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21.05.13  17:35 Uhr

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Di, 31.07.12 18:04

AKTIE IM FOKUS 2: HeidelbergCement schwach - Zahlen zu Gewinnmitnahmen genutzt

(Neu: Schlusskurs, Kommentar von JP Morgan und Lampe)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger von HeidelbergCement haben am Dienstag nach Vorlage des Quartalsberichts ihre Gewinne eingestrichen. Nach Veröffentlichung der Zwischenbilanz sanken die Papiere des Baustoffkonzerns deutlich ins Minus und gingen letztlich mit einem Abschlag von 1,89 Prozent auf 37,86 Euro als schwächster Dax-Wert aus dem Handel. Zwischenzeitlich waren die Aktien um fast fünf Prozent auf ihren 200-Tage-Durchschnitt zurückgefallen. Der Dax konnte seine Gewinne aus dem Tagesverlauf nicht in den Feierabend retten und schloss mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 6.772,26 Punkten.

HeidelbergCement hatte im zweiten Quartal vor allem dank seines Sparkurses und Preiserhöhungen einen Gewinnzuwachs verzeichnet. Für das Gesamtjahr zeigte sich Unternehmenschef Bernd Scheifele trotz der konjunkturellen Abschwächung in Europa weiterhin optimistisch.

'BEWERTUNG BLEIBT ATTRAKTIV'

JP Morgan Analyst Michael Morris wies darauf hin, das der Betriebsgewinn (EBITDA) des Zementherstellers seine Erwartungen im zweiten Quartal wegen der Gewinnmargen in den USA und in Asien leicht übertroffen habe. Der leichte Rückgang der Rentabilität in Europa habe dies jedoch etwas eingetrübt. Die Bewertung der Aktie bleibe attraktiv, weswegen er an seiner Einstufung 'Overweight' festhalte.

Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe senkte indes das Kursziel für HeidelbergCement von 44,00 auf 42,00 Euro, hält aber an der 'Halten'-Einstufung fest. Der Zementkonzern habe erwartungsgemäß von der starken Nachfrage in Nordamerika und Asien profitiert, während sich der europäische Markt im Sog der Eurokrise schwächer entwickelt habe, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie. Seine Aktienbewertung berücksichtige wegen der zu hohen Markterwartungen einen Abschlag von zehn Prozent.

KONZERNAUSBLICK ANLASS ZUR VORSICHT

Ein Börsianer sah auch im Konzernausblick Anlass zur Vorsicht: So rechnet der Konzern selbst im Gebiet Osteuropa-Zentralasien mit einem etwas geringeren als ursprünglich erwarteten Mengenzuwachs für Zement. Das Absatzwachstum in Asien und Nordamerika hatte aber im abgelaufenen Quartal Einbußen in einigen europäischen Märkten noch abgefangen.

Für Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow war der gesenkte Ausblick für Osteuropa-Zentralasien indes ebenso wenig eine Überraschung, wie die Anhebung für Nordamerika. Er stufte das zweite Quartal insgesamt positiv ein. Die Ergebnisse seien besser ausgefallen, getrieben vom Geschäft in Nordamerika und den Schwellenländern. Der Überschuss je Aktie sei allerdings belastet durch Sondereinflüsse hinter seinen und den Markterwartungen zurück geblieben. Erfreulich wiederum findet der Experte die geringere Nettoverschuldung./ag/rum/sf/he

Quelle: dpa-AFX

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