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Tagesgeld: Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen

Tagesgeld: Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen

Bei der Geldanlage steht Tagesgeld in der Gunst der Deutschen immer noch ganz weit oben. Dank Zinsen, Einlagensicherung und täglicher Verfügbarkeit war Tagesgeld lange Zeit ein komfortables Finanzprodukt. Der niedrige Zinssatz macht dieser beliebten Anlageform jedoch zunehmend zu schaffen. Deshalb stellt sich die Frage: Lohnt sich Tagesgeld heute überhaupt noch? Und welche Alternativen gibt es für Sparer, die die spezifischen Vorteile von Tagesgeldkonten zu schätzen wissen?


Sicher, flexibel, kostenlos:
Warum Tagesgeld so beliebt ist

Tagesgeldkonten bei Banken haben lange Zeit die Funktion des guten alten Sparbuches übernommen. Dafür gibt es gute Gründe. Tagesgeld ist für viele Anleger ein einfach zu verstehendes Finanzprodukt, das auf den ersten Blick viele Vorteile besitzt:

  • Tagesgeld ist flexibel: Sie können Ihr Geld jederzeit von Ihrem Konto abheben und bleiben so stets „flüssig
  • Tagesgeld ist sicher: Tagesgeldkonten unterliegen in Deutschland und der EU der gesetzlichen Einlagensicherung. Sie sind daher bis zu einem Betrag von 100.000 Euro zu 100 % über sogenannte
  • Tagesgeld ist günstig: Bei comdirect fallen keine weiteren Kosten an
  • Tagesgeld ist bequem und komfortabel: Sie können über Ihr Geld von zuhause online über das Internet verfügen. Die Zinsgutschrift erfolgt vierteljährlich.

Tagesgeld, Festgeld, Girokonto, Sparbuch:
Was ist der Unterschied?

Ein Tagesgeldkonto ist ein reines Zinskonto. Das heißt: Auf dem Konto „parken" Sie Ihr Geld nur. Anders als beim Girokonto kann hierüber kein Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Für beide Kontotypen gilt die Einlagensicherung.

Tagesgeld hat im Gegensatz zum Festgeld keine Zinsgarantie, sondern einen variablen Zinssatz. Die Höhe der Tagesgeldzinsen kann von der Bank täglich geändert werden. Dafür gibt es keine sogenannte Laufzeit. Sie können jederzeit Geld von Ihrem Konto abheben. In diesen beiden Punkten unterscheidet sich Tagesgeld von Festgeld. Die Zinsgarantie auf dem Festgeldkonto bedeutet: Ihr Geld ist für einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt. Dafür können Sie erst nach Ablauf des Anlagezeitraumes wieder über das angelegte Geld verfügen. Tagesgeld und Festgeld fallen gleichermaßen unter die Einlagensicherung.

Auch Sparbücher und Sparkonten bieten oftmals eine Zinsgarantie. Dafür haben diese Anlageformen – anders als das Tagesgeld – oft eine Begrenzung der monatlichen Verfügbarkeit oder Kündigungsfristen. So können Sie beim klassischen Sparbuch in der Regel nur bis zu 2.000 Euro im Monat abheben und die Auszahlung größerer Beträge unterliegt bei vielen Banken einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Über Ihr Tagesgeldkonto verfügen Sie hingegen nach Ihrem Belieben. Für Sparkonten und Sparbücher gilt wie für das Tagesgeldkonto die gesetzliche Einlagensicherung.

Tagesgeld als Geldsparplan und eiserne Reserve

Mit einem Geldsparplan ließ sich lange Zeit auf dem Tagesgeldkonto kontinuierlich Vermögen aufbauen und so auf ein Sparziel hinarbeiten. Individuelle Sparraten und volle Flexibilität bei der Auszahlung machten Geldsparpläne attraktiv. Die niedrigen Tagesgeldzinsen sprechen heutzutage jedoch gegen diese Form des Sparens.

Vermögensaufbau mit einem Geldsparplan

Finanzexperten raten jedem Haushalt dazu, immer eine finanzielle Reserve von zwei bis drei Nettomonatsgehältern auf der hohen Kante zu haben. Auf diese Weise sind Sie stets dazu in der Lage, auch mittlere Ausgaben im Haushalt ohne zusätzliche finanzielle Belastungen zu meistern. Aufgrund der guten Verfügbarkeit und der Einlagensicherung ist Tagesgeld eine gute Wahl für diese Form der Absicherung der laufenden Lebenshaltungskosten. Weitere Informationen zum Tagesgeld PLUS-Konto mit vierteljährlicher Zinsgutschrift finden Sie hier


Tagesgeld in der Krise: Niedrige Zinsen und Inflation vernichten Ihr Vermögen

Tagesgeld hatte zwei große Pluspunkte: die flexible Verfügbarkeit eines Girokontos und einen auskömmlichen Zinssatz, der deutlich über dem Niveau eines Girokontos lag. Diese Zeiten sind jedoch vorbei: Die Zinsen sind derzeit so niedrig, dass ein entscheidender Pluspunkt weggefallen ist.

Warum die Zinsen auf Tagesgeld so niedrig sind

Die Tatsache, dass auf Tagesgeld wenig bis keine Zinsen mehr gezahlt werden, ist geldpolitisch gewollt: Sie geht auf die Änderung des sogenannten Leitzinses zurück, der von der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt gesteuert wird.

Bereits kurz nach Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 senkten die Währungshüter den Leitzins für die Eurozone stark ab. Von 4 % im Jahr 2008 fielen die Zinsen auf zunächst 1 %. Weil in den folgenden Jahren viele Volkswirtschaften im Euroraum schwächelten, wurden ab dem Jahr 2012 weitere Zinssenkungen veranlasst, um die Vergabe von Krediten zu befördern und die Wirtschaft weiter zu beleben. Im März 2016 erreichte die Entwicklung ihren vorläufigen Tiefpunkt: Der Leitzins steht seitdem bei 0 %. Unter Finanzexperten herrscht wenig Hoffnung, dass sich die Zinsen kurz- bis mittelfristig gravierend ändern werden.

Hauptrefinanzierungssatz der EZB seit 10. März 2016 (vereinfachte Darstellung). Hauptrefinanzierungssatz der EZB seit 10. März 2016 (vereinfachte Darstellung).

Warum betrifft diese Entwicklung Sie als Sparer? Mit dem Leitzins gibt die EZB in Frankfurt vor, zu welchen Konditionen sich Finanzinstitute wie Banken oder Sparkassen im Euroraum bei großen Noten- und Zentralbanken Geld leihen können. Bei niedrigen Zinsen bekommt eine Bank für die Einlagen ihrer Kunden kaum Renditen. Deshalb ist sie gezwungen, die niedrigen Zinsen an die Kunden der Bank weiterzugeben.

Inflation schluckt Zinsen und mehr

Viele Menschen wollen beim Geldanlegen kein Risiko eingehen und setzen deshalb weiterhin auf Tagesgeld und Zinsen – schließlich ist das angelegte Vermögen durch die Einlagensicherung auf dem Tagesgeldkonto einer Bank gut aufgehoben. Diese Vorgehensweise birgt jedoch eine Gefahr, denn auf einem Tagesgeldkonto ist Ihr Geld derzeit dem Risiko des Kaufkraftverlustes ausgesetzt. Es entsteht durch das veränderte Verhältnis von Zinsen und Inflation.

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Wenn das Geld an Wert verliert, sind Anleger mit Sachwerten potenziell am besten bedient. Wohin mit dem Geld?

Wohin mit dem Geld?

Die Inflationsrate misst die durchschnittliche Teuerung von Waren und Dienstleistungen in Deutschland. Für das Jahr 2016 prognostiziert die EZB eine Teuerungsrate von 0,2 %, die im Jahr 2017 auf 1,2 % ansteigen soll. Das klingt auf den ersten Blick moderat. Wenn Sie aber betrachten, welchen Effekt die Inflationsrate über einen längeren Zeitraum auf Ihr Barvermögen hat, sieht die Sache ganz anders aus.

In dieser Tabelle sehen Sie, wie ein Anlagebetrag von 10.000 Euro (ohne Verzinsung) selbst bei niedrigen Inflationsraten über die Jahre immer mehr an Kaufkraft verliert:

Inflationsrate 1 % 2 % 3 %
5 Jahre 9.514,66 Euro 9.057,31 Euro 7.440,94 Euro
10 Jahre 9.052,87 Euro 8.203,48 Euro 7.440,94 Euro
20 Jahre 8.195,44 Euro 6.729,71 Euro 5.536,76 Euro

Die Rechnung zeigt: Ohne Verzinsung sinkt die Kaufkraft Ihres Vermögens bereits bei einer Inflationsrate von nur 1 % in zehn Jahren um fast 10 %.


Lukrative Alternativen: Vergleichen Sie Tagesgeld mit Wertpapieren

Das Verhältnis von Zinsen und Inflation zeigt, dass Sparen mit einer Anlage in Tagesgeld zu einem schlechten Geschäft geworden ist. Denn bei einer Geldanlage zählt letztlich, was am Ende übrig bleibt. Und beim Tagesgeld können die Zinsen derzeit den inflationsbedingten Kaufkraftverlust nicht aufwiegen.

Vergleich Tagesgeld mit Wertpapieren

Aus dieser Misere gibt es für Sie als Anleger einen einfachen Ausweg: Beschreiten Sie bei der Vermögensbildung neue Wege. Begehen Sie nicht den Fehler vieler Anleger, das Inflationsrisiko zu unterschätzen. Den geringen Zinsen steht eine florierende wirtschaftliche Entwicklung gegenüber, die sich seit Jahren in steigenden Aktienkursen niederschlägt.

Von Aktienkursen und den Gewinnen der Wirtschaft profitieren Sie, indem Sie Ihr Geld in Wertpapiere anlegen. Wertpapiere bieten viele der Vorteile, die Sie auch von Ihrem Tagesgeldkonto erwarten:

  • Wertpapiere sind wie Tagesgeld äußerst flexibel: Aktien und Fonds können Sie bei Bedarf jederzeit abstoßen, wenngleich aufgrund von Wertschwankungen ein Verlustrisiko besteht.
  • In Wertpapiere können Sie auch kleinere Anlagesummen investieren
  • Mit Wertpapieren können Sie Ihr Anlagerisiko streuen und somit vermindern: Sie haben die Wahl zwischen konservativen, auf Sicherheit ausgerichteten Geldanlagen und solchen, die stärker chancenorientiert sind.
  • Auch mit Wertpapieren können Sie schrittweise mit geringen monatlichen Raten auf ein Sparziel hinarbeiten

Den besseren Renditechancen, die Wertpapiere dem Tagesgeld voraushaben, steht das Risiko von Wertschwankungen gegenüber, die zu Verlusten führen können.

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Fonds: Zeitgemäße Geldanlage für Einsteiger

Investmentfonds eignen sich hervorragend, um mittel- oder langfristig Vermögen aufzubauen. Bei dieser Geldanlage kaufen Sie Anteile an einem Wertpapier, dem Fonds. Fonds werfen keine Zinsen ab, dafür haben Sie die Chance, von Wertsteigerungen und jährlichen Ausschüttungen zu profitieren.

Fonds als Alternative zum Tagesgeldkonto

Alle Wertpapiere unterliegen Kurschwankungen. Das Besondere eines Fonds ist sein Aufbau: Bei einem Fonds werden verschiedene Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen oder Immobilien in einen Topf – den Fonds – gelegt. Auf diese Weise wird das Anlagevermögen auf mehrere Werte verteilt, also gestreut. Wirft einer dieser Werte eine schlechtere Rendite ab, können die anderen Wertpapiere diesen Verlust wieder aufwiegen. Dieses Prinzip lässt Sie als Sparer an den Renditen teilhaben, die Wertpapiere abwerfen, und vermindert zugleich das Anlagerisiko. Ein Verlustrisiko aufgrund von Kursschwankungen bleibt dennoch gegeben.

Darüber hinaus haben Investmentfonds für unerfahrene Anleger den Vorteil, dass sie von professionellen Gesellschaften betreut werden. Kommt es am Anlagemarkt zu Turbulenzen, können die Fondsmanager darauf reagieren, indem sie die Inhalte des Fonds umschichten und ihn so auf die neue Marktlage einstellen. Darüber hinaus sind Sie als Anteilseigner eines Fonds – ähnlich wie das bei der Einlagensicherung des Tagesgeldes der Fall ist – gesetzlich abgesichert: Sollte die Fondsgesellschaft Insolvenz anmelden, wird das Anlagevermögen aus dem Fonds als Sondervermögen geschützt.

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Indexfonds für preisbewusste Anleger

Das Management eines Investmentfonds ist nicht kostenfrei. In der Regel erheben die Gesellschaften einen Ausgabeaufschlag beim Kauf der Anteile sowie ein jährliches Verwaltungsentgelt. Wenn Sie in einen Indexfonds (ETF) investieren, fallen diese Kosten geringer aus.

ETFs bilden einen Börsenindex wie den Deutschen Aktienindex (DAX) ab. Das bedeutet: Wenn Sie beispielsweise Anteile an einem DAX-ETF kaufen, ist das so, als würden Sie – entsprechend der Gewichtung – in alle im DAX notierten Unternehmen investieren. Die Kursentwicklung eines DAX-ETFs vollzieht die Kursentwicklung des DAX eins zu eins nach. Auch hier streuen Sie als Anleger Ihr Geld. Da der Managementaufwand bei dieser Anlageart sehr gering ausfällt, sind Orderkosten und Verwaltungsentgelte bei ETFs jedoch sehr viel geringer. ETFs können im Wert schwanken und zu Verlusten führen.

Der Fondssparplan

Eine besonders attraktive Alternative zu Geldsparplan oder klassischem Sparbuch sind Fondssparpläne. Für Sie als Anleger funktionieren diese Produkte ganz ähnlich wie Geldsparpläne, die von Zinsen abhängig sind: Sie zahlen monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich einen festen Betrag und lassen Ihr Vermögen wachsen. Die Höhe der Anlagesumme sowie das Intervall der Einzahlungen können Sie jederzeit kostenfrei ändern oder ganz aussetzen. Fondssparpläne unterliegen den allgemeinen Risiken von Fondsanlagen: Sie können im Wert schwanken und zu Verlusten führen.

Beim Fondssparen profitieren Sie vom sogenannten „Cost-Average-Effekt“: Erwerben Sie monatlich Anteile an einem Fonds, so gleichen sich mit der Zeit etwaige Kursschwankungen ganz von alleine aus. Unter dem Strich bekommen Sie Ihre Fondsanteile somit zu einem günstigeren Durchschnittspreis und umgehen eventuelle Kursrisiken beim Kauf.

Wie Sie in Wertpapiere investieren

Um in Wertpapiere – sei es als Einmalanlage oder als Sparplan – investieren zu können, benötigen Sie ein Depot. Bei comdirect können Sie Ihr Depot – wie beim Tagesgeld PLUS-Konto – bequem online von zuhause einrichten. Es bietet Ihnen eine komfortable Übersicht über Ihre Wertpapieranlagen und den Stand der Kurse. Über das Depot können Sie Fonds, Aktien und andere Wertpapiere kaufen und verkaufen.

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