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Warum es bei der Geldanlage auch auf das Risiko ankommt

Die steigenden Aktienkurse bringen immer mehr Menschen dazu, bei ihrer Anlagestrategie auf Aktien zu setzen: Einer jüngst veröffentlichten Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zufolge besaßen hierzulande im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Menschen Aktien, ETFs oder Fonds. Das waren 2,7 Millionen mehr als noch 2019. Besonders auffällig ist eine Veränderung in der Altersstruktur, denn mehr als 1 Million der neu hinzugekommenen Aktiensparer waren jünger als 40 Jahre.

Doch gerade Neuaktionäre sollten eine alte Börsenregel nicht aus den Augen verlieren: „Die Aktienmärkte sind keine Einbahnstraße.“ Die jüngste Rallye hat im vergangenen Frühjahr als Aufholbewegung nach einem fast beispiellosen Absturz begonnen. Und eine Anlagestrategie beweist ihren Wert weniger in Zeiten, in denen es steil nach oben geht, als vielmehr in den Wochen und Monaten mit volatilen Seitwärtsbewegungen oder sogar Kursverlusten. Deshalb ist es für Anleger wichtig, bei der Bewertung ihrer Geldanlage nicht nur auf die erzielte Rendite zu schauen, sondern immer auch die zusätzlichen Fragen zu stellen: Wie viel Risiko will ich mit meiner Geldanlage eingehen? Und wie finde ich eine passende Portfoliostruktur?

Denn das Risiko ist messbar – wenn auch nicht ganz so leicht wie die Kurssteigerungen. Die wohl bekannteste Risikokennzahl ist die Volatilität. Sie misst in der Regel die Renditeschwankungen – zum Beispiel einer Aktie oder eines Index – um seinen Mittelwert und wird in Prozent ausgedrückt. Je stärker die täglichen Kursbewegungen sind, desto höher ist die Volatilität. Sie ist auch eine wichtige Steuerungsgröße für cominvest: Jede der 5 Anlagestrategien in der digitalen Vermögensverwaltung ist, entsprechend ihrer Risikoklassifizierung, mit einer klaren Volatilitätsobergrenze versehen. Bei der Strategie mit einer ausgewogenen Risikoklasse („Wachstum“) liegt diese bei 10 %, entsprechend dem Ziel, einen möglichst kontinuierlichen Wertzuwachs zu erreichen. Bei der auf einen möglichst hohen Wertzuwachs ausgerichteten Strategie „Chance“ dagegen sind bis zu 20 % Volatilität erlaubt. Zum Vergleich: Der DAX verzeichnete in den zurückliegenden 12 Monaten eine Volatilität von etwa 22,67 % (Stand: 20.04.2021).

Daran zeigt sich auch schon eine Schwierigkeit der Kennzahl Volatilität gerade für private Anleger: Sie misst Schwankungen sehr präzise, aber eben in beide Richtungen. Gegen Schwankungen nach oben dürften aber die wenigsten etwas haben. Zudem ist sie zwar hervorragend geeignet zur Steuerung eines Portfolios durch Experten oder Algorithmen – ihre Bedeutung lässt sich aber nur schwer intuitiv erfassen: Was passiert eigentlich bei einer Volatilität von 28 % mit einem Portfolio?

Bei der Beantwortung dieser Frage kann eine andere Kenngröße helfen: der Maximum Drawdown, also der maximale Verlust eines Portfolios oder Wertpapieres innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, von einem vorhergehenden Höchstwert aus berechnet. Auch der wird in Prozent ausgedrückt – erfasst aber nur die Bewegung, die Anlegern wirklich wehtut: die nach unten. So fiel der DAX zu Beginn der Corona-Krise vom Höchststand bei 13.789 Punkten am 19.02.2020 auf nur noch 8.442 Punkte am 18.03.2020 – ein Drawdown von fast 39 %. Der maximale Drawdown von cominvest lag dagegen, je nach Risikoklasse, im Jahr 2020 zwischen lediglich 12 % und 26 %. Konkret bei der Strategie Wachstum waren es 17 %.

Das ist der Nutzen der klaren Risikoklassifizierung, auf die cominvest setzt. Und natürlich der Diversifikation und des dynamischen Risikomanagements, die damit einhergehend beim Robo-Advisor zum Einsatz kommen: Er misst börsentäglich die Volatilität der verschiedenen Portfolios. Steigt die Volatilität an den Finanzmärkten so stark an, dass inakzeptable Verluste drohen, optimiert die digitale Vermögensverwaltung die Portfolios – und wahrt somit stets die Balance zwischen Renditezielen und dem passenden Risikoniveau.