
Im Auswahlbereich legen Sie fest, welche Wertpapiere angezeigt werden sollen. Sie können dort verschiedenen Listen anzeigen lassen, die neben diversen Indizes auch Ihre Musterdepots umfassen. Diese können Sie oben im Drop-Down-Menü auswählen. Natürlich können Sie auch neue Listen nach Ihren Wünschen anlegen - klicken Sie dazu unterhalb der Liste auf "Neue Liste".
Sie können die angezeigten Werte nach verschiedenen Kriterien sortieren. Klicken Sie dazu bitte einfach auf die entsprechende Spaltenüberschrift, nach der sortiert werden soll. Ein weiterer Klick kehrt die Reihenfolge um.
Um die Entwicklung eines Wertpapiers anzeigen zu lassen, klicken Sie einfach auf die Wertpapierbezeichnung. Möchten Sie einen Eintrag löschen oder verschieben, klicken Sie bitte auf den Pfeil am Ende der Zeile. Bitte beachten Sie, dass Sie nur selbst erstellte Listen dauerhaft ändern oder löschen können.

Der Chart Analyzer bietet Ihnen ein Set mit 32 Indikatoren, die Sie für die Wertpapieranalyse nutzen können. Welche Indikatoren Ihnen zur Verfügung stehen und was diese aussagen, erfahren Sie in "Alle Indikatoren im Überblick".
Die Indikatoren werden mit ihren gängigen englischen Bezeichnungen aufgeführt. Für jeden Indikator gibt es voreingestellte Parameter (z. B. Periode oder Prozent), die in Klammern angegeben werden. Der gleitende Durchschnitt wird beispielsweise als "1. Simple Moving Average (14)" bezeichnet, die voreingestellte Periode beträgt also 14 Tage. Klicken Sie auf das Symbol am Ende der Zeile, um den Parameter zu ändern.
Um einen Indikator anzuzeigen, klicken Sie diesen bitte an. Er wird entweder im Chartbereich angezeigt oder darunter in einem eigenen Bereich, falls der Indikator ein eigenes Koordinatensystem benötigt.
Sie können Ihre Einstellungen speichern, indem Sie "Neues Set anlegen" unterhalb der Indikatoren wählen. Geben Sie dann einfach einen Namen für das Set ein. Um Ihre Einstellungen später wieder aufzurufen, wählen Sie das entsprechende Set im oberen Drop-Down-Menü. Um ein selbst definiertes Set zu verändern, klicken Sie einfach auf "Speichern".

Über den Reiter "Chart Einstellungen" können Sie die Ansicht der Charts bestimmen, z.B. den Hintergrund, die Linienstärke und die Rasterlinien ("Grid"). Außerdem können Sie sich die Tage markieren lassen, an denen es News zu dem angezeigten Wert gab oder ein Split vorgenommen wurde.
Die Einstellungen "Tool-Tipps" beziehen sich auf die Anzeige von Open, High, Low und Close unterhalb des Cursors im Chartbereich. Wahlweise kann dieser auch mit einem Kreis markiert werden. Sie können außerdem wählen, ob nur im Koordinatensystem unter dem Cursor ein Tool-Tipp erscheinen soll oder in allen Koordinatensystemen. Das erleichtert ggf. die Lesbarkeit bei mehreren Indikatoren.
In den Einstellungen "Chart-Profil" können Sie eigene Standardeinstellungen definieren, die beim nächsten Öffnen des Tools sofort angezeigt werden. Dazu stellen Sie die Chartansicht wie gewünscht ein und legen ein neues Profil an (bzw. speichern in ein bestehendes Profil). Das ganz oben ausgewählte Chart-Profil wird das nächste Mal wieder angezeigt, wenn unten der Haken bei "Einstellungen als Start-Profil übernehmen" gesetzt ist.
Um auch eigene Indikatoren sofort anzuzeigen, legen Sie ein eigenes Indikatoren-Set an wie oben unter "Indikatoren" beschrieben. Wenn Sie dann hier unter "Indikatoren-Set zuordnen" das neue Indikatoren-Set auswählen, wird auch dieses beim nächsten Start angezeigt.

Wenn das Suchfeld "Quicksearch" oben links zu viele Resultate liefert, können Sie diese über die erweiterte Suche einschränken. Zusätzlich zum Suchwort können Sie hier die Wertpapierart und/oder den Börsenplatz wählen. Klicken Sie dann entweder auf "Tolerante Suche" oder auf "Exakte Suche".


In der Chartleiste können Sie festlegen, wie ein Chart angezeigt werden soll.
Anzeige
Wählen Sie hier aus, welchen Zeitraum der Chart umfassen soll. Zur Auswahl stehen Intraday, 5 Tage Intraday, 10 Tage Intraday, 1 Monat, 3 und 6 Monate sowie 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre.
Frequenz
Diese Einstellung bestimmt die Anzahl der Einträge im Chart. Je nach gewähltem Anzeigezeitraum sind unterschiedliche Frequenzen möglich - von einer Minute bis zu einem Monat.
Charttyp
Acht Charttypen stehen Ihnen zur Auswahl: Bar, Candlestick, Linie, Mountain, Equi-Volume, Step, Hoch-Tief-Band und Pointed. Wenn Sie mehr über die Charttypen wissen möchten, nutzen Sie die comdirect Akademie.
Skalierung
Diese Einstellung bestimmt die Skalierung entlang der senkrechten Achse. Verfügbar sind die absolute Darstellung, eine prozentuale Skalierung wie sie bei Benchmark-Vergleichen sinnvoll ist, sowie eine logarithmische Darstellung.
Zoom
Klicken Sie auf die Lupe und markieren Sie mit der Maus den Bereich im Chart, den Sie vergrößern möchten. Um zur Normalansicht zurückzukehren, klicken Sie bitte auf das Symbol "1:1". Bitte beachten Sie, dass bei Intraday-Charts die Zoom-Funktion nicht zur Verfügung steht.
Cursor
Sie können statt des Pfeils auch waagerechte und senkrechte Linien anzeigen lassen. Dadurch können Charts leichter abgelesen werden.
Info
Im Chart werden unterhalb des Cursors Open, High, Low und Close angezeigt. Sie können diese Funktion durch einen Klick deaktivieren.
Zeichenelemente
Diese Einstellungen erlauben vielfältiges Editieren im angezeigten Chart.
Fibonacci Retracements werden im Zusammenhang mit der Elliott-Wellentheorie verwendet. Um diese einzuzeichnen, markieren Sie bitte den Bereich von der gewünschten 0 %-Linie bis zur 100 %-Linie.
Fibonacci Retracements basieren auf dem gerundeten Grenzwert der Fibonacci-Quotienten 0,618, seinem Quadrat 0,382 und seiner Kubik-Potenz 0,236. Die Wellenbewegung geht davon aus, dass sich Markt-Bewegungen um diese Retracement-Werte korrigieren, z. B. wird sich ein starker Trend häufig um mind. 38 % (also Faktor 0,382) korrigieren, ein schwacher Trend häufig um höchstens 62 % (Faktor 0,618).
Fibonacci Time Zones dienen zur Abschätzung regelmäßiger Kurs- und Marktbewegungen in Perioden. Um Fibonacci Time Zones einzuzeichnen, klicken Sie bitte in den Chart und passen Sie die Linien bei gedrückter Maustaste entlang der Zeitachse an.
Die Theorie geht davon aus, dass sich markante Wendepunkte im Verhältnis der Fibonacci-Reihe ausprägen. Diese Reihe beginnt mit 0 und 1, jeder neue Wert addiert die beiden vorausgegangenen: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8 usw.)
Gann-Linien und -Fächer benutzen geometrische Muster zur Vorhersage von Kursbewegungen. Um Gann-Linien in den Chart einzuzeichnen, markieren Sie bitte mit der Maus senkrecht den Bereich zwischen der gewünschten 0 %-Linie und der 100 %-Linie. Es werden automatisch 9 Widerstandslinien in regelmäßigen Abständen in den Chart gezeichnet.
Gann-Fächer werden verwendet, da sich Trend-Unterstützungen und -Widerstände in Charts häufig in bestimmten Neigungswinkeln niederschlagen. Für Aufwärtstrends können Sie einen Gann Fan Up am Startpunkt des Trends verankern und anhand der Fächerlinien Unterstützungs- und Widerstandslinien aufspüren. Bei Abwärtstrends verwenden Sie einen Gann Fan Down.
Linien, Pfeile und Formen stehen Ihnen zur Verfügung, um nach Ihren Bedürfnissen beliebige Markierungen im Chart vorzunehmen. Klicken Sie mit der Maus an den Startpunkt und ziehen Sie das Element mit gedrückter Maustaste in Größe und Form. Limitlinien sind waagerechte Linien, die Sie einfach mit einem Mausklick erzeugen und mit gedrückter Maustaste verschieben können.
Die Texteingabe ermöglicht Ihnen, eigene Notizen in den Chart aufzunehmen. Klicken Sie an die Stelle, an der Sie die Notiz anbringen möchten, und tippen Sie den Text in das sich öffnende Feld. Sie können die Notiz nach Ihren Wünschen formatieren.
Die Formationserkennung markiert automatisch Dreiecke, Kanäle, Kopf-Schulter-Formationen oder Wimpel im Chart und hilft Ihnen so, Trends zu erkennen. Wählen Sie einfach die entsprechende Funktion aus, und die Formationen werden in den Chart eingezeichnet.
Dreiecke sind Formationen, bei denen die Trendlinien aufeinander zulaufen, da die Kursschwankungen im Laufe der Zeit abnehmen. Dreiecke gelten generell als trendbestätigend, d.h. es ist mit einer Fortsetzung des bestehenden Trends zu rechnen.
Kanäle sind Formationen, bei denen sich Kurse zwischen zwei parallelen Trendlinien bewegen. Aufsteigende Kanäle bestätigen einen Bullenmarkt, absteigende einen Bärenmarkt. Bei waagerechten Kanälen wird davon ausgegangen, dass sich der Trend nach einem Ausbruch mit erhöhtem Volumen fortsetzt.
Kopf-Schulter-Formationen kennzeichnen eine Trendumkehr. Zum Abschluss eines Aufwärtstrends steht oft eine Kopf-Schulter-Formation mit drei Spitzen. Dabei ist die zweite Spitze (der Kopf) stets höher als die erste Spitze (linke Schulter) und die dritte Spitze im Kursverlauf (rechte Schulter). Die Tiefpunkte zwischen den drei Spitzen kennzeichnen die so genannte Nackenlinie. Kreuzt der Kursverlauf nach der zweiten Spitze die Nackenlinie, wird das allgemein als Verkaufssignal gewertet. Umgekehrte Kopf-Schulter-Formationen bilden sich nach einem Abwärtstrend aus und weisen eine gegenläufige Ausprägung auf.
Wimpel sind Formationen, bei denen die beiden Trendlinien symmetrisch aufeinander zulaufen. Dabei sinkt die obere Trendlinie und die untere steigt an.
Mehr Informationen zu Trendumkehrformationen und Formationen zur Trendbestätigung finden Sie in der comdirect Akademie.

Quicksearch
Geben Sie einen Namen, ein Symbol oder eine WKN ein, um nach einem Instrument zu suchen. Wählen Sie ggf. einen Börsenplatz aus und starten Sie die Suche mit einem Klick auf den Pfeil.
Um einen Wert aus der Trefferliste anzuzeigen, markieren Sie bitte die Box am Zeilenanfang und wählen Sie die Liste, in die der Wert aufgenommen werden soll. Oder wählen Sie die Funktion "Sofort anzeigen".
Auf und Ab
Über die Pfeile wählen Sie den vorigen bzw. nächsten Wert in der aktuellen Liste aus. Dabei werden stets die aktuellen Chart-Einstellungen übernommen.
Aktualisieren
Um die Charts mit den aktuellsten Kursdaten anzeigen zu lassen, klicken Sie bitte auf "Aktualisieren".
Benchmark
Mit dieser Funktion können Sie Benchmark-Linien in den aktuellen Chart einzeichnen. Sie können aus einer Liste von Indizes und aus den selbst angelegten Werten bis zu vier Benchmarks auswählen. Diese werden direkt im Chartbereich angezeigt. Um die Benchmarks wieder zu löschen, klicken Sie erneut auf den Button und wählen Sie "Benchmarks löschen" unten im Fenster.
E-Mail
Die E-Mail-Funktion ermöglicht es Ihnen, den gesamten Chartbereich als Anhang einer E-Mail zu versenden. Zusätzlich können Sie eine Nachricht an den Empfänger eingeben.
Accumulation Distribution Line
Die Entwicklung der AD-Line beruht auf der Annahme, dass Preisbewegungen, die von hohem Volumen begleitet werden, aussagekräftiger sind. Steigt der Indikator, wird dies als ein Zeichen für eine erhöhte Nachfrage nach dem Wertpapier gesehen und umgekehrt. Zeigen Kurse noch einen Trend an, während die AD-Line sich gegenläufig verhält, ist von einem Ende des Trends oder zumindest einer Trendabschwächung auszugehen.
Aroon
Der Aroon Indikator besteht aus zwei Linien (Up and Down). Er bestimmt, ob und mit welcher Intensität sich ein Trend ausgebildet hat. Befindet sich der Aroon Up über dem Aroon Down, wird dies als positives Zeichen gewertet und umgekehrt. Bei Werten über 50 wird von einem Trend, bei Werten über 70 von einem staken Trend ausgegangen.
Aroon Oszillator
Der Aroon Oszillator bestimmt, ob sich ein Trend ausgebildet hat und mit welcher Intensität er vorliegt. Der Oszillator wird aus der Differenz des Aroon Up und des Aroon Down gebildet. Werte über 0 zeigen einen positiven Trend und Werte über 50 einen starken positiven Trend an. Werte des Oszillators unter 0 zeigen einen Abwärtstrend und Werte unter -50 einen starken Abwärtstrend an.
Average Directional Index
Der Average Directional Index wird aus einer Glättung des Directional Movement Indexes gebildet und misst die Trendintensität. Der ADX wird oft benutzt, um zu bestimmen, ob ein Trend vorliegt, er zeigt aber nicht die Trendrichtung an. Oft wird empfohlen, nur auf trendfolgende Signale anderer Indikatoren einzugehen, wenn der ADX steigt. Bei der Glättung des ADX werden die gleichen Parameter verwendet wie beim zugrunde liegenden Directional Movement Index.
Average True Range
Die Average Tru Range berechnet sich aus dem Durchschnitt des jeweiligen Maximums: dem Periodenhoch abzüglich des Tiefs der Vorperiode, dem Periodenhoch abzüglich des Schlusskurses der Vorperiode und dem Periodentief abzüglich des Schlusskurses der Vorperiode. Extremwerte des ATR deuten auf Übertreibungen und somit auf potenzielle Trendwendepunkte hin.
Bollinger Bands
Bollinger Bands werden aus einem Moving Average gebildet, der von zwei verschobenen Linien umhüllt wird, Die Volatilität der Kursbewegung mit einem Faktor multipliziert bestimmt den Abstand dieser Hülllinien zu Ihrem Moving Average. Ein Verkaufssignals wird generiert, wenn der Kurs das obere Band erreicht und umgekehrt. Bei der Wahl kleinerer Parameter ist eine trendfolgende Interpretation üblich.
Chaikin Money Flow
Der CMF Indikator misst den Kauf- bzw. Verkaufsdruck für ein Wertpapier. Die Position des Schlusskurses im Verhältnis zum Betrachtungszeitraum wird mit dem Volumen multipliziert und über den Betrachtungszeitraum aufaddiert. Ein CMF größer 0 zeigt an, dass ein Wertpapier nachgefragt wird. Ein CMF unter 0 deutet auf Abgabedruck hin.
Chaikin Oszillator
Beim Chaikin Oszillator handelt es sich um die Differenz zweier exponentieller Durchschnitte der Accumulation Distribution Line. Werte des Chaikin Oszillators größer als 0 werden als positiv und Werte kleiner 0 als negativ gewertet. Wie beim MACD auch deuten Unterschiede in der Entwicklung der Kurse und des Indikators (Divergenzen) auf bevorstehende Trendwenden hin.
Commodity Channel Index
Der Commodity Channel Index wurde entwickelt, um zyklische Bewegungen in Rohstoffmärkten auszunutzen. Je nach Einstellung und betrachtetem Zeitraum sind verschiedene Interpretationen möglich. Während üblicherweise ein Übersteigen des Indikators der +100er-Marke als Zeichen eines stakren Aufwärtstrends und unter -100 als starker Abwärtstrend interpretiert werden kann, wird der CCI auch häufig als Überkauft/Überverkauft-Indikator benutzt.
Directional Movement Index
Der DMI beruht auf der Annahme, dass in einem Aufwärtstrend die Hochs von Periode zu Periode steigen und im Abwärtstrend die Tiefs sinken. Kreuzt der DI+ den DI- von unten nach oben, so wird ein Kaufsignal generiert und im umgekehrten Fall ein Verkaufssignal. Zur Vermeidung von Fehlsignalen sollte eine weitere Bestätigung des Signals durch eine Preisbewegung in die Richtung des Signals in der nächsten Periode abgewartet werden.
Envelopes
Bei Envelopes handelt es sich um zwei Bänder, die um einen festen Wert nach oben und unten verschoben sind. Üblicherweise werden die Bänder prozentual verschoben. Im Gegensatz zu den Bollinger Bands, geht bei den Envelopes keine Volatilität in die Berechnung ein. Je nachdem, wie der Abstand der Bänder eingestellt wird, kann das Erreichen eines Bandes trendfolgend oder als Gegensignal interpretiert werden.
Exponential Moving Average
Beim Exponential Moving Average handelt es sich wie beim Simple Moving Average um einen gleitenden Durchschnitt, der allerdings nicht gleich sondern exponentiell gewichtet wird. Aktuellere Kurse werden somit bei dieser Art der Durchschnittsbildung stärker gewichtet. Das Kreuzen des Kurses eines Wertpapiers mit den EMA von unten nach oben kann als Kaufsignal gewertet werden und umgekehrt.
Fast Stochastics
Bei der Stochastik handelt es sich neben dem Relative Strength Index um den bekanntesten Oszillator. Die Stochastik wird benutzt, um in trendlosen Seitwärtsphasen Marktbewegungen auszunutzen. Während das Kreuzen des Indikators mit seiner Glättung von unten nach oben im überverkauften Bereich (< 20) ein Kaufsignal generiert, bildet das Kreuzen von oben nach unten im überkauften Bereich (> 80) ein Verkaufssignal aus.
MACD
Beim MACD handelt es sich um einen trendfolgenden Indikator. Bei einem MACD oberhalb der Nulllinie wird von einem Aufwärtstrend ausgegangen und umgekehrt. Bilden sich in einem Trend bei den Kursen immer neue Extremwerte in Richtung des Trends aus, und im Indikator nicht, spricht man von Divergenzen, die eine Abschwächung des Trends anzeigen.
Momentum
Das Momentum - einer der wichtigsten Oszillatoren - misst die Höhe einer Preisänderung über einen bestimmten Zeitraum. Mit der Lage und der Höhe des Indikators wird die Geschwindigkeit und die Richtung der Preisbewegung bestimmt. Wendepunkte des Oszillators weisen auf ein Nachlassen der Trendintensität hin. Eine prozentuale Betrachtung des Momentums liefert die Rate of Change.
Money Flow Index
Der Money Flow Index misst die Stärke des Kauf- bzw. Verkaufdrucks einer Preisbewegung. Die Interpretation ist dabei ähnlich der des Relative Strength Indexes: Werte oberhalb 80 werden als überkauft und Werte unterhalb 20 werden als überverkauft angesehen. Entwickeln sich Kurs und Indikator in verschiedene Richtungen, wird von der Abschwächung eines Kurstrends ausgegangen.
Negative Volume Index
Genau wie beim Positive Volume Index beruht die Interpretation des Negative Volume Indexes auf der Annahme, dass sich die informierten Investoren an Tagen mit sinkendem Volumen positionieren. Der Negative Volume Index signalisiert einen Aufwärtstrend, wenn sich der Index über seinem längerfristigen Durchschnitt befindet.
On Balance Volume
Der OBV soll auf einfache Weise darstellen, ob Liquidität in das Wertpapier geflossen ist oder heraus. Dabei wird das derzeitige Volumen - je nachdem, ob der Kurs zur Vorperiode gestiegen oder gesunken ist - zum Vortageswert des OBV addiert oder von ihm subtrahiert. Unterschiede in der Kurs- und in der Indikatorbewegung deuten auf mögliche Trendwechsel hin.
Parabolic Stop and Reversal System
Beim Parabolic Stop and Reversal System handelt es sich um ein kleines Handelssystem, das eindeutige Einstiegs- und Ausstiegssignale liefert. Befindet sich der Kurs oberhalb des Indikators, ist der Trend aufwärtsgerichtet und umgekehrt. Im Laufe einer Preisbewegung nähert sich der Parabolic SAR dem Kursverlauf bis zu einer maximalen Beschleunigung an. Oft werden die Signale des Parabolic SAR in Verbindung mit anderen Indikatoren als Ausstieg verwendet.
Positive Volume Index
Genau wie beim Negative Volume Index beruht die Interpretation des Positive Volume Indexes auf der Annahme, dass die informierten Investoren sich an Tagen mit niedrigem Volumen positionieren und die weniger informierten Anleger an Tagen mit höherem Volumen. Der Positive Volume Index signalisiert einen Aufwärtstrend, wenn sich der Index über seinem längerfristigen Durchschnitt befindet.
Rate of Change Oszillator
Der Rate of Change Oszillator stellt ähnlich dem Momentum die Änderung des Preises gegenüber einem bestimmten Zeitraum in Prozent dar. Mit der Lage und der Höhe der Indikators wird die Geschwindigkeit und Richtung der Preisbewegung bestimmt. Wendepunkte des Oszillators weisen auf ein Nachlassen der Trendintensität hin.
Relative Strength Index
Der Relative Strength Index RSI misst die Stärke einer Kursbewegung, indem er die Kraft der Aufwärtsbewegungen mit der Kraft der Abwärtsbewegungen ins Verhältnis setzt. Werte oberhalb 70 deuten auf eine überkaufte Situation hin, während Werte unter 30 eine überverkaufte Lage bedeuten. Oft wird der RSI benutzt, um Abschwächungen von Trends anhand von gegenläufigen Mustern im Chart und im Indikator zu erkennen.
Simple Moving Average
Simple Moving Averages (einfache gleitende Durchschnitte) stellen den durchschnittlichen Preis eines Wertpapiers über einen bestimmten Zeitverlauf dar. Durch diese Glättung der Kursbewegung eines Wertpapiers sind Trends leichter ablesbar. Das Kreuzen des Kurses eines Wertpapiers mit den SMA von unten nach oben kann als Kaufsignal gewertet werden und umgekehrt.
Slow Stochastics
Die Stochastik wird benutzt, um in trendlosen Seitwärtsphasen Marktbewegungen auszunutzen. Während das Kreuzen des Indikators mit seiner Glättung von unten nach oben im überverkauften Bereich (< 20) ein Kaufsignal generiert, bildet das Kreuzen von oben nach unten im überkauften Bereich (> 80) ein Verkaufssignal aus. Bei der Slow Stochastik handelt es sich um eine Glättung der Fast Stochastics.
Stochastic RSI
Der Stochastic RSI stellt über die Formel der Stochastik die Werte des RSI dar. Diese Vorgehensweise führt zu einem gegenüber dem RSI sensitiveren Oszillator. Ein Kaufsignal wird generiert, wenn der Stochastic RSI aus dem überverkauften Bereich (< 0.20) nach oben dreht. Ein entsprechendes Verkaufssignal, wenn der Stochastic RSI aus dem überkauften Bereich (> 0.80) nach unten dreht.
Trendbestätigungsindikator
Der TBI errechnet sich aus der Division eines kürzeren gleitenden Durchschnitts durch einen längeren. Dieser Quotient wird wiederum von einem dritten GD gefolgt. Positive Signale ergeben sich, wenn der Indikator über 100 steigt, bzw. wenn er seinen Durchschnitt von unten nach oben kreuzt. Ein Absinken unter 100, bzw. ein Kreuzen des GDs von oben nach unten ist negativ zu werten.
Ultimate Oscillator
Der Ultimate betrachtet das Momentum von 3 verschiedenen Betrachtungszeiträumen und gewichtet diese stärker, je kürzer sie sind. Die Folge ist ein Oszillator, der um seine Mittelpunktslinie bei 50 schwankt. Ein Verkaufssignal wird generiert, wenn der Oszillator oberhalb der 50 nach unten dreht - ein Kaufsignal, wenn er unterhalb nach oben dreht.
Vertical/Horizontal Filter
Der VHF versucht zu bestimmen, ob sich der Preis eines Wertpapiers in einer Trend- oder in einer Seitwärtsphase befindet. Dabei gilt: je höher der VHF, desto höher die Ausprägung des Trends. Während ein steigender VHF auf den Beginn eines Trends hindeutet, zeigt ein stetig sinkender VHF das Eintreten in eine Seitwärtsphase an.
Williams % R
Der Williams % R setzt die Differenz zwischen Periodenhoch und aktuellem Kurs mit der gesamten Handelsspanne in Bezug. Die Interpretation erfolgt analog zur Stochastik: Ein Absinken des Indikators aus dem überkauften Bereich (< -20) ist negativ, ein Anstieg des Indikators aus dem überverkauftem Bereich (> -80) ist positiv zu werten.
Weighted Moving Average
Der Weighted Moving Average ist ein gleitender Durchschnitt, bei dem aktuelle Kurse stärker gewichtet werden als weiter zurückliegende. Bei einem 10 Perioden WMA wird zum Beispiel der letzte Kurs mit dem Faktor 10, der vorletzte mit dem Faktor 9 und der Kurs vor 10 Perioden mit dem Faktor 1 gewichtet. Wie bei den anderen Moving Averages auch kann ein Kreuzen des Kurses mit dem WMA von unten nach oben als Kaufsignal gewertet werden und umgekehrt.
ZigZag
Beim ZigZag handelt es sich eigentlich nicht um einen Indikator, da sich die Position und Richtung des ZigZag nachträglich ändern kann. Der ZigZag eignet sich deshalb nur zur Veranschaulichung und Vereinfachung von Kursbewegungen und wird deshalb oft für die Elliot Wave Analyse genutzt. Die Prozentzahl des ZigZag bestimmt, ab welcher Preisbewegung eine gegenläufige 'Welle' gezeichnet wird.

