Lastschriftaufträge genau prüfen

Quickborn, 31.03.2010

Quickborn. Bargeldloses Bezahlen ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, beispielsweise beim Einkauf mit der EC/Maestro-Karte.
Mit seiner Unterschrift auf dem Kassenbeleg erteilt der Kunde eine Einzugsermächtigung. Dies ist für Privatkunden eine übliche Form des
Lastschriftverfahrens: Der Kunde beauftragt den Zahlungsempfänger, sein Konto mit dem Rechnungsbetrag zu belasten.

"Da lediglich dem Vertragspartner des Kunden, nicht aber dessen Bank eine
Einwilligung zur Abbuchung vorliegt, haben Verbraucher bei einer
Einzugsermächtigung ab Rechnungsabschluss sechs Wochen lang Zeit, ihr Geld
zurückzufordern", sagt Sabine Münster, Banking-Expertin der comdirect bank.
Wird etwa bestellte Ware nicht geliefert, kann die Zahlung rückgängig
gemacht werden. Um fehlerhafte Abbuchungen umgehend reklamieren zu
können, sollten Kontoinhaber ihre Kontoauszüge regelmäßig und sorgfältig
überprüfen. "Wird ein Konto unrechtmäßig belastet, haben Kunden sogar 13
Monate lang Zeit, die Abbuchung zu beanstanden", sagt Münster.

Neben der Einzugsermächtigung existiert noch eine zweite, weniger
verbreitete Variante des Lastschriftverfahrens: der Abbuchungsauftrag. Da der
Zahlungspflichtige hierbei seine Bank direkt anweist, Lastschriften eines
bestimmten Zahlungsempfängers einzulösen, besteht nur in Ausnahmefällen
die Möglichkeit, einer Abbuchung zu widersprechen. "Abbuchungsaufträge
sollten deshalb nur erteilt werden, wenn der Zahlungsempfänger
vertrauenswürdig ist", empfiehlt Münster.

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