Di, 07.08.12 13:41
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben leichte Verlusten aus dem frühen Handel am Dienstag aufgeholt. Unterstützt werde der Ölmarkt durch steigende Aktienmärkte und Angebotsrisiken, hieß es von Experten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur September-Lieferung kostete gegen Mittag 110,39 US-Dollar. Das waren 70 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 27 Cent auf 92,45 Dollar.
Der Brentpreis notiert damit erstmals seit Mitte Mai wieder über der Marke von 110 Dollar. Darin komme eine kurzfristige Verknappung des Angebots durch vorübergehende Produktionseinschränkungen in der Nordsee zum Ausdruck, kommentierte Commerzbank-Rohstoffexperte Eugen Weinberg. Mittelfristig dürfe sich die Angebotslage aber wieder entspannen.
In Ermangelung fundamentaler Daten haben die Ölmärkte derzeit stärker den Wetterbericht im Blick. In den Ölfördergebieten vor der Südküste der USA hat die Hurrikan-Saison begonnen. Zuletzt hatte sich ein tropischer Sturm in Richtung der Ölplattformen im Golf von Mexiko bewegt. Laut jüngsten Meldungen könnte sich der Sturm 'Ernesto' zu einem Hurrikan entwickeln und die Ölförderanlagen bedrohen. Dann dürften auch die Ölpreise wieder steigen, hieß es von Händlern.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 105,67 US-Dollar. Das waren 1,21 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./hbr/jkr


