Iran-Krieg, Öl und cominvest
Wie der Robo-Advisor aktuell reagiert
Der Konflikt zwischen USA/Israel und dem Iran zeigt seit März 2026 wirtschaftlich weltweite Auswirkungen. Die militärische Eskalation und die Blockade der Straße von Hormus haben die globalen Märkte in einen Zustand erhöhter Volatilität versetzt. Der Energiesektor steht dabei im „Epizentrum des Schocks“.
Ein Nadelöhr ohne Umleitung
Durch die Straße von Hormus wird ein sehr großer Teil der weltweiten Öl- und Gasproduktion transportiert. Dies waren vor Ausbruch des Konflikts etwa 20 Mio. Barrel pro Tag und damit ca. 20 % der weltweiten Ölförderung.
China und Indien, zwei der größten Ölverbraucher weltweit, versuchen durch direkte Vereinbarungen mit dem Iran zu erreichen, dass speziell für sie bestimmte Schiffe trotz der Blockade passieren dürfen.
Jedoch verbleibt selbst im besten Fall einer zügigen alternativen Energiebeschaffung eine Versorgungslücke von ca. fünf Prozent des globalen Angebots – ein Volumen, das den Weltmarkt unter Stress setzt.
Die OECD-Länder verfügen über industrielle und staatliche Vorräte von mehr als vier Mrd. Barrel. Mit einer Lücke von "nur noch" 5,4 Mio. Barrel pro Tag würden diese für zwei Jahre reichen. Durch eine längerfristig höhere Produktion außerhalb der Golfregion und einer leicht rückläufigen Ölnachfrage könnte der Zeitraum sogar noch weiter ausgedehnt werden.
Es gab bereits in der Vergangenheit entsprechende Rückgänge im weltweiten Ölverbrauch. So ist die tägliche Nachfrage während der Corona-Pandemie sogar um fast neun Mio. Barrel gefallen.
Trotz der aktuellen Schlagzeilen gibt es für die Realwirtschaft wichtige Puffer: Die weltweiten Lagerbestände sind so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Allein die staatlichen Vorräte der Industrieländer könnten die aktuelle Versorgungslücke rechnerisch für etwa zwei Jahre decken. Durch eine längerfristig höhere Produktion außerhalb der Golfregion und einer leicht rückläufigen Ölnachfrage könnte der Zeitraum sogar noch weiter ausgedehnt werden.
Die Geschichte zeigt aber auch, dass z. B. während Corona oder der Ölkrisen der 80er Jahre, die Weltwirtschaft ihren Verbrauch bei extremen Preisen anpassen kann.
Öl als Rohstoff-Anlageklasse bei cominvest
Die bisherigen Markt-Reaktionen waren eindeutig: Während die Aktienmärkte (MSCI World) von ihren Hochs korrigierten, schoss der Ölpreis steil nach oben.
Der cominvest Algorithmus hat im März die Quote für Energie/Rohstoffe automatisch erhöht. Die Verteilung der entsprechenden Anlageklassen auf die zehn cominvest Anlagestrategien finden Sie auch hier: cominvest Anlagestrategien.
Darüber hinaus informieren wir cominvest Kunden regelmäßig in unserem Markt- und Portfolio-Update.