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ots.CorporateNews: A.T. Kearney / Weltweiter M&A-Markt kühlt sich ab / A.T. Kearney Studie: ...


Mo, 30.07.12 09:03


    Weltweiter M&A-Markt kühlt sich ab / A.T. Kearney Studie: Im Geschäft
mit Unternehmensübernahmen verlieren Firmen aus Industriestaaten
gegenüber ihren Konkurrenten aus Schwellenländern Marktanteile (BILD)
   Düsseldorf (ots) - 
   Die Euro-Krise und die unsicheren Aussichten für die 
Weltwirtschaft treffen den Markt für Mergers and Acquisitions (M&A): 
Im ersten Halbjahr 2012 gab es zehn Prozent weniger 
Mehrheitsübernahmen als im Vorjahreszeitraum. Der Wert der 
Transaktionen brach sogar um 26 Prozent auf 823 Milliarden US-Dollar 
ein. Das hat eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. 
Kearney ergeben, die auf einer Analyse des Weltmarkts für Übernahmen 
seit 2002 beruht. Ein Grund ist die Zurückhaltung der Firmen in den 
Industrieländern, die derzeit das Risiko scheuen. Doch auch das 
nachlassende Wirtschaftswachstum in vielen Schwellenländern schlägt 
sich auf dem M&A-Markt nieder.

   Hohe Gewinne, niedrige Zinsen, große Cash-Reserven: Für viele 
Konzerne in den etablierten Wirtschaftsnationen sind die 
Finanzierungsmöglichkeiten für die Übernahme von Konkurrenten 
günstiger denn je. Doch nachdem die Zahl der 
Unternehmenstransaktionen weltweit in den vergangenen beiden Jahren 
noch um jeweils 14 Prozent gestiegen war und sich damit dem 
Rekordjahr 2007 näherte, ist der Markt im ersten Halbjahr 2012 
regelrecht eingebrochen.

   Der Rückgang bei Transaktionen zwischen Industrie- und 
Schwellenländern war besonders deutlich. Die Zahl der Übernahmen lag 
in diesem Bereich um zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. In den 
vergangenen zehn Jahren hatte dieses Segment jährlich im Schnitt um 
genau diese Rate zugelegt - und damit doppelt so stark wie der 
Gesamtmarkt.

   Besonders Firmen aus den etablierten Wirtschaftsnationen fahren 
derzeit ihre M&A-Aktivitäten zurück: Die Zahl ihrer Transaktionen in 
den weniger entwickelten Staaten fiel um 14 Prozent. Zwar hielten 
sich im Gegenzug auch die Unternehmen aus den Schwellenländern 
zurück. Doch die Anzahl ihrer Firmenkäufe in den Industrieländern 
sank nur um vergleichsweise geringe sieben Prozent.

   Damit verlieren die etablierten Volkswirtschaften im weltweiten 
M&A-Geschäft weiter an Boden. 'Im ersten Halbjahr hat sich in einem 
schwachen Marktumfeld der Anteil der Transaktionen aus 
Schwellenländern erhöht', sagt Joachim von Hoyningen-Huene, Autor der
Studie von A.T. Kearney. 'Das bestätigt die steigende Bedeutung 
dieser Staaten auf dem Weltmarkt.'

   Diese Entwicklung zeigt sich auch an anderen Zahlen: So sind im 
vergangenen Jahr Unternehmen aus aufstrebenden Märkten erneut 
schneller als die Rivalen aus den westlichen Ländern gewachsen. Sie 
stellen der Global-Fortune-500 Liste zufolge bereits 93 der 500 
größten Firmen der Welt.

   Indien und China - Überflieger mit unsicheren Perspektiven 

   Die meisten Käufer aus den etablierten Ländern kamen im ersten 
Halbjahr aus den Vereinigten Staaten (21 %), Kanada (11 %) und 
Großbritannien (8 %). Unter den aufstrebenden Nationen führten China 
(28 %), Indien (15 %) und Malaysia (8 %) die Liste an. Diese drei 
Staaten waren für mehr als die Hälfte aller Firmenkäufe von 
Unternehmen aus aufstrebenden Ländern in Industrienationen 
verantwortlich. Besonders ins Visier nahmen die Käufer aus den 
Schwellenländern dabei die USA (21 %) und das Vereinigte Königreich 
(12 %).

   Auch wenn die Konjunktur in wichtigen asiatischen Märkten an Fahrt
verliert, wird ihre Bedeutung am weltweiten M&A-Geschäft weiter 
zunehmen. 'Die Wachstumsraten in Indien und insbesondere China werden
zwar dauerhaft deutlich schwächer sein als in den vergangenen zehn 
Jahren, auch aus demographischen Gründen', sagt Jürgen Rothenbücher, 
Partner von A.T. Kearney. 'Dennoch wird das Wachstum dieser Länder 
deutlich über dem der etablierten Volkswirtschaften liegen.'

   Ausblick

   A.T. Kearney geht davon aus, dass der Rückgang des M&A-Markts nur 
von kurzer Dauer sein wird. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen 
für ein nachhaltiges und starkes Wachstum bei Transaktionen zwischen 
aufstrebenden und etablierten Volkswirtschaften weiterhin gegeben. 
'Mit einem Nachlassen der wirtschaftlichen Unsicherheit und 
anziehendem Reformeifer bei wichtigen Schwellenländern erwarten wir 
wieder eine zunehmende Akquisitionstätigkeit', sagt Studienautor von 
Hoyningen-Huene.

   * Für diese Studie wurde die Welt aufgeteilt in etablierte 
Wirtschaftsnationen (Australien, Hongkong, Israel, Japan, Neuseeland,
Nordamerika, Singapur, Südkorea, Taiwan und Westeuropa) und 
Entwicklungsländer bzw. aufstrebende Märkte in Übereinstimmung mit 
den Definitionen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds 
und auf der Grundlage des Indexes des menschlichen 
Entwicklungsstandes (Human Development Index).

   Über A.T. Kearney

   A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden 
Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global
tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und 
öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer
Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten 
bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im 
Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation, 
Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der 
Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in 
globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in 
Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro 
außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.000  
Mitarbeiter in 39 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen 
Klienten klimaneutral. Weitere Informationen finden Sie unter 
www.atkearney.de und auf Facebook: www.facebook.com/atkearney.de.

   Alle Grafiken (einzeln oder zusammen) heute ab 11:00 Uhr zum 
Download unter: http://www.atkearney.de/content/presse/index.php

Originaltext:         A.T. Kearney
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Pressekontakt:
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Thomas A. Becker
Director Marketing & Communications
A.T. Kearney GmbH
Kaistraße 16A
40221 Düsseldorf
Germany
+49 175 2659 533 Mobile
+49 211 1377 2533 Office
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Thomas.Achim.Becker@ATKearney.com

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     abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs -

Quelle: dpa-AFX

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