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Fr, 17.08.1216:04

Rohstoffindices uneinheitlich: Weizen, Mais und Soja auf hohem Niveau für Korrekturen anfällig

Stuttgart (www.aktiencheck.de) - Preisaufschläge bei Energie und Edelmetallen standen zuletzt Minuszeichen im Agrar- und Basismetallbereich gegenüber, sodass die wichtigsten Rohstoffindices uneinheitlich tendierten, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Vor allem Weizen, Mais und Soja dürften auf dem weiterhin hohen Niveau für Korrekturen anfällig sein. Auch bei Brent bleibe im Bereich von 115 USD der Aufwärtsspielraum begrenzt. Für long-only-Investoren bestehe damit aktuell keine Eile für den Einstieg in den Rohstoffmarkt.

Die hohe Agrargewichtung habe zuletzt vor allem beim DJUBS für Rücksetzer gesorgt. Der LBBW Top Ten-Index sei dagegen auf ein 4-Monatshoch geklettert. Der LBBW Long/Short-Index habe sogar ein neues Allzeithoch erreicht. Seit Jahresanfang habe der Index um 8,6% zugelegt.

Die Ölmärkte dies- und jenseits des Atlantiks dürften nach dem heutigen Handelstag wohl den dritten Wochengewinn in Folge zu verzeichnen haben. Damit würden US-Leichtöl WTI (95 USD/bbl) und sein europäisches Pendant Brent (116 USD/bbl) auf dem höchsten Stand seit Mitte Mai notieren. Als Preistreiber hätten die zuletzt etwas besseren US-Konjunkturzahlen, der unerwartet starke Lagerabbau (-3,7 Mio. Barrel) in den USA sowie das erneute Säbelrasseln im Iran-Israel-Konflikt fungiert. In Anbetracht des unterdurchschnittlichen Weltwirtschaftswachstums würden die Analysten das Preisniveau von Öl (insbes. Brent) gleichwohl aktuell für zu hoch halten.

Die Platinnotierungen seien am Donnerstag und Freitag um zusammen rund 4% auf zuletzt 1.457 USD geklettert. Dies sei der höchste Stand seit dem 6. Juli. Ausgelöst worden sei die Verteuerung, nachdem sich eine Eskalation der Situation in der Südafrikanischen Marikana-Mine des Bergbaukonzerns Lonmin abgezeichnet habe. Der Produktionsausfall dürfte zum gegenwärtigen Zeitpunkt mindestens 17.000 Feinunzen Platin ausmachen, zumal Lonmin kaum Puffer entlang der Produktionskette aufgebaut habe.

Im Umfeld von saisonal eher dünnen Handelsaktivitäten präsentiere sich der Kupferpreis im August bislang weitgehend richtungslos. Am Kassamarkt in London pendle das rote Metall seit Wochen in einem engen Band zwischen 7.400 und 7.700 USD/t. Nachhaltige Impulse nach oben seien nach Erachten der Analysten momentan erst vorstellbar, wenn sich die erwartete Konjunkturaufhellung in China materialisiere. (17.08.2012/ac/a/m)



Quelle: AKTIENCHECK.DE

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