Fr, 13.07.12 18:34
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gestützt durch insgesamt freundliche Finanzmärkte gestiegen. Am frühen Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur August-Lieferung 102,41 US-Dollar. Das waren 1,34 Dollar mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) stieg um 77 Cent auf 86,85 Dollar.
Die insgesamt freundliche Stimmung an den Finanzmärkten habe auch die Ölpreise gestützt, sagten Händler. Der Rückgang des Wirtschaftswachstum in China hat sich damit nicht negativ auf die Ölmärkte ausgewirkt. Die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ist nach Regierungszahlen im zweiten Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 7,6 Prozent gewachsen. Das ist der niedrigste Wert seit drei Jahren. Nach Einschätzung der Commerzbank hatten manche Experten jedoch einen noch schlechteren Wert erwartet. Die Daten hätten die Gefahr einer harten Landung des zweitgrößten Ölverbrauchsland vermindert.
Auch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Moody's habe die Märkte nicht negativ belastet. Italien hat sich trotzdem problemlos frisches Geld an den Märkten besorgt. Auch der zum Dollar gestiegene Eurokurs habe die Ölpreise beflügelt. Ein festerer Euro macht Rohöl für Anleger aus der Eurozone günstiger.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stieg zuletzt ebenfalls. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 97,41 Dollar. Das waren 57 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren durchschnittlichen Ölpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jsl/stb


