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Die größten Irrtümer über die Rente 

Die Rente ist ein Thema, das uns alle angeht. Und doch wissen wir oft erstaunlich wenig über das ganze System. Zeit, mit ein paar hartnäckigen Gerüchten aufzuräumen. 

 

Irrtum 1: Die letzten Jahre vor der Rente sind besonders wichtig. 

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Richtig ist aber, dass kein Zeitraum wichtiger ist als ein anderer. Die Rentenhöhe berechnet sich ganz grundsätzlich aus allen bis zum Rentenbeginn zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten. Mit anderen Worten: Die letzten Jahre fallen genauso sehr ins Gewicht wie die Beitragsjahre zuvor.

 

Irrtum 2: Ich kann immer mit 63 ohne Abschlag in Rente gehen. 

Diese verlockende Möglichkeit haben leider nur ein paar wenige Bürger. Voraussetzung ist nämlich erstens, dass der angehende Rentner mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert war. Und zweitens, dass er 1952 oder früher geboren wurde. Ab dem Jahrgang 1953 steigt die Altersgrenze für diese „besonders langjährig Versicherten“ schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie bei 65 Jahren.

Wer weniger als 45 Beitragsjahre auf dem Buckel hat, kann so oder so erst zu dem für seinen Jahrgang geltenden regulären Renteneintrittsalter in Rente gehen. Das wird ebenfalls bis 2029 stufenweise angehoben – auf 67. Die 1964er sind auch hier die ersten, für die diese Altersgrenze gilt.

 

Irrtum 3: Die Rentenabschläge enden, wenn der Rentner sein reguläres Renteneintrittsalter erreicht hat. 

Dazu muss man zunächst wissen: Jeder Monat, den ein Arbeitnehmer vor seinem regulären Rentenalter in den Ruhestand wechselt, kostet ihn 0,3 Prozent Abschlag von der Rente – also 3,6 Prozent pro Jahr. Und dieser Abschlag gilt dann ein Leben lang. Wer also mit 64 in Rente geht, erhält nicht plötzlich mit 67 die volle Zahlung.

 

Irrtum 4: Die Rente kommt automatisch. 

Nein. Wie alle anderen Sozialleistungen, muss auch die Rente beantragt werden. Erst der offizielle Antrag beim zuständigen Rentenversicherungsträger leitet das Rentenverfahren ein. Vordrucke gibt es auf den Seiten der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Dort können Anträge auch online eingereicht werden. Oder man geht persönlich zu einer Auskunfts- und Beratungsstelle der DRV, um den Antrag mit den dortigen Experten gemeinsam auszufüllen.

Wichtig: Die Altersrente am besten mindestens drei Monate vor dem geplanten Rentenbeginn stellen. Dann sollte es mit einem nahtlosen Übergang klappen.

 

Irrtum 5: Was ich später an Rente erhalten werde, steht in der jährlichen Renteninformation. 

Das ist nur bedingt richtig. Das Schreiben zeigt, wie hoch die gesetzliche Rente ist, wenn der Adressat bis zur Regelaltersgrenze Beiträge wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Doch Vorsicht: Es ist nur die zu erwartende Brutto-Rente im Alter angegeben. Dass aber noch Steuern und gegebenenfalls Krankenversicherungsbeiträge abgezogen werden, wird im Text lediglich angemerkt. Außerdem sind die Auswirkungen der Inflation nicht berücksichtigt.

 

Irrtum 6: Ich muss meine Rente voll versteuern. 

Das stimmt im Prinzip. Seit 2005 besteuert der Fiskus Renten tatsächlich nachgelagert, also in der Auszahlphase. Allerdings hat der Gesetzgeber festgelegt, dass dieses Prinzip Schritt für Schritt eingeführt wird. Erst wer 2040 in Rente geht, wird daher tatsächlich voll zur Kasse gebeten. Bis dahin wird die Besteuerungsgrenze peu a peu angehoben. Neurentner des Jahres 2019 müssen 78 Prozent ihrer Rente versteuern, 2020er 80 Prozent, 2021er 81 Prozent und so weiter. Außerdem bleibt generell der Grundfreibetrag – aktuell 9.168 Euro – steuerfrei.

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