Assicurazioni Generali S.p.A. Azioni nom. EO 1


Aktienmärkte: Konjunktursorgen rücken wieder in Blickpunkt
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Effekte des EU-Gipfels vom 28./29. Juni sind an den Aktienmärkten bereits verblasst, so die Experten von Union Investment.
Hätten die auf dem Treffen getroffenen Beschlüsse zu Beginn der Handelswoche noch die Kurse unterstützen können, so seien später zunehmend Konjunktursorgen in den Mittelpunkt gerückt. Unter anderem scheine das Wachstum in den USA an Fahrt zu verlieren. So lasse das vom Institute for Supply Management (ISM) unter Einkaufsmanagern erhobene Stimmungsbild auf eine wachsende Skepsis schließen.
Im Verarbeitenden Gewerbe sei der Frühindikator um 3,8 Punkte auf 49,7 Zähler gesunken. Damit liege das Barometer erstmals seit 2009 unter der Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Der Dienstleistungs-Wert sei zwar ebenfalls gefallen (minus 1,6 Zähler), jedoch sei die Expansionsschwelle mit einem Stand von 52,1 Punkten behauptet worden. Zudem hätten die US-Arbeitsmarktdaten für Juni die Markterwartungen nicht erfüllen können. Insgesamt seien lediglich 80.000 neue Stellen geschaffen worden und damit weniger als erhofft. Der Aufschwung am US-Arbeitsmarkt verliere also an Tempo.
Vor diesem Hintergrund sei es zu Kursrückgängen an der Wall Street gekommen. Im Vergleich zur Vorwoche habe der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) 0,8 Prozent verloren. Insbesondere Titel aus konjunkturempfindlichen Branchen hätten nachgegeben. So hätten sich Aktien von General Electric (ISIN US3696041033/ WKN 851144) um rund vier Prozent verbilligt, während der Chemiekonzern Du Pont (ISIN US2635341090/ WKN 852046) 3,3 Prozent verloren habe.
An den europäischen Börsen hätten ebenfalls in Summe rückläufige Kurse verkraftet werden müssen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) habe um 1,3 Prozent leichter notiert. Besonders Versicherer und Banken aus den Peripherieländern - in der Vorwoche noch die größten Gewinner nach den Brüsseler Gipfelbeschlüssen - hätten Abschläge verzeichnet. UniCredit (ISIN IT0004781412/ WKN A1JRZM) habe beispielsweise um 10,7 Prozent nachgegeben, bei Assicurazioni Generali (ISIN IT0000062072/ WKN 850312) habe sich das Minus auf 6,8 Prozent belaufen.
In Deutschland habe sich der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gegenüber der Vorwoche nahezu unverändert gezeigt. Einer der größten Index-Gewinner sei nach der vorgezogenen Porsche (ISIN DE000PAH0038/ WKN PAH003)-Übernahme Volkswagen (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) mit einem Anstieg von 4,6 Prozent gewesen. Hingegen habe E.ON (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) nicht von der Erhöhung seiner Jahresprognose profitieren können. Der Energieversorger habe sich mit seinem Gaslieferanten Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) rückwirkend auf verbesserte Konditionen geeinigt. Allein für das Halbjahresergebnis erwarte E.ON einen positiven Effekt von einer Milliarde Euro. Dennoch habe die Aktie im Wochenvergleich knapp 0,7 Prozent verloren.
Die Affäre um den Interbankenzinssatz LIBOR (London Interbank Offered Rate) habe zuletzt Bankaktien in Europa und den USA belastet. Hintergrund: Die britische Barclays Bank (ISIN GB0031348658/ WKN 850403) werde beschuldigt, den auch als Referenzgröße für Finanzgeschäfte wichtigen Zins zu ihren Gunsten manipuliert zu haben. Barclays habe das Fehlverhalten eingeräumt, personelle Konsequenzen gezogen und eine Strafzahlung über fast eine halbe Milliarde US-Dollar akzeptiert. Unter Marktteilnehmern werde jedoch darüber spekuliert, ob an der Manipulation eventuell weitere Geldhäuser beteiligt gewesen seien.
In diesem Zusammenhang habe die Bank of America (ISIN US0605051046/ WKN 858388) ein Kursminus von 6,4 Prozent verzeichnet. Auch bei J.P. Morgan Chase (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) sei ein Rückgang von 5,1 Prozent zu beobachten gewesen. In Frankfurt habe die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) mit einem Wochenrückgang um 3,8 Prozent reagiert. Zuvor habe eine Nachrichtenagentur von einer bevorstehenden Sonderprüfung des Sachverhalts beim deutschen Branchenprimus durch die Finanzaufsicht BaFin berichtet. (09.07.2012/ac/a/m)
Quelle: AKTIENCHECK.DE
| Name | Aktuell | Diff.% | Börse |
|---|---|---|---|
| ASSICURAZIONI GENERALI S.P.A. AZ .. | 14,72 | +0,48% | Mailand |
| BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED .. | 13,43 | +0,52% | NYSE |
| BARCLAYS PLC REGISTERED SHARES L .. | 4,94 | +0,41% | Nasdaq other OTC |
| DAX PERFORMANCE-INDEX | 8.398,00 | +0,34% | Xetra |
| DEUTSCHE BANK AG NAMENS-AKTIEN O.N. | 37,51 | +2,64% | Xetra |
| DOW JONES INDUSTRIAL AVERAGE IND .. | 15.354,40 | +0,80% | DOW JONES |
| DU PONT NEMOURS & CO., E.I. REGI .. | 55,89 | +0,72% | NYSE |
| E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N. | 12,905 | +0,23% | Xetra |
| ESTX 50 INDEX (PRICE) (EUR) | 2.817,99 | +0,40% | STOXX |
| GENERAL ELECTRIC CO. REGISTERED .. | 23,46 | +0,82% | NYSE |
| JPMORGAN CHASE & CO. REGISTERED .. | 52,30 | +2,61% | NYSE |
| OAO GAZPROM NAM.AKT.(SP.ADRS)/2 .. | 7,98 | +1,98% | London Stock Exchange |
| PORSCHE AUTOMOBIL HOLDING SE INH .. | 63,11 | +1,22% | Xetra |
| UNICREDIT S.P.A. AZIONI NOM. O.N. | 4,32 | +0,70% | Mailand |
| VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST .. | 168,40 | +3,73% | Xetra |
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