Di, 26.06.12 17:45
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Verunsicherung der Anleger vor dem EU-Gipfel und die Sorge vor allzu mageren Gipfelergebnissen haben den Handel an den Ölmärkten auch am Dienstag belastet. Bei den Ölpreisen zeigte sich im Nachmittagshandel allerdings kein einheitliches Bild: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung kostete 91,40 US-Dollar. Das waren 39 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel hingegen um 64 Cent auf 78,98 Dollar zu. Zuletzt hatten sich beide Ölpreise seit vergangenen Freitag nach einer rasanten Talfahrt etwas stabilisiert.
Die Erwartungen der Anleger an den EU-Gipfel seien zuletzt gesunken, hieß es von Händlern. Das habe die Risikofreude der Investoren gedämpft. Auch die jüngsten Kursverluste spiegelten die gesunkene Zuversicht vor dem am Donnerstag und Freitag in Brüssel anberaumten Spitzentreffen der Euro-Krisenmanager wider.
Zudem habe ein tropischer Wirbelsturm vor der Südküste der USA keine Auswirkungen auf die Ölförderung in der Region gezeigt, hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank. Derzeit laufe die Ölproduktion im Golf von Mexiko wieder an, nachdem sie zuvor wegen der Sturmgefahren vorsorglich gestoppt worden sei. Die Auswirkungen des Tropensturms 'Debby' dürften 'daher überschaubar sein'.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 88,92 Dollar. Das waren 18 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/hbr


