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Ölpreise gestiegen - freundlichere Stimmung an den Finanzmärkten
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch eine freundlichere Stimmung an den Finanzmärkten gestiegen. Die Unsicherheit an den Märkten sei aber vor den Wahlen in Griechenland am Sonntag weiter sehr hoch. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 97,50 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 59 Cent auf 84,50 Dollar.
An den Märkten gebe es nach Gerüchten die Erwartung, dass die großen Notenbanken der G20-Staaten bei einem ungünstigen Wahlausgang in Griechenland rasch Notfallmaßnahmen ergreifen werden, sagten Händler. Daher habe sich auch die Lage an den Anleihemärkten von Italien und Spanien etwas entspannt. Die etwas gestiegene Risikofreude habe die Ölpreise gestützt, sagten Händler. Auch der Dollar notierte etwas schwächer, was Rohöl günstiger für Anleger macht. Die weitere Entwicklung an den Ölmärkten dürfte jedoch ganz entscheidend von dem Wahlausgang in Griechenland abhängen. Die Unsicherheit im Vorfeld der Wahlen hatte die Ölpreise in den vergangenen Wochen stark belastet.
Die Opec will auch in der nächsten Zeit ihre Vereinbarung über die tägliche Ölfördermenge von 30 Millionen Barrel (Fass je 159 Liter) beibehalten. Die Mehrheit der zwölf Mitgliedsländer hat sich angesichts der globalen Konjunkturrisiken dafür entschieden, den jüngsten Preisrutsch am Ölmarkt nicht mit einer Verknappung des Angebots zu begegnen. Dennoch bedeute dieser Entschluss, dass die Länder effektiv ihre Förderung reduzieren müssten, weil derzeit vom Kartell bereits 31,6 Millionen Barrel Öl produziert würden, sagte Opec-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist leicht gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag im Durchschnitt 95,22 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/stw
Quelle: dpa-AFX
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