Do, 05.07.12 16:44
NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem Unabhängigkeitstag sind die US-Börsen am Donnerstag schwach in den Handel gestartet. Trotz positiver Signale vom US-Arbeitsmarkt und erfolgter Leitzinssenkungen in der Eurozone und China blieben Anleger zögerlich, zumal die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor weiter zurückgegangen war. Börsianer verwiesen nach den jüngsten Aufschlägen vor allem auf Gewinnmitnahmen sowie auf skeptische Kommentare des EZB-Chefs Mario Draghi. Der Leitindex Dow Jones Industrial
Der breiter gefasste S&P 500-Index
Während die auf den tiefsten Stand seit Anfang 2010 gesunkene Stimmung im Dienstleistungssektor den Abwärtssog an den Märkten noch weiter unterstützte, gaben weder gute Signale vom US-Arbeitsmarkt, noch die allgemein erwartete Senkung des Leitzinses in der Eurozone dem Markt Rückenwind. Auf der Pressekonferenz hatte EZB-Chef Mario Draghi davon gesprochen, dass sich die Wirtschaftsschwäche fortsetzen dürfte. In den USA waren derweil sowohl die Beschäftigungsentwicklung des Privatsektors als auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besser als erwartet gefallen.
Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank sagte nach dem Zinsschritt der EZB, dass die Maßnahmen der Währungshüter eine mögliche Panik an den Märkten nicht verhindern dürften. Unter Druck kamen vor allem die Aktien aus dem Bankensektor, deren Sektor auch schon an den Europa-Börsen zu den größten Verlierern zählte. JPMorgan
sackten im Dow Jones um 4,24 Prozent auf 34,36 US-Dollar ab und waren damit das Index-Schlusslicht. Titel der Bank of America
folgten mit einem Minus von gut zwei Prozent.
Besser erging es hauptsächlich den Aktien aus dem Einzelhandelssektor. Wal-Mart
waren hinter den 1,14 Prozent zulegenden McDonalds-Aktien
mit plus 0,49 Prozent führend im US-Leitindex. Auf dem dritten Rang lagen die Aktien der Baumarktkette Home Depot
mit einem knappen Plus von 0,10 Prozent./tih/he


