5 Tipps, wie Du Risiken minimieren kannst

Mit einer Handvoll einfacher Maßnahmen kannst Du das Verlustrisiko auf dem Kapitalmarkt reduzieren.

Eben lag das Baby noch zufrieden auf der Krabbeldecke und brauchte zur Beschäftigung nicht mehr als die eigenen Zehen. Aber die Welt wird interessanter und das Baby mobil: Krabbeln ist jetzt angesagt, und zwar überallhin und gerne hoch hinaus, Finger zwischen Tür und Rahmen schieben, Steckdosen untersuchen oder am Vorhang ziehen.

Mütter kennen die Risiken für ihr Kind, die mit dessen neu entdeckten Möglichkeiten einhergehen. Wie also gehen Mütter mit den neuen Risiken um? Sie versuchen buchstäblich, alle Gefahren aus dem Weg zu räumen, damit ihr Baby ohne größere Verletzungen die Welt entdecken kann. Tischecken werden gepolstert und Schranktüren verschlossen. Kleinteiliges, das verschluckt werden kann, wird versteckt, und Treppenschutzgitter verhindern gefährliche Stürze.

Dieser Umgang mit Risiken funktioniert auch an der Börse. Mit diesen fünf Tipps lassen sich finanzielle Risiken minimieren:

 

Breit streuen

Beherzige immer die wohl bekannteste Börsenregel und lege niemals alle Eier in einen Korb. Gemeint ist damit, dass man nicht sein gesamtes Vermögen in eine einzige Anlage investieren sollte. Denn im schlechtesten Fall, wenn der Korb auf den Boden fällt, gehen alle Eier gleichzeitig zu Bruch. Besser also das Investment breit auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe) und über verschiedene Branchen und Regionen verteilen. Durch diese Diversifikation kann der Gewinn aus einem Investment eventuelle Verluste aus einem anderen Investment ausgleichen. Tipp: Fonds und ETFs haben den Vorteil, dass man bereits mit kleinen Beträgen breit streuen kann.

 

Weniger ist mehr

„Von nichts kommt nichts“ gilt überall, nur nicht an der Börse. Hier ist weniger tatsächlich mehr. Studien zeigen, dass Anleger, die viel handeln, meist weniger Rendite erwirtschaften als diejenigen, die weniger handeln. Hinzu kommt, ganz nach dem Motto „Hin und her, Taschen leer“, dass durch häufige Transaktionen hohe Kosten entstehen. Denn für jeden Kauf und jeden Verkauf an der Börse werden Gebühren fällig, die Dein Vermögen schrumpfen lassen, ohne dass Du dafür etwas bekommst.

 

Nicht den Notgroschen investieren

Der Notgroschen sollte immer liquide angelegt werden, damit er, wie der Name schon sagt, im Notfall schnell verfügbar ist, wenn zum Beispiel die Waschmaschine streikt oder das Auto eine teure Reparatur benötigt. Daher gehört der Notgroschen auf ein Tagesgeldkonto und nicht in das Wertpapierdepot. Sollte nämlich Dein Geldpuffer aufgebraucht sein, bist Du unter Umständen gezwungen, Deine Wertpapiere mit Verlust zu verkaufen.

 

Kaufe nur, was Du verstehst

In kleine, hochriskante Technologieunternehmen aus Fernost zu investieren, die „irgendwas mit künstlicher Intelligenz“ machen, ähnelt eher einem Glücksspiel als einer durchdachten Anlageentscheidung. Denn wie Börsenlegende Warren Buffett schon sagte, entsteht Risiko immer dann, wenn Anleger nicht wissen, was sie tun. Du solltest also immer nur Wertpapiere kaufen, deren Funktion Du verstanden hast. Möchtest Du in Einzelwerte investieren, also in Aktien ausgewählter Unternehmen, dann hilft es zudem, die Marktbedingungen zu kennen, um eine Idee von den wirtschaftlichen Zukunftsaussichten zu bekommen. Bei Fondsinvestments gibst Du diesen Part an versierte Fondsmanager ab. Blindes Investieren kann mal gut gehen, muss es aber nicht.

 

Langfristig investieren

Aktien sind nichts fürs schnelle Geld. Denn durch das permanente Auf und Ab der Kurse lassen sich die optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkte nicht zuverlässig bestimmen. Wertpapierinvestments sollten daher immer langfristig – auf zehn Jahre und mehr – ausgerichtet sein. Denn je länger der Anlagehorizont ist, desto eher können zwischenzeitliche Kursrückgänge wieder ausgeglichen werden. Eine Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts hat gezeigt, dass Anleger, die in der Vergangenheit mehr als zehn Jahre in ein DAX-Portfolio investiert hatten, das Verlustrisiko vollständig eliminieren konnten, während bei einer sehr kurzen Haltedauer von einem Jahr in gut einem Viertel der Fälle ein Minus unter dem Strich stand.

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