Mo, 25.06.12 17:10
NEW YORK (dpa-AFX) - Befürchtungen um eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise haben die US-Börsen am Montag ins Minus gedrückt. Das am Donnerstag beginnende Treffen europäischer Regierungschefs könnte ohne Lösung für die bestehenden Finanzprobleme zu Ende gehen, hieß es aus dem Handel. Auch die Bekanntgabe klar besser als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten vermochte den Markt nicht zu stützen. So sind die Verkäufe neuer Häuser im Mai deutlich stärker gestiegen als erwartet. Auf Monatssicht sei die Zahl um 7,6 Prozent auf 369.000 Häuser geklettert, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Zuwachs um 1,0 Prozent auf 347.000 gerechnet.
Der Dow Jones Industrial
Die in New York gelisteten Anteilsscheine von Grupo Modelo zogen um 12,39 Prozent an, nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet hatte, dass der Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev
vor der Komplettübernahme des mexikanischen Brauers steht. Ein Zukauf der restlichen 50 Prozent an den Mexikanern für mehr als 12 Milliarden US-Dollar könnte bereits in der laufenden Woche angekündigt werden, hieß es.
Sehr fest mit einem Gewinn von 5,26 Prozent auf 27,61 Dollar zeigten sich auch Quest
. Das Software-Unternehmen hatte mitgeteilt, dass ein strategischer Käufer 27,50 Dollar je Aktie geboten und damit die bisherige Offerte einer Gruppe von Finanzinvestoren von 25,75 Dollar vom März übertroffen habe.
Die Papiere von RIM
verloren 4,56 Prozent, nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley die Titel auf 'Underweight' abgestuft hatte. Vorbörslich hatten RIM wegen eines Presseberichts noch klar im Plus notiert. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller erwägt der 'Sunday Times' zufolge, seine Gerätesparte auszulagern und an die Börse zu bringen oder ein Aktienpaket an einen größeren Konzern zu verkaufen.
Die Bankenwerte gaben wie in Europa überwiegend nach: So verloren Bank of America
am Dow-Ende 3,27 Prozent. Die Aktien von JPMorgan
gaben um 3,08 Prozent nach. Goldman Sachs
verbilligten sich um 2,76 Prozent und Citigroup <C.NYS>
um 5,11 Prozent.
Bei Pfizer
und Bristol-Myers Squibb
sorgten negative Nachrichten zu einem potenziellen Verkaufsschlager für Kursverluste von 1,41 respektive 3,48 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe weitere Informationen zum Einsatz des Medikaments Eliquis zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern angefordert, teilten die beiden Pharmaunternehmen gemeinsam mit./edh/ck


