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Di, 19.06.12 22:10

Indien und China machen Druck: Mehr Mitsprache bei Währungsfonds

LOS CABOS (dpa-AFX) - Nach der Erhöhung der Mittel des Währungsfonds (IWF) zur Krisenbewältigung durch die Schwellenländer fordern Indien und China auch eine baldige Ausweitung ihrer Mitsprachemöglichkeiten. Die Reform komme langsamer als die Aufstockung der Ressourcen voran, beklagte Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh am Dienstag auf dem Gipfel der größten Volkswirtschaften (G20) im mexikanischen Los Cabos. Indien stellt zehn Milliarden US-Dollar für IWF bereit.

Auch Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao sagte, die neue Verteilung der Stimmrechte sei 'eine drängende Aufgabe', wie ihn die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua zitierte. Die Entwicklungsländer müssten besser vertreten sein, sagte der Präsident. China stellt 43 Milliarden US-Dollar bereit. Chinesische Delegationsmitglieder betonten, Peking wolle die Reform eigentlich auf der Jahrestagung des Währungsfonds im Oktober abschließen.

Indiens Ministerpräsident geht hingegen davon aus, dass die Reform der Stimmrechte nicht bis Jahresende abgeschlossen werde, wie auch Beobachter wegen der US-Wahlen im November erwarten. 'Aber es muss danach zügig abgehandelt werden', betonte Singh auf der Sitzung der Staats- und Regierungschefs zur neuen internationalen Finanzarchitektur. Die neuen Stimmquoten müssten die wirtschaftlichen Gewichte in der heutigen Welt widerspiegeln, sagte der Premier./lw/DP/stw

Quelle: dpa-AFX

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