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Investor Relations-Mitteilung

31.01.2017 - comdirect Vorsteuerergebnis 2016: 120,7 Millionen Euro

  • Ziel übertroffen: 21,4 Prozent Eigenkapitalrendite für Gesamtjahr 2016
  • Rekordwachstum beim betreuten Kundenvermögen: Plus 10 Milliarden Euro, davon 6 Milliarden Euro Depot-Nettomittelzuflüsse
  • Neue smarte Lösungen: trading App, Bonus-Sparen, Multibanking
  • Ausblick 2017: Digitales Assetmanagement und Erwerb der OnVista AG  

Quickborn/Frankfurt am Main. Die comdirect Gruppe hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 120,7 Millionen Euro abgeschlossen und liegt damit deutlich über dem hohen Wert des Vorjahres (90,6 Millionen Euro). „Unser Profitabilitätsziel, eine Eigenkapitalrendite von über 19 Prozent, haben wir damit souverän erreicht“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG. „Mit einer Eigenkapitalrendite von 21,4 Prozent vor Steuern ist comdirect eine der profitabelsten Banken Deutschlands.“  
 
Mit einem Anstieg der Kundenzahl in beiden Geschäftsfeldern (B2C und B2B) sowie der deutlichen Steigerung des Kundenvermögens hat die comdirect Gruppe ihre Position als eine der führenden Direktbanken in Deutschland weiter gefestigt. Die Gesamtkundenzahl kletterte im Jahr 2016 auf 3,117 Millionen, ein Plus von 127 Tausend. Die Zahl der Depots erhöhte sich um 81 Tausend auf 1,867 Millionen. Das betreute Kundenvermögen stieg um 10,3 Milliarden auf den Rekordwert von 75,7 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse in der Gruppe lagen bei insgesamt 8,4 Milliarden Euro, davon flossen 5,9 Milliarden Euro in Depots.  
 
Erste Adresse für Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren
„Die Zahlen zu Profitabilität und Wachstum insbesondere bei Depots und Assets belegen: Unsere strategische Stoßrichtung, die erste Adresse für Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren zu sein, ist genau die richtige“, erklärt Walter. „Wertpapiere liefern die passende Antwort auf das Nullzinsumfeld. Immer mehr Kunden haben das verstanden und wollen nicht mehr zusehen, wie ihr Erspartes an Wert verliert. Wir unterstützen sie dabei mit smarten und intelligenten Lösungen.“ Als Beispiele für in 2016 neu eingeführte Produkte nennt Walter das Bonus-Sparen, mit dem Kunden beim Online-Shoppen Rabatte ganz nebenbei in ihren Vermögensaufbau investieren, und die neue comdirect trading App, die mit dem Red Dot Award ausgezeichnet wurde. Noch im ersten Halbjahr 2017 wird comdirect das Digitale Assetmanagement einführen. Nach dem AnlageAssistenten, mit dem comdirect 2014 Pionier beim Thema Robo-Investing war, folgt damit die nächste Stufe.

Smarte Finanzzentrale für moderne Kunden
Seit Oktober 2016 bietet comdirect als erste deutsche Bank einen MultibankingService im Persönlichen Bereich, mit dem Kunden alle ihre Konten, Karten und Depots einfach und anbieterübergreifend zusammenführen können. Bereits seit 2010 gibt es bei comdirect einen Multibanking-Service über die banking App für iOS. Jetzt wird der Service auch zentral über die Website und damit ebenso für alle mobilen Endgeräte zur Verfügung gestellt. Damit geht comdirect den nächsten Schritt in Richtung einer digitalen Finanzzentrale, mit der die Kunden Zeit und Geld sparen und so ihr Leben ein Stück weit einfacher machen.

Erwerb der OnVista AG als Wachstumsakquisition
Das Ergebnis nach Steuern beträgt 92,5 Millionen Euro im Vergleich zu 65,0 Millionen Euro im Vorjahr. Der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung liegt bei 25 Cent pro Aktie, die damit verbundene Dividendenrendite bei 2,6 Prozent. Der andere Teil des Nachsteuerergebnisses soll in die Gewinnrücklagen eingestellt und für die Stärkung der Eigenkapitalbasis mit Blick auf das angestrebte Wachstum genutzt werden. Dazu gehört unter anderem der Erwerb der OnVista AG, dessen Closing – wie Ende 2016 angekündigt – im Laufe des ersten Halbjahres 2017 abgeschlossen sein soll. Dietmar von Blücher, Finanzvorstand der comdirect bank AG, sagt dazu: „Der Erwerb von OnVista ist eine Wachstumsakquisition: Wir stärken unsere Position als einer der führenden Anbieter im Brokerage und halten klaren Kurs auf unsere Strategie, die die Wertpapieranlage in den Fokus stellt.“ Außerdem, so von Blücher, biete das Portal onvista.de eine optimale Plattform für Finanzinformationen sowie für die Vermarktung und Neukundengewinnung.

Aktives Kostenmanagement trägt zum sehr guten Ergebnis bei
Die Gesamterträge der comdirect Gruppe lagen bei 381,6 Millionen Euro. Das Übertreffen des Rekordwerts aus dem Vorjahr (370,6 Millionen Euro) ist auf einen im zweiten Quartal entstandenen Einmalertrag von rund 41 Millionen Euro vor Steuern aus der Mitgliedschaft bei VISA Europe und deren Integration in die VISA Inc. USA zurückzuführen. Ausgewiesen ist der Sonderertrag im Ergebnis aus Finanzanlagen.

Der Provisionsüberschuss lag mit 215,4 Millionen Euro 6 Prozent unterhalb des außergewöhnlich starken Wertes aus dem Vorjahr (228,4 Millionen Euro). Die Gesamtzahl der B2C-Orders sank leicht unter die Rekordanzahl des Vorjahres (14,5 Millionen) auf 14,2 Millionen. Während die Anzahl der Sparplantrades zunahm, hielten sich die Anleger marktbedingt bei einer im Jahresdurchschnitt geringeren Volatilität mit Wertpapier- und CFD-Trades zurück. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sank angesichts der nochmals gefallenen Marktzinsen auf 118,9 Millionen Euro und lag damit 12 Prozent unter den Vorjahreswert (134,5 Millionen Euro). Die Verwaltungsaufwendungen wurden um 7 Prozent auf 261,0 Millionen Euro gesenkt (Vorjahr: 280,0 Millionen Euro). Durch aktives Kosten- und Investitionsmanagement wurden Teile des marktbedingten Ertragsrückgangs kompensiert.

Dynamisches Wachstum bei Kunden und Assets
Im Geschäftsfeld B2C (comdirect bank AG) erhöhte sich die Kundenzahl seit Jahresbeginn um 80 Tausend auf 2,08 Millionen. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Girokonten um 90 Tausend auf 1,36 Millionen, die Zahl der Depots überschritt mit einem Plus von 63 Tausend die Millionengrenze (auf 1,01 Millionen). Das betreute Kundenvermögen wuchs auf 46,0 Milliarden Euro im Vergleich zu 39,9 Milliarden Euro zum Jahresende 2015. Die Nettomittelzuflüsse lagen bei 5,0 Milliarden Euro – davon wurden 2,5 Milliarden Euro ins Depot investiert.

Im Geschäftsfeld B2B (ebase GmbH) stieg die Zahl der betreuten Kunden um 48 Tausend auf 1,04 Millionen (Jahresende 2015: 988 Tausend). Ein Großteil des Anstiegs ist auf die Partnerschaft mit der Wüstenrot Bank zurückzuführen, die im vierten Quartal die juristische Depotführung ihrer Kunden an die ebase übertragen hat. Das betreute Kundenvermögen kletterte auf 29,8 Milliarden Euro (Jahresende 2015: 25,6 Milliarden Euro). Die Nettomittelzuflüsse, die fast vollständig auf das Depotvolumen entfielen, lagen bei 3,4 Milliarden Euro.
 
Der vollständige Geschäftsbericht wird am 28. März 2017 veröffentlicht. Die hier angegebenen Zahlen sind noch nicht testiert.

 

 
Zahlen kompakt*
Tsd. Euro 2015 2016 2016 vs. 2015
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 134.509 118.886 -11,6 %
Provisionsüberschuss 228.365 215.412 -5,7 %
Sonstiges Ergebnis 7.714 47.326 513,5 %*
Verwaltungsaufwendungen 279.980 260.960 -6,8 %
Ergebnis vor Steuern 90.608 120.664 33,2 %
Ergebnis nach Steuern 65.042 92.511 42,2 %

* Grund für große Steigerung in 2016 ist der VISA-Sonderertrag im Ergebnis aus Finanzanlagen

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