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Ölpreise steigen - Arbeitskampf in Norwegens Ölindustrie beflügelt
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - An den Ölmärkten hat die Meldung über eine mögliche Verschärfung des Streik von Ölarbeitern in Norwegen am Donnerstag für steigende Preise gesorgt. Vor allem der für Europa wichtige Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im August legte deutlich zu und erreichte in der Spitze 102,25 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Im weiteren Handelsverlauf fiel der Brent-Preis aber wieder ein Stück zurück und stand gegen Mittag bei 101,60 Dollar. Das sind immer noch 1,83 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg hingegen nur leicht und verteuerte sich um 53 Cent auf 88,56 Dollar.
Der Ölkonzern Statoil hat mit Blick auf eine drohende Eskalation des Arbeitskampfes in der norwegischen Ölindustrie die Produktion auf den Ölplattformen in der Nordsee heruntergefahren. In Norwegen waren zuvor Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Ölindustrie gescheitert und jetzt droht nach Einschätzung von Experten der Commerzbank ein längerer Streik. Am Freitag wollen die Gewerkschaften entscheiden, ob der Arbeitskampf weiter ausgeweitet wird.
Zudem sei auch die Iran-Krise wieder verstärkt in den Fokus der Anleger an den Ölmärkten gerückt, hieß es weiter bei der Commerzbank. Japan wird Industrie- und Regierungskreisen zufolge im Juli kein Öl aus dem Iran importieren. Am 1. Juli war im Zuge des Atomstreits zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten zudem ein Embargo der Europäischen Union gegen den Ölförderstaat in Kraft getreten.
Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) legte zuletzt weiter zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 97,40 US-Dollar. Das waren 87 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/jsl
Quelle: dpa-AFX