News bei comdirect


Ölpreise im Minus - Energieagentur IEA kürzt Nachfrage-Prognose
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag wegen schwacher Konjunkturdaten und einer gekappten Nachfrageprognose gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im September kostete am späten Nachmittag 112,23 US-Dollar. Das waren 0,99 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) fiel um 0,65 Dollar auf 92,71 Dollar. Einen Teil ihrer Vortagsgewinne sind die Ölpreise damit wieedr lsogeworden.
Laut Händlern kam es nach den kräftigen Aufschlägen im bisherigen Wochenverlauf in größerem Stil zu Gewinnmitnahmen. Zudem habe die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten insgesamt nachgelassen, was sich auch an den schwächeren Börsen zeige. Darüber hinaus verlor der Tropensturm 'Ernesto' an Kraft. Dieser hatte in der Förderregion bereits zur Schließung von Ölhäfen geführt und so steigende Ölpreise begünstigt.
Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte außerdem ihre Vorhersage für die globale Ölnachfrage im kommenden Jahr gesenkt. Die Experten begründeten ihre Einschätzung mit den trüben Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft. Zudem waren Atomkraftwerke in Japan wieder an den Start gegangen. Die IEA geht davon aus, dass die Ölnachfrage 2013 um 0,9 Prozent nachlässt. Im vergangenen Monat war die Agentur noch von einem Anstieg ausgegangen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 108,39 Dollar. Das sind drei Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./zb/he
Quelle: dpa-AFX