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ROUNDUP: Fitch bestätigt Deutschland trotz Gefahren mit Bestnote
LONDON (dpa-AFX) - Wegen der hohen Wirtschaftskraft hat die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Deutschlands mit der Bestnote bestätigt. Die Bonität Deutschlands werde also weiterhin mit 'AAA' bewertet, teilte Fitch am Mittwoch in London mit. Es drohe auch keine Herabstufung. Der Ausblick bleibe 'stabil'. Fitch sieht durch die Krise in der Eurozone aber auch Gefahren für Deutschland.
Fitch folgt damit der Ratingagentur Standard & Poor's, die in der vergangenen Woche die gleiche Bewertung abgegeben hatte. Die dritte Ratingagentur Moody's hatte hingegen zuvor den Ausblick für die Bestnote auf 'negativ' gesenkt.
Die Fitch-Analysten verweisen auf die robuste wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in den vergangenen zwei Jahren. Trotz der fragilen Weltwirtschaft und der Verschärfung der Eurokrise sei das Wachstum stark geblieben und der Trend bei der Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Deutschland sei die einzige große Volkswirtschaft der Welt, in der die Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr 2012 niedriger als 2007 gelegen habe. Dies sei auch eine Folge der strukturellen Reformen in Deutschland.
Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stütze die deutsche Konjunktur. Die Renditen am deutschen Anleihemarkt seien sehr niedrig, da viele Anleger deutsche Staatstitel als sichere Alternative suchten. Zudem habe sich auch der deutsche Finanzsektor stabilisiert. Seit Mitte 2008 hätten die deutschen Banken ihr Engagement in den Ländern der Eurozone um 30 Prozent gesenkt. Allerdings sieht Fitch die Gefahr, dass die weiter gehaltenen Wertpapiere aus den Randländern der Eurozone (Griechenland, Italien, Spanien und Portugal) bei einer weiteren Verschärfung der Rezession rasch an Wert verlieren.
Zudem könnte eine tiefe Rezession bei den großen Handelspartnern in der Eurozone auch Deutschlands Wirtschaft auf Schrumpfkurs zwingen. Dies hätte auch negative Folgen für die Finanzkraft Deutschland. Zudem könnte der deutsche Schuldenstand angesichts möglicher zusätzlicher Beiträge für die Rettungsfonds bis auf 90 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) steigen. Ein Schuldenstand von über 90 Prozent des BIPs gilt laut Fitch als nicht mehr vereinbar mit einer Topbonität. /jsl/hbr
Fitch Affirms Germany at 'AAA'; Outlook Stable 91) ?
the beginning of 2010, compared to 2.3% for the eurozone. The monetary
conditions set for the entire eurozone by the ECB are accommodative for Germany
given the strong cyclical position of its economy. As a consequence of
safe-haven capital inflows, yields are also at extremely low levels.
Furthermore, Germany has a strong net external creditor position and a large,
albeit gradually declining, current account surplus.
The German financial sector has stabilised since 2009 and liquidity is abundant
in the current environment. However, meeting Basel III requirements will remain
a challenge for German banks in light of modest profitability and still a high
leverage. Since mid-2008, German banks have cut their total eurozone exposure by
EUR332bn, a 30% fall, of which EUR187bn was withdrawn from Greece, Italy, Spain
and Portugal, a fall of 44%. Despite this fast pace of deleveraging, the quality
of the remaining assets may well deteriorate further as the recession deepens in
the periphery.
Quelle: dpa-AFX
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