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Mi, 20.06.1218:53

US-Sender: JPMorgan hat Verlustpositionen großteils abgebaut

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wegen ihres milliardenschweren Spekulationsverlusts in die Schlagzeilen geratene US-Großbank JPMorgan Chase kann mit etwas Glück das düstere Kapitel bald abhaken. Nach Informationen des US-Wirtschaftssenders CNBC vom Mittwoch hat sie den überwiegenden Teil ihrer problematischen Handelspositionen inzwischen abgebaut.

Londoner Händler der Bank waren hochriskante Wetten am Kapitalmarkt eingegangen und hatten am Ende verloren. Die Geschäfte liefen derart schief, dass Amerikas größtes Kreditinstitut sich im Mai gezwungen sah, vor einem Spekulationsverlust von mindestens zwei Milliarden US-Dollar zu warnen. Externen Schätzungen zufolge könnten es am Ende sogar bis zu fünf Milliarden Dollar werden.

Die Bank selbst schweigt, wie es derzeit um die Investments steht. CNBC berichtete unter Berufung auf eingeweihte Personen, JPMorgan habe mittlerweile 65 bis 70 Prozent seiner Positionen im Kreditindex CDX IG 9 abgebaut, der eine zentrale Rolle bei dem Desaster spielt. Unklar ist, welche Verluste die Bank dabei in Kauf nehmen musste.

Bankchef Jamie Dimon hatte von vornherein einen schrittweisen Rückzug angekündigt und auch die Wahrscheinlichkeit weiterer Verluste angekündigt. Der Spitzenbanker hatte erst am Dienstag abermals vor einem Kongressausschuss Rede und Antwort stehen müssen. Die Parlamentarier sind nach den teuren Rettungsaktionen während der Finanzkrise äußerst sensibel, was das Verhalten von Banken angeht.

JPMorgan Chase will bei der Vorlage seiner Zwischenbilanz am 13. Juli den aktuellen Stand bei den Verlustgeschäften bekanntgeben. Dimon versicherte bei seinen Auftritten in Washington, JPMorgan stehe trotz der Spekulationsverluste solide da und werde einen Gewinn im zu Ende gehenden zweiten Quartal erwirtschaften./das/DP/jha

Quelle: dpa-AFX

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