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Deutschland: Schwäche aufs dritte Quartal vertagt
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - In der laufenden Woche hielten vor allem die Sitzungen der größten Notenbanken die Märkte in Atem, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Ganz so ereignisreich werde die kommende Handelswoche vielleicht nicht werden, dennoch sollten vor allem in Deutschland mehr Erkenntnisse zur wirtschaftlichen Performance im zweiten Quartal gewonnen werden. Licht ins Dunkel bringe dabei die Veröffentlichung der Industrieproduktion für den Monat Juni. Dabei würden die Vorlaufindikatoren wie das ifo-Geschäftsklima oder die PMI-Erhebung nichts Gutes für den Quartalsabschluss des deutschen Produzierenden Gewerbes verheißen. So sollte es nicht von irgendwoher kommen, dass die Stimmung laut ifo so schlecht sei, wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr, zumal die befragten Unternehmen nicht nur perspektivisch weniger Chancen sehen würden, sondern auch mit der aktuellen Lage unzufriedener seien.
In die gleiche Kerbe schlage der Einkaufsmanagerindex: Die Outputkomponente habe erst jüngst mit 42,2 Punkten ein neues zyklisches Tief erreicht, was auf eine rückläufige Produktionstätigkeit verweise. Für Juni sollte ein Minus von 0,5% gg. Vm. zu Buche schlagen. Da der Output aber noch im Mai überraschend kräftig habe gesteigert werden können, sollte ein Minus für das gesamte Quartal wohl vermieden worden sein. Der "Schlag ins Genick" für die heimischen Produzenten sollte sich mit Blick auf das trübe Sentiment aber höchstens auf drittes Quartal verlagert haben. Darauf deute aber wohl auch die abebbende Nachfrage nach heimischen Gütern - so sollten im Juni immerhin 1% weniger Aufträge verzeichnet worden sein als noch im Mai.
Vor allem das Ausland tue sich schwer, die Nachfragedynamik aufrechtzuerhalten. Die Exporte sollten deshalb im Juni um 3,7% gg. Vm. und damit kräftiger als die Importnachfrage (Erwartung: -2,7% gg. Vm.) zurückgegangen sein - entsprechend geringer sollte der Handelsbilanzüberschuss ausfallen. Die Analysten würden mit einem Plus von 13,5 Mrd. EUR rechnen. Die ausbleibende Nachfrage aus der Eurozone merke auch der britische Außenhandel, sodass sich das Defizit hier im Juni auf 3,2 Mrd. GBP ausgeweitet haben dürfte. Dabei könnten die Unternehmen einen Impuls aus dem Ausland gut gebrauchen. Der erwartete Produktionseinbruch um 3,2% im Monatsvergleich sei allerdings auch auf den zusätzlichen Feiertag durch das Thronjubiläum der Queen zurückzuführen. (03.08.2012/ac/a/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
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