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Finanztipp für Gründerinnen: Schafft euch ein Netzwerk aus Talenten!

Gründerinnen müssen keine kongenialen Genies sein, die einfach alles können. Viel wichtiger ist, Menschen zu kennen, die das können, was du selbst nicht kannst

Wer ein Startup oder ein Unternehmen gründet, muss für die Idee, das Produkt oder das Geschäftsmodell brennen. Anders gesagt: Wer gründet, will etwas bewegen und muss darum berühren. Leidenschaft ist einer der Schlüssel zum Erfolg, weil sie die Motivation verschafft, jeden Tag voller Elan an die Sache heranzugehen, auch wenn es mal Durststrecken gibt. Themen wie Business-Pläne, Steuerrecht, Versicherungen, Gesellschafterverträge und Finanzierungsfragen sind dagegen vergleichsweise trockener Stoff. Wenn es also nicht gerade ein FinTech ist, das man gerade gründet, bekommen alle mit diesem Bereich verknüpften Fragen und Angelegenheiten nicht unbedingt die höchste Priorität. In der Wahrnehmung handelt es sich darum oft um das mühsame Pflichtprogramm, das neben der eigentlichen Aufgabe mitlaufen muss. Aber gerade die trockenen Details und scheinbaren Nebensächlichkeiten sind oft essentiell fürs Gelingen oder Weiterkommen der eigentlichen Idee.

 

Gründerinnen müssen keine Heldinnen sein

Gerade wenn es um Entrepreneurship und die Gründungsszene geht, ist ein Mythos weit verbreitet: der von der genialen Heldin. Gründerinnen sind Genies, die einfach alles können und spielerisch mit den größten Herausforderungen umgehen. Schlaf? Drei Stunden pro Nacht genügen. Schließlich bastelt man noch bis in die frühen Morgenstunden am letzten Feature und am nächsten Morgen stehen die nächsten Termine an. Aber von Mythen wie diesen sollten sich Gründerinnen nicht beirren lassen. Denn: Gründen ist Team-Arbeit. Und gerade darum ist es wichtig, ein Netzwerk von Talenten um sich herum zu schaffen. Niemand muss alles können. Es reicht, wenn im eigenen Netzwerk Menschen mit den Fähigkeiten sind, die man selbst nicht hat oder für die man schlicht und ergreifend einfach keine Zeit hat. Wer also selbst kein BWL-Studium im Gepäck hat, sollte sich eine SparringspartnerIn für Finanzfragen ins Gründerinnen-Team bzw. ins eigene Unternehmen holen.

 

Warum es so schwer ist, etwas nicht zu können

Heute trainieren wir täglich, nur das Beste von uns zu zeigen. Die Feeds und Stories erzählen von unseren Erfolgen und Fähigkeiten. Neid ist darum ein Gefühl, das viele Nutzerinnen in den sozialen Netzwerken nur zu gut kennen. Gerade der Neid hindert uns aber daran, unsere Netzwerke so aufzubauen, wie sie uns am meisten nützen können. Ich selbst habe relativ früh gemerkt, worin ich richtig schlecht und worin ich richtig gut bin. Die Kunst dieser Erkenntnis besteht darin, sich mit Menschen zu umgeben, die genau die Talente mitbringen, die man selbst nicht hat. Ich würde niemals diese Menschen um ihre Gaben, ihr Wissen oder ihre Fähigkeiten beneiden, weil ich genau weiß, dass sie für mich unerreichbar sind. Auch wenn es im Zeitalter der Social Media schwerer geworden ist, muss nicht immer alles unter dem Aspekt der Vergleichbarkeit bewertet werden. „Was kann die oder der andere besser?“ oder „Was haben die anderen mehr?“. Viel entscheidender ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, sich selbstkritisch einzugestehen, was man kann und was nicht, und in der Konsequenz Menschen zu suchen, die eine perfekte Ergänzung für einen selbst sind.

 

Empowerment & Mut

Team-Arbeit bringt darüber hinaus noch sehr viel mehr Vorteile mit sich. Gemeinsam ist es einfacher, sich gegenseitig zu motivieren und Anerkennung für das zu bekommen, was man gemeinsam geschafft hat. Vorbilder zu haben, die einen selbst inspirieren, und gegenseitiges Empowerment sind unbezahlbare Ressourcen in kritischen Phasen. In der Zeit als ich als Pressesprecherin beim Händlerbund arbeitete, hörte ich viele Erfolgsgeschichten insbesondere von Frauen. Ich war fasziniert von ihren Geschichten. Viele gründeten quasi aus dem Wohnzimmer heraus ihr digitales Business und feierten damit große Erfolge. Damals wurde mir zum ersten Mal richtig klar, welche unglaublichen Möglichkeiten das Netz bietet, wenn man es nur versteht, richtig zu nutzen. Netzwerke auszubilden und zu pflegen ist eine der wichtigsten Lektionen, die Chancen zu realisieren, die sich bieten. Eine Eigenschaft, die die Protagonistinnen dieser Erfolgsgeschichten vereinte, war ihr Mut. Denn es gehört Mut dazu, sich mit einer Idee nach draußen zu wagen, zu gründen und vorhandene Sicherheiten gegen ein Fragezeichen einzutauschen. Und gerade weil es im Alltag von Gründerinnen an mehr Tagen Fragezeichen als Ausrufezeichen gibt und weil das Arbeitspensum immer höher ist als die Zeit, die dafür zur Verfügung steht, ist es wichtig sich auf das zu konzentrieren, was man selbst am besten kann. Das gelingt umso besser, wenn man sich von bestimmten Hürden und Fragezeichen nicht entmutigen lässt, weil man Talente im eigenen Team oder Netzwerk hat, die sich darum kümmern. Gründerinnen sollten darum von Anfang an auf ein starkes Netzwerk setzen und sich auf das verlassen, was sie selbst am besten können.

 

Über Tijen Onaran:

Tijen Onaran ist Unternehmerin, Moderatorin und Speakerin. Mit startup affairs berät sie Unternehmen in der PR- und Öffentlichkeitsarbeit und engagiert sich mit ihrer Initiative Global Digital Women für die Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen in der Digitalbranche. Zudem publiziert Tijen Onaran regelmäßig als Mitglied des Handelsblatt Expertenrates sowie als Kolumnistin für Futurezone und Lead Digital. Sie wurde in das Faculty Board für „Digital Leadership“ der Management School St. Gallen berufen. Vor ihrer Selbstständigkeit war Tijen Onaran für Europa-, und Bundestagsabgeordnete, für das Bundespräsidialamt sowie für Verbände und eine Hochschule in leitenden Funktionen tätig.

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