung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.010 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Der Studienband mit weiteren Ergebnissen und Grafiken steht zum Download bereit unter http://www.comdirect.de/studie

Finanzierungsentscheidungen: Bauchgefühl überwiegt Beraterempfehlungen
Finanzierungsentscheidungen: Bauchgefühl überwiegt Beraterempfehlungen


Frage: "Welche Informationsquellen haben Sie genutzt, als Sie das letzte Mal eine Entscheidung zur Finanzierung einer größeren Anschaffung treffen mussten?"

Basis: Alle Befragten (n=1.010). Alle Angaben in Prozent. Mehrfachnennungen möglich. Nicht dargestellt: Sonstige Informationsquellen, Weiß nicht bzw. Entscheidung noch nicht getroffen.
Über die Studienreihe "Kunden-Motive"
Die comdirect bank führt mit renommierten Forschungsinstituten regelmäßig Studien durch. In der Reihe der "Kunden-Motive" wird u. a. untersucht, wie die Menschen mit Geld umgehen oder wie sich die Einstellungen zu Finanzthemen verändern. Bislang erschienen sind die Studien "Tiefenpsychologie: die Deutschen und ihre Beziehung zur Bank" (2007), "Freiheit und Sicherheit: eine Beziehung unter Spannung" (2008), "Tabuthema Geld: Einstellungen, Verhalten und Wissen der Deutschen" (2009) und "Geliebt, aber vernachlässigt - die Deutschen und ihre Einstellung zu Geld und Finanzen" (2010).

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