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Do, 21.06.1211:24

EUR/USD: Relief-Rally - nicht mehr und nicht weniger

München (www.aktiencheck.de) - Griechenland hat eine neue Regierung und die FED verlängerte ihre "Operation Twist" bis Ende des Jahres, so die Analysten von UniCredit Research.

Beide Ereignisse hätten sich in den letzten beiden Tagen bereits abgezeichnet, wenngleich hinsichtlich der FED-Aktion noch einige Restzweifel bestanden hätten. EUR/USD sei in Antizipation einer bevorstehenden Regierungsbildung in Griechenland schon frühzeitig über 1,27 geklettert. Mehr scheine gegenwärtig nicht drin zu sein, obwohl der Wortlaut des FOMC-Statements und die Aussagen Bernankes recht dovish ausgerichtet gewesen seien und die leicht positiveren Untertöne vom 25. April voll kompensiert hätten.

Richtungweisende Positionierungen scheinen gegenwärtig nicht angesagt, da zum einen Ende nächster Woche der EU-Gipfel stattfindet, dann erst einmal die Troika nach Athen zurückkehrt und zwischenzeitlich immer wieder irgendwelche Aussagen zu Nachverhandlungen des Rettungspakets getroffen werden, so die Analysten von UniCredit Research. Retrospektiv bleibe festzuhalten, dass das Aufflammen und scheinbare Erlöschen von zwei vermeintlichen Strohfeuern jeweils zu Anfang dieser und letzter Woche letztlich doch in einer Art Relief-Rally gemündet sei und die Devisenmärkte dabei kräftig von den Aktienbörsen, der Aktienmarkt-Vola und den Credit-Märkten unterstützt worden seien.

Theoretisch wäre sogar noch ein wenig Aufwärtspotenzial in EUR/USD möglich, aber die erwähnten Imponderabilien dürften dies verhindern. Ein wichtiger Indikator dafür, dass die Phase der globalen Risikoaversion, basierend auf Wachstumsängsten noch nicht vorüber sei, unterstreiche die anhaltende Abwärtsneigung bei den Ölpreisen. (21.06.2012/ac/a/m)

Quelle: AKTIENCHECK.DE