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Madrid: Spanien ist solvent und wird Krise überwinden
Spanien gerät immer tiefer in den Strudel der Finanzkrise. Die Regierung bekräftigt, dass der Staat solvent sei und die Turbulenzen überwinden werde.
Madrid (dpa) - Spanien benötigt nach Auffassung der Madrider Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts keine Rettungsaktion der Europäischen Union. Die Staatsfinanzen seien gesichert, und das Land werde die Finanzkrise überwinden, betonte Finanzminister Cristóbal Montoro am Freitag in Madrid. Die Regierung arbeite an den Reformen, die das Land zur Sanierung seiner Finanzen benötige.
«Es braucht aber seine Zeit, bis die Wirkungen sich einstellen», sagte der Minister. Spanien ist infolge der Krise um die marode Großbank Bankia auf den Märkten verstärkt unter Druck geraten. Die Risikoaufschläge auf die Zinsen für spanische Staatsanleihen stiegen am Freitag auf ein Rekordniveau. «Spanien hat schon früher aus schwierigen Situationen herausgefunden», sagte Montoro. «Jetzt stehen die Chancen noch besser, denn das Land ist nicht allein.»
Die Zukunft des Euro entscheidet sich nach Ansicht Madrids in den kommenden Wochen in Spanien und Italien. Diese beiden Länder bildeten nach den EU-Rettungsaktionen für Griechenland, Irland und Portugal die schwächsten Glieder in der Kette der Eurozone, sagte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos in Sitges bei Barcelona. «Der Kampf um den Euro wird derzeit in so bedeutenden Staaten wie Spanien und Italien ausgefochten, und dies bedeutet, dass wir besonders verantwortungsbewusst agieren müssen.»
Die Madrider Regierung kündigte die Schaffung besonderer Anleihen an, die einzelne Regionen des Landes vor einem drohenden Bankrott bewahren sollen. Wie Montoro mitteilte, sollen die «Hispabonos» vom Zentralstaat garantiert und unter der Auflage vergeben werden, dass die betreffenden Regionen Sparprogramme verabschieden und sich zur Sanierung ihrer Finanzen verpflichten. Die hohe Verschuldung der Regionen ist einer der Hauptgründe dafür, dass Spanien 2011 sein Defizitziel weit verfehlte.
Bericht im «Wall Street Journal»
Quelle: dpa-AFX
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