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Sparen fürs Wunschkind

Eine Familie zu gründen bringt neben all der Freude auch einen gehörigen Berg Kosten mit sich. Woran Du denken solltest und wie Du Dein Familienglück finanzieren kannst, erfährst Du hier.

90 Prozent der Frauen wünschten sich Kinder, heißt es laut dem Statistikportal Statista. Am liebsten zwei oder gleich eine Großfamilie. In Erfüllung geht der Kinderwunsch meist ab Anfang 30, wenn frau ihre Ausbildung abgeschlossen und sich einige Jahre im Beruf gefestigt hat. Erst dann bedeutet eine Babypause möglichst geringe Einschnitte in die Karriere und ins Portemonnaie. Denn: Kinder sind teuer. Statistisch betrachtet wirst Du etwa 130.000 Euro ausgegeben haben, wenn Dein erstes Kind volljährig ist; Das macht rund 600 Euro pro Monat. Wer sich finanziell auf sein Wunschkind vorbereiten möchte, sollte also frühzeitig beginnen zu sparen.

 

Kosten in der Schwangerschaft

Die ersten Ausgaben fallen schon vor der Geburt an: Die Mutterschaftsrichtlinie regelt zwar, dass ein Großteil der Schwangerschaftsvorsorge von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Der Katalog für die Zusatzangebote, die sogenannten IGeL-Leistungen, die aus privater Tasche zu bezahlen sind, ist aber mindestens genauso lang. So werden pro zusätzlichem Ultraschall je nach Arztpraxis 35 bis 50 Euro fällig. Um Gendefekte des Babys oder bestimmte Infektionen auszuschließen, fallen weitere Kosten an, die schnell mehrere Hundert Euro betragen können. Möchtest Du Dein Kind statt in einer Klinik lieber zu Hause zur Welt bringen, musst Du mit Kosten von etwa 500 Euro rechnen, die in der Regel nicht von den Kassen übernommen werden.

Klappt es nicht auf natürlichem Wege mit der Schwangerschaft, dann wird es richtig teuer. Die Kosten für Kinderwunschbehandlungen beginnen in den meisten Fällen bei rund 2.000 Euro pro Versuch und werden nur unter bestimmten Bedingungen von den Krankenkassen übernommen. Allerdings gibt es für ungewollt kinderlose Paare inzwischen auch finanzielle Unterstützung vom Staat. Das Onlineportal www.informationsportal-kinderwunsch.de listet auf, welche Bundesländer sich bereits an der Kinderwunsch-Initiative beteiligen und wo Paare die Mittel beantragen können.

 

Welche Anschaffungen Du wirklich brauchst

Längst nicht alles, was der Markt für Babyausstattung hergibt, wirst Du tatsächlich benötigen. Ein Kinderzimmer brauchst Du nicht sofort, denn die meisten Babys sind am liebsten dort, wo Mama und Papa sind – tagsüber ebenso wie in der Nacht. Statt Babybett und Laufgitter anzuschaffen, investiere in eine gute Tragehilfe. So hast Du Dein Kind bei Dir und trotzdem die Hände frei, um den Haushalt zu erledigen oder am Computer zu arbeiten. Auch für die Wickelkommode gibt es günstige Alternativen, denn das Möbelstück wirst Du spätestens nach zwei Jahren nicht mehr benötigen, wenn Dein Kind entweder keine Windeln mehr braucht oder es schlicht zu schwer geworden ist, um es mehrmals am Tag auf die Kommode zu heben. Windeln wechseln klappt prima auf dem Boden. Vorteil: Wenn das Baby bereits auf dem Boden liegt, kann es nicht mehr fallen.

Schau Dich für unverzichtbare Anschaffungen, wie Kinderwagen, Autositz und Kleidung bei Online-Secondhandportalen wie eBay Kleinanzeigen oder Mamikreisel um oder stöbere auf Babyflohmärkten, die in fast jeder Stadt meist im März und September veranstaltet werden. Gebrauchte Kinderkleidung ist nicht nur deutlich günstiger als neue, sie enthält – weil bereits mehrfach gewaschen – auch weniger Schadstoffe, die die empfindliche Babyhaut reizen könnten.

 

Regelmäßige Ausgaben

Solange Dein Kind Windeln trägt, wirst Du gern gesehene Stammkundin in der örtlichen Drogerie sein. Je größer das Kind ist, desto teurer sind auch die Windeln. Hier lohnt sich die Schnäppchenjagd. Nutze für Markenprodukte die regelmäßigen Angebote im Handel oder werde Mitglied in einem Babyclub. Jede Drogerie hat spezielle Programme, mit denen Eltern dank Punktesystemen, Cash-Back- und Rabatt-Aktionen oder Sonderangeboten sparen können.

 

Diese Gelder stehen Dir zu

Ein Kind bedeutet aber nicht nur hohe Ausgaben. Familien stehen auch einige Finanzierungsmöglichkeiten zu. Da sind zuallererst das Mutterschaftsgeld, das sechs Wochen vor der Geburt und mindestens acht Wochen danach von Krankenkasse und Arbeitgeber gezahlt wird, und das Elterngeld. Letzteres erhält derjenige Elternteil, der im ersten Lebensjahr des Kindes beruflich kürzertritt. 67 Prozent Deines Nettogehalts, maximal jedoch 1.800 Euro pro Monat bezahlt der Fiskus auf Antrag. Je nach individueller Konstellation kann sich ein Wechsel der Steuerklasse lohnen. Denn Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Mutterschafts- und Krankengeld werden auf Basis des Nettoeinkommens vor der Geburt des Kindes berechnet. Wer die Steuerklasse rechtzeitig wechselt und dadurch netto mehr Geld verdient, profitiert in höherem Maße von den Leistungen. Aber Vorsicht, der Wechsel muss mindestens sieben Monate vor dem Bezug des Mutterschaftsgeldes beim Finanzamt beantragt werden. Dann kann das Elterngeld um mehrere Tausend Euro höher ausfallen.

Da die Wahl der optimalen Steuerklassenkombination von individuellen Faktoren abhängt, sollten sich Ehepaare immer den Rat von ihrer Steuerberaterin oder ihrem Steuerberater einholen.

Für jedes Kind gibt es außerdem Kindergeld: Derzeit 194 Euro pro Monat für das Erst- und Zweitgeborene, 200 für das dritte Kind und 225 Euro für jedes weitere. Von Juli 2019 an steigen die Beträge um 10 Euro. On top können Familien, die zwischen 2018 und 2020 ins Eigenheim ziehen, Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro pro Kind bei der KfW beantragen. Ob Deiner Familie diese Förderung zusteht, erfährst Du hier.

 

Baukindergeld – so bekommst Du es

Um Baukindergeld zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Du baust oder kaufst zum ersten Mal eine Wohnimmobilie und ziehst selbst dort ein. Vermietete Immobilien sind von der Förderung ausgeschlossen.
  • Förderberechtigt sind Familien mit Kindern ebenso wie Alleinerziehende.
  • Das durchschnittliche Haushaltseinkommen im zweiten und dritten Jahr vor der Antragstellung darf 90.000 Euro bei einem Kind nicht überschreiten. Für jedes weitere Kind steigt die Bemessungsgrenze um 15.000 Euro.
  • Baukindergeld muss spätestens drei Monate nach Einzug bei der KfW beantragt werden. Das geht online im KfW-Zuschussportal.

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