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26.05.13  00:00 Uhr

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1 Euro kostet 1,29 US Dollar

1 US Dollar kostet 0,77 Euro

Typ: 
Währung

Mi, 20.06.12 09:23

ots.CorporateNews: Deloitte / Zugzwang - Währungssysteme mit Reformbedarf / Deloitte-Report ...

    Zugzwang - Währungssysteme mit Reformbedarf / Deloitte-Report zeigt
neue Konstellationen auf
   München (ots) - Zusammen mit dem World Economic Forum wurden im 
aktuellen Deloitte-Report 'Euro, Dollar, Yuan Uncertainties - 
Scenarios on the Future of the International Monetary System' 
Szenarien für die Weltwährungssysteme erarbeitet: Der Euro ist in 
Schwierigkeiten - könnte aber wie auch US-Dollar und Yuan zum 
tragenden Element eines neuen, multipolaren Weltwährungssystems 
werden. Voraussetzung ist eine fiskalische und politische Integration
der EU. Aber auch das Gegenteil wäre möglich: Europa kehrt zu 
nationalen Währungen zurück und ein neues Weltwährungssystem 
konstituiert sich aus Dollar und Yuan. Ein drittes Szenario rückt vor
allem China in den Fokus und definiert den Yuan als neue Leitwährung,
während der Euro zur Weltwährung Nr. 2 wird. Welches der Szenarien 
innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte Realität werden könnte, hängt 
von vielen Faktoren ab - zur Hauptsache aber von der wirtschaftlichen
Entwicklung in der Euro-Zone, den USA und China.

   'Das Welthandelsvolumen hat sich in den letzten zwanzig Jahren 
verdreifacht, die internationalen Finanzströme sind um das Fünffache 
angewachsen. Dabei spielen die aufstrebenden Märkte eine wichtige 
Rolle. Das Weltwährungssystem hat jedoch nicht Schritt gehalten - was
einige für einen Mitauslöser der Finanzkrise halten. Daraus ergibt 
sich Veränderungs- und Anpassungsdruck', kommentiert Dr. Alexander 
Börsch, Leiter Research Deutschland bei Deloitte.

   Die tiefsitzende Unsicherheit ist eines der größten Probleme von 
Weltwirtschaft und -währungssystem. Die Euro-Zone steht vor enormen 
Herausforderungen, die USA kämpfen mit Defizit und Arbeitslosigkeit 
und auch das chinesische Wachstum kühlt deutlich ab. Alle drei 
potenziellen Leitwährungen eines multipolaren Systems stehen unter 
Druck. Nicht zuletzt auch aus innenpolitischen Motiven der einzelnen 
Player ist immer wieder mit Irritationen und Verzögerungseffekten zu 
rechnen.

   Euro-Raum: Integration vorantreiben

   Der Euro leidet unter der Inhomogenität des EU-Euro-Raums und den 
Ungleichgewichten zwischen Kern und Peripherie. Entsprechend 
fragmentiert ist der Markt für Staatsanleihen - und damit die 
Liquidität innerhalb der Zone. Will der Euro zu einer Leitwährung im 
multipolaren System werden, müssen diese Defizite behoben werden. Die
Zukunft des US-Dollar hängt von der nachhaltigen Behebung des 
Defizits und dem Abbau der hohen Verschuldung ab - aber auch, ob 
verstärkt protektionistische Maßnahmen ins Auge gefasst werden. Die 
Stärke des Yuan schließlich bemisst sich daran, ob China auch künftig
nachhaltiges Wachstum generieren kann - und ob der nationale 
Finanzsektor entsprechend umgestaltet wird. Entscheidend ist aber vor
allem die volle Konvertierbarkeit auf den internationalen Märkten.

   Drei Szenarien für 2030

   Der Deloitte-Report zeigt drei Entwicklungsvarianten bis 2030. 
Variante eins: Europa und die USA fokussieren sich auf ihre 
Binnenwirtschaft, das weltweite Wachstum stagniert, die Kapitalflüsse
versiegen. China muss sein Exportmodell revidieren. Ein multipolares 
Weltwährungssystem verliert an Bedeutung. Variante zwei: US-Dollar 
und RMB sind die neuen Leitwährungen, da die Wirtschaftsbeziehungen 
beider Länder das Weltwährungssystem dominieren, während die 
Euro-Zone langsam zerfällt und sich marginalisiert. Der US-Dollar 
bleibt wichtigste Währung beim Rohstoffhandel, der RMB bei den 
innerasiatischen Handelsströmen. Variante drei: Der RMB wird 
Leitwährung für die BRIC-Länder, der Euro erholt sich, bleibt 
international aber nur die zweitwichtigste Währung, während der 
US-Dollar kaum noch eine Rolle spielt.

   Weiterentwickeln für Stabilität und Wachstum 

   Welches Szenario der (künftigen) Realität am nächsten kommt, 
bleibt Spekulation. Sicher ist aber: Das Weltwährungssystem muss sich
weiterentwickeln, wenn es die Stabilität gewährleisten soll, die für 
einen funktionierenden Welthandel und nachhaltiges Wachstum 
erforderlich ist. Insbesondere der hohe Grad an grenzübergreifender 
politischer Lenkung und Koordination stellt eine erhebliche Hürde auf
dem Weg zu einem neuen, multipolaren System dar.

   'Viele, die wir befragt haben, sind davon überzeugt, dass ein 
multipolares Weltwährungssystem entscheidend zur globalökonomischen 
Stabilisierung beitragen wird - und dass der Weg dorthin lang und 
steinig ist. In jedem Fall kommt es auf ein strategisches 
Zusammenwirken von Politik und Vertretern sowohl der Finanz- als auch
der Realwirtschaft an. Das gilt ganz besonders für Europa und die 
Euro-Zone', resümiert Dr. Alexander Börsch.

   Den kompletten Report finden Sie unter http://ots.de/aVQMV zum 
Download.

   Ende

   Über Deloitte

   Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen 
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance 
für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit 
einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150
Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen 
Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen 
unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. 'To be the Standard of
Excellence' - für über 195.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies 
gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

   Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur 
verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: erstklassige 
Leistung, gegenseitige Unterstützung, absolute Integrität und 
kreatives Zusammenwirken. Sie arbeiten in einem Umfeld, das 
herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten 
bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu
beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu 
werden.

   Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine 
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Haftung nach britischem Recht), und/oder ihr Netzwerk von 
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Quelle: dpa-AFX