Baufinanzierung: Bekanntheit von staatlichen Fördermitteln regional unterschiedlich

Quickborn, 18.06.2009

Quickborn. Wer den Bau oder die Modernisierung einer eigenen Immobilie plant, kann dazu Fördermittel vom Staat nutzen. Allerdings mangelt es vielen Deutschen an Wissen über bestehende Förderangebote, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag der comdirect bank.

Die Hälfte aller Bundesbürger, die in den kommenden zwölf Monaten eine Immobilie erwerben wollen oder schon ein Eigenheim besitzen, kennt zum Beispiel die Förderangebote der KfW (48 Prozent) und der Länder (50 Prozent) nur in Grundzügen oder gar nicht. Und fast zwei Drittel dieser Befragten (61,9 Prozent) können mit dem Begriff Wohn-Riester wenig anfangen.

Allerdings gibt es deutliche regionale Unterschiede: Am meisten wissen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern über staatliche Fördermöglichkeiten bei der Baufinanzierung. Hier kennen 13,2 Prozent der Befragten die Begriffe Wohn-Riester, KfW-Darlehen und Landesfördermittel im Detail. Platz zwei im Vergleich der Bundesländer belegt Brandenburg. Dort zählen 11,6 Prozent der Befragten zu den Förderprofis. An dritter Stelle folgt Bayern mit 10,3 Prozent. Abgeschlagen sind dagegen das Saarland (4,2 Prozent), Berlin (2,4 Prozent), Hamburg (2,3 Prozent) sowie Thüringen (2,2 Prozent).

"Dabei unterstützt beispielsweise die KfW den Bau und die Sanierung von Immobilien mit günstigen Darlehen und Zuschüssen", sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei der comdirect bank. "Die finanzierende Bank sollte Bauherren beraten, ob und wie die Nutzung der KfW-Förderung in das individuelle Finanzierungskonzept passt und Bauherren bei der Beantragung der Mittel unterstützen."

Übersicht:

So hoch ist der Anteil der "Förderprofis" - also der Personen, die sich mit Fördermitteln für die Baufinanzierung besonders gut auskennen - in den einzelnen Bundesländern:

Mecklenburg-Vorpommern: 13,2 Prozent
Brandenburg: 11,6 Prozent
Bayern: 10,3 Prozent
Niedersachsen: 9,3 Prozent
Rheinland-Pfalz: 8,8 Prozent
Nordrhein-Westfalen: 8,2 Prozent
Baden-Württemberg: 8,0 Prozent
Bremen: 7,7 Prozent
Hessen: 6,8 Prozent
Schleswig-Holstein: 6,8 Prozent
Sachsen: 6,0 Prozent
Sachsen-Anhalt: 6,0 Prozent
Saarland: 4,2 Prozent
Berlin: 2,4 Prozent
Hamburg: 2,3 Prozent
Thüringen: 2,2 Prozent

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