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Mi, 08.08.1209:33

ROUNDUP: Konzernumbau belastet Stada - Prognosen bestätigt - Aktie im Plus

BAD VILBEL (dpa-AFX) - Deutschlands drittgrößter Generikahersteller Stada hat im ersten Halbjahr wegen Kosten für den Konzernumbau und eines stagnierenden Umsatzes auf dem Heimatmarkt weniger verdient als im Vorjahr. Der Gewinn sank von Januar bis Juni um 14 Prozent auf 48,1 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Bad Vilbel mitteilte. Analysten hatten sowohl beim Ergebnis wie auch beim Umsatz etwas mehr erwartet. Konzernchef Hartmut Retzlaff bestätigte ungeachtet des 'schwierigen Marktumfeldes in Westeuropa' die Ziele für das laufende Geschäftsjahr wie auch die Prognose 2014. Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten mehr als zwei Prozent zu und war damit der stärkste Wert im MDax.

Der Vorstand will Stada mit dem Ausbau des internationalen Geschäfts unabhängiger vom deutschen Heimatmarkt machen. 'Angesicht der zuletzt getätigten Akquisitionen konnten wir unsere internationalen Geschäftsaktivitäten auf einen Anteil von fast drei Viertel am Konzernumbau ausbauen und uns damit wieder ein Stück unabhängiger vom stark regulierten deutschen Markt machen', sagte Retzlaff. Auch die Stärkung des Markengeschäfts mit Produkten wie der Sonnencreme Ladival soll die Abhängigkeit vom Geschäft mit Generika (Nachahmermedikamenten) in Deutschland reduzieren. Wegen Preismoratorien und Rabattverträgen der gesetzlichen Kassen müssen Hersteller ihre Medikamente immer billiger anbieten.

2012 erwartet Stada weiterhin ein klares Plus beim Umsatz und Gewinn. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Der Umsatz der Markenprodukte soll 2012 überproportional zulegen. Dadurch soll sich der Anteil des im Vergleich zu den Generika margenstärkeren Segments am Konzernumsatz weiter erhöhen, heißt es in der Mitteilung. 2014 peilt die derzeitige Nummer drei auf dem deutschen Generikamarkt hinter Teva Pharmaceutical mit Ratiopharm und Novartis mit der Tochter Sandoz unverändert einen Umsatz von circa 2,15 Milliarden Euro sowie einen Gewinn von rund 215 Millionen Euro an.

Die Sondereffekte durch das 2010 auf den Weg gebrachte Programm zur Steigerung der Profitabilität mit Stellenstreichungen und dem Verkauf einiger Produktionsstätten sowie der Stärkung von Fabriken in Niedrigkostenländern in Süd- und Osteuropa addierten sich in der ersten Jahreshälfte zu einer Ertragsbelastung von 25,7 Millionen Euro vor Steuern. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg in der ersten Jahreshälfte dagegen um zehn Prozent auf 176,7 Millionen Euro.

Beim Umsatz konnte der Hersteller des Grippemittels Grippostad und der Sonnencreme Ladival vor allem im Ausland und mit seinen Markenprodukten wachsen. Die Erlöse kletterten um sieben Prozent auf 885,2 Millionen Euro. In Deutschland stagnierten die Erlöse mit 233 Millionen Euro dagegen auf dem Niveau des Vorjahres./ep/jha/zb

Quelle: dpa-AFX

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