Do, 21.06.12 11:33
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Metallpreise stehen weiterhin unter Druck, nachdem die US-Notenbank FED Hoffnungen auf ein "QE3" enttäuscht hat, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Aluminium falle heute Morgen zum ersten Mal seit zwei Jahren unter die Marke von 1.900 USD je Tonne. Der anhaltend hohe Angebotsüberschuss - gut 624 Tsd. Tonnen in den ersten vier Monaten des Jahres gemäß den neuesten Daten von WBMS - und der fallende Ölpreis dürften einer merklichen Preiserholung entgegenstehen.
Ähnlich verhalte es sich bei Nickel. Daten der International Nickel Study Group (INSG) zufolge habe im April das Angebot die Nachfrage den zehnten Monat in Folge übertroffen. Für das Gesamtjahr erwarte die INSG aufgrund der Inbetriebnahme neuer Minenprojekte und der Ausweitung bestehender Produktionskapazitäten einen Angebotsüberschuss von 50 Tsd. Tonnen, was ebenfalls auf dem Preis lasten sollte.
Am globalen Kupfermarkt habe sich die Angebotssituation in den letzten Monaten dagegen merklich angespannt. Gemäß WBMS-Daten habe der Kupfermarkt von Januar bis April ein Angebotsdefizit von fast 277 Tsd. Tonnen aufgewiesen. Zur selben Zeit im Vorjahr habe noch ein Überschuss von gut 170 Tsd. Tonnen bestanden.
Daten der International Copper Study Group (ICSG) zufolge, die allerdings mit einem Monat Verzögerung veröffentlicht würden, habe allein im März ein Defizit von 135 Tsd. Tonnen bestanden. Neben strukturellen Problemen auf der Angebotsseite deute dies auch auf eine anhaltend robuste Nachfrage hin. Rein fundamental betrachtet sollte der Kupferpreis am besten von allen Industriemetallen unterstützt sein. (21.06.2012/ac/a/m)


